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90PLUS » Später Elfmeter kostet Tschechien den Sieg gegen Südafrika
WM 2026

Später Elfmeter kostet Tschechien den Sieg gegen Südafrika

90PLUS Redaktion
18.06.26, 19:58
90PLUS Redaktion
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Tschechien vs Südafrika
Foto: Getty Images

Den Auftakt in den zweiten Spieltag der Weltmeisterschaft machten Tschechien und Südafrika am Donnerstagvorabend. Beide Teams standen nach ihren jeweiligen Auftaktniederlagen bereits unter Druck und trennten sich in einem unspektakulären Spiel 1:1.

Auf südafrikanischer Seite mussten die beiden rotgesperrten Akteure Zwane und Sithole ersetzt werden. Dafür rückten Mbatha und Foster in die Startelf. Aber auch Tschechien tauschte kräftig durch: Holes, Darida, Cerv, Hlozek und Sadilek begannen für Chaloupek, Soucek, Zeleny, Sulc und Provod.

Sadilek bringt Tschechien früh in Führung

Schon nach wenigen Sekunden setzte Tschechien das erste offensive Signal. Eine Flanke von Krejci fand am langen Pfosten Patrik Schick, der seinen Kopfball jedoch nicht präzise genug aufs Tor brachte. Auch in den Minuten danach blieben die Europäer das aktivere Team und belohnten sich kurz darauf für die frühe Druckphase. Nach einem langen Einwurf von Coufal brachte Hlozek den Ball flach in den Rückraum, wo Sojka für Sadilek ablegte. Der Mittelfeldspieler blieb frei vor Williams ruhig und schob nach sechs Minuten zum 1:0 ein.

Die Anfangsphase gehörte insgesamt klar den Tschechen. Südafrika wirkte defensiv mehrfach unsortiert und hatte Probleme, Zugriff auf die schnellen Angriffe über die Außen zu bekommen. Mit zunehmender Spieldauer fand Bafana Bafana aber deutlich besser in die Partie. Nach einem Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte kam Appollis in der 13. Minute zum ersten guten Abschluss, traf allerdings nur das Außennetz. Kurz darauf näherte sich auch Rayners nach einer scharfen Hereingabe gefährlich dem Ausgleich an.

Tschechien zog sich mit der Führung im Rücken zunehmend zurück und überließ Südafrika phasenweise den Ball. Besonders über Maseko und Modiba kamen die Afrikaner zu einigen ordentlichen Ansätzen.

Auf der anderen Seite blieb Tschechien bei Umschaltmomenten immer wieder über die Bundesliga-Akteure Hlozek und Schick gefährlich. Kurz vor der Pause drängte Südafrika aber noch einmal auf den Ausgleich. In der Nachspielzeit konnte Kovar eine Flanke von Modiba nicht sauber festhalten und legte unfreiwillig für Maseko auf, dessen schneller Abschluss jedoch von Krejci geblockt wurde.

So ging es mit einer knappen tschechischen Führung in die Kabinen. Während die Osteuropäer stark begonnen hatten, arbeitete sich Südafrika im Laufe der ersten Halbzeit immer besser in die Partie und schnupperte kurz vor der Pause am Ausgleich.

Tschechien Südafrika
Foto: Getty Images

Bitterer Elfmeter schockt Tschechien spät

Südafrika kam mit einer personellen Veränderung aus der Kabine. Relebohile Mofokeng ersetzte Adams und Bafana Bafana versuchte früh, mehr Präsenz im letzten Drittel zu erzeugen. Doch erneut war es Tschechien, das zunächst die ersten kleinen Nadelstiche setzte. Schon kurz nach Wiederbeginn verpasste Darida nach Vorarbeit von Sadilek das mögliche 2:0, wenig später zwang Cerv Williams mit einem Abschluss von der Strafraumkante zu einer Parade. Auch die anschließende Ecke brachte noch Gefahr, doch Schick köpfte zu zentral.

Mit zunehmender Spieldauer verlagerte sich das Geschehen jedoch immer stärker in die Hälfte der Tschechen. Südafrika hatte mehr Ballbesitz, fand über Mudau und Maseko immer wieder Wege nach vorne und drückte den Gegner phasenweise tief zurück. Wirklich zwingend wurden die Afrikaner dabei zunächst aber nicht.

Im Anschluss verlor die Partie etwas an Rhythmus. Mehrere kleinere Unterbrechungen, Fouls und Wechsel nahmen dem Spiel den Spielfluss. Südafrika blieb zwar die aktivere Mannschaft, Tschechien verteidigte die knappe Führung jedoch konsequent weg und ließ nur wenig im eigenen Strafraum zu. Zur Trinkpause begleiteten deutliche Pfiffe die Partie.

Der große Aufreger folgte dann in der 81. Minute. Beim Schuss von Maseko blockte Sulc den Ball im Sechzehner mit der Hand, die logische Konsequenz lautete Strafstoß. Mokoena übernahm die Verantwortung und traf zum 1:1.

Angesichts der komplizierten Aufgaben beider Teams am letzten Spieltag war das Unentschieden für beide Mannschaften letztlich zu wenig. Tschechien versuchte es in der Schlussphase noch mit einer kleinen Offensive, doch die fehlende Kreativität im letzten Drittel machte sich bemerkbar. Sowohl Südafrika als auch Tschechien müssen somit im letzten Spiel punkten, um ihre Chance auf ein Weiterkommen zu wahren.

THEMENSüdafrikaTschechien
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