Bei der laufenden Weltmeisterschaft gab es schon einige strittige Schiedsrichterentscheidungen. England-Legende Gary Neville wittert eine Verschwörung der FIFA.
Es war einer der ersten größeren Aufreger bei der laufenden WM 2026: Beim Gruppenspiel zwischen der Schweiz und Katar war der Schweizer Remo Freuler in der 14. Minute vom katarischen Torhüter Mahmoud Abunada zu Fall gebracht worden, allerdings legten die TV-Bilder zuvor eine leichte Abseitsstellung des Mittelfeldspielers nahe.
Dennoch entschied sich der Referee dafür, seine Strafstoß-Entscheidung nicht zu revidieren. Den Stadionbesuchern sowie TV-Zuschauern wurde allerdings keine offizielle Einblendung der Linie, die die Entscheidung normalerweise bestätigen sollte, gezeigt. Das brachte unter anderem den ehemaligen englischen Nationalspieler Gary Neville auf die Palme.
„Wie eine Diktatur“ – Gary Neville mit schweren Vorwürfen an die FIFA
Der 51-Jährige, mittlerweile als TV-Experte tätig, schimpfte nach dem Spiel drauf los: „Wir alle hier denken das, und jeder zu Hause wird das denken. Die FIFA ist der Haupt-Broadcaster der WM. Sie hat die Beweise, die sie uns zeigen kann. Aber warum zeigt sie es uns nicht? Beim letzten Turnier haben sie das getan. Die Fans misstrauen der FIFA und der Technologie ohnehin schon von vornherein. Da steht ein riesiges Fragezeichen, denn in meinen Augen ist das Abseits, bis sie mir das Gegenteil beweisen.“ (Zitat via Goal.com)
Der einstige ManUnited-Star zog gar einen vakanten Vergleich: „Das ist wie bei einem Diktator. Ehrlich gesagt, das hier ist wie eine Diktatur. Die Vorstellung, dass die FIFA diese Beweise intern zurückhalten und sie den Fans nicht zeigen – das ist absolut lächerlich. Warum keine Transparenz?“

Die Weltfußballorganisation selbst gab derweil technische Störungen als Gründe für die ausbleibenden Abseitsbilder an. In einer Erklärung heißt es: „Während des Spiels Katar gegen die Schweiz in der San Francisco Bay Area verhinderte eine kurze technische Störung, dass die Grafik zur Onside-Animation vor dem Elfmeter für die Schweiz in der 14. Minute generiert werden konnte.“ Die Entscheidungsfindung der Schiedsrichter wurde dadurch jedoch nicht wesentlich beeinflusst.

