Die WM startet für die DFB-Nationalmannschaft mit einer Pflichtaufgabe. Gegen Curacao erwartet auch Lothar Matthäus einen klaren Sieg.
Am Sonntag trifft die Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann im ersten Gruppenspiel auf den Karibikstaat. Die Mannschaft um Trainer-Urgestein Dick Advocaat hat sich erstmals für die Endrunde qualifiziert und gilt als einer der krassesten Außenseiter der WM-Historie.
Für die ambitionierte deutsche Auswahl wäre alles andere als ein ungefährdeter Sieg daher eine große Enttäuschung. Das sieht auch der Rekordnationspieler so. „Die sind natürlich voller Vorfreude, voller Euphorie. Dennoch fehlt mir die Wahrnehmung, dass ich jetzt sage, das könnte ein Problem für uns sein“, sagte der TV-Experte gegenüber Sky mit Blick auf Curacao.
DFB-Elf wie 2002? „Müssen keine acht Tore sein“
Dabei denkt Matthäus sogar an die WM 2002 und den damaligen Start ins Turnier zurück: „“Ich rechne mit einem klaren Sieg. Ähnlich wie die Mannschaft 2002 gegen Saudi-Arabien ins Turnier gestartet ist (Deutschland gewann 8:0, Anm. d. Red.). Es müssen keine acht Tore sein, es langen auch fünf, sechs.“
Es gehe jedoch darum, so der Weltmeister von 1990 weiter, Zeichen zu setzen: „Nicht nur für sich selbst, sondern auch gegenüber den Gegnern, die danach auf uns zukommen. Man sollte dieses Spiel nutzen. Natürlich muss man es ernst angehen, das muss man in jedem Spiel.“ Bei Weltmeisterschaften hält es Matthäus für besonders wichtig, dass sich die Mannschaft schnell einspielt. Ein Spiel gegen einen klaren Außenseiter wie Curacao könnte daher zum Auftakt gerade recht sein.

Matthäus kennt das Phänomen Weltmeisterschaft wie kaum ein anderer. Er absolvierte zwischen 1980 und 2000 150 Länderspiele für die DFB-Auswahl und ist damit Rekordnationalspieler. 1990 wurde der heute 65-Jährige als Kapitän in Italien Weltmeister und stand insgesamt bei fünf WM-Endrunden auf dem Rasen.

