Bei der WM 2026 gibt es in jeder Halbzeit eine verpflichtende Trinkpause. Die dreiminütige Unterbrechung ist nicht unumstritten.
Dass die Spieler bei den warmen Temperaturen die Möglichkeit haben, Flüssigkeit zu sich zu nehmen, ist wichtig. Allerdings sorgt die Länge der Pause für Kritik. Laut Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sind die Unterbrechungen „eine Werbegeschichte. Um Flüssigkeit aufzunehmen, würde eine Minute reichen.“
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Tatsächlich haben die Mini-Pausen regelmäßig erheblichen Einfluss auf den Spielverlauf. Beim ersten Spiel der deutschen Mannschaft fiel die Trinkpause genau in die Phase, in der Curacao gut im Spiel war und die DFB-Elf vor Probleme stellte. Nach dem „Hydration Break“ war das Momentum des WM-Neulings gebrochen und Deutschland riss die Partie wieder an sich.
Rangnick gefällt WM-Neuerung: „Können Dinge ansprechen und anpassen“
„Die Trinkpausen können Einfluss auf das Spiel nehmen, in beide Richtungen. Wer davon profitiert, wird sich in den kommenden Spielen zeigen. Sportlich halte ich sie für überflüssig“, sagte Matthäus in seiner Rolle als Sky-Experte. Auch im Vereinsfußball gibt es bei heißen Bedingungen Trinkpausen, bei der WM sind diese erstmals verpflichtend. Während der Unterbrechung wird regelmäßig Werbung ausgestrahlt.
Doch nicht nur der Einfluss auf die Partie stört Matthäus. „Was mich am meisten stört ist, dass die drei Minuten als Nachspielzeit hinten draufgerechnet werden, das ist irritierend. Warum hält man nicht die Uhr an und lässt sie nach der Pause weiterlaufen?“, fragte der Weltmeister von 1990.

Für Trainer wie Ralf Rangnick ist die kurze Auszeit dagegen äußerst hilfreich. „Ich finde das gut, weil wir dann im Trainerstab noch mal die Möglichkeit haben, ein paar Dinge anzusprechen, vielleicht auch ein paar Dinge zu korrigieren und anzupassen“, betonte der Teamchef der österreichischen Auswahl, die am Mittwochmorgen gegen Jordanien in die erste WM seit 1998 starten wird.

