Der Transferpoker um Yan Diomande nimmt spürbar Fahrt auf. Nach Informationen von The Athletic hat Liverpool seine Bemühungen um den Offensivspieler von RB Leipzig intensiviert und signalisiert, finanziell deutlich weiter gehen zu wollen als noch in den bisherigen Gesprächen. Ein Gesamtpaket in Richtung 100 Millionen Euro steht demnach im Raum.
Leipzig denkt bei dieser Summe allerdings noch längst nicht über einen Verkauf nach. Die Sachsen wollen Diomande halten und seinen Vertrag vielmehr verlängern. Dem Bericht zufolge müsste ein Angebot klar über 130 Millionen Euro liegen, damit sich die Haltung der Leipziger überhaupt verändern würde.
Diomande: Liverpool vorne, PSG wartet ab
Im Rennen um den 19-Jährigen ist Liverpool damit aktuell wohl in der Pole-Position. Paris Saint-Germain bleibt zwar ebenfalls im Hintergrund im Rennen, hat bislang aber noch kein offizielles Angebot in Leipzig hinterlegt. Die Franzosen warten offenbar zunächst darauf, wie sich Diomande selbst in der Frage seines nächsten Karriereschritts positioniert. Zudem gilt der französische Spitzenklub auch bei Monacos Maghnes Akliouche als interessiert, was einen Diomande-Transfer zumindest deutlich unwahrscheinlicher machen würde.
Auch bei den persönlichen Konditionen sollen die Reds momentan die Nase vorn haben. Dennoch stellt sich der Klub von der Merseyside mehrgleisig auf und hat mit Yankuba Minteh von Brighton, Said El Mala vom 1. FC Köln und Matias Fernandez-Pardo von Lille weitere Alternativen im Blick. Mit Victor Munoz von Osasuna wurde bereits ein Flügelspieler für rund 40 Millionen Euro verpflichtet.
Das Ziel des Dritten der vergangenen Bundesliga-Saison dürfte klar sein. Ähnlich wie in der Vergangenheit bei Dayot Upamecano, Benjamin Sesko oder Dani Olmo soll der Vertrag des 19-Jährigen zunächst verlängert und mit einer Ausstiegsklausel versehen werden. So hätte Leipzig die Garantie, seinen Offensivstar noch mindestens ein weiteres Jahr halten zu können, ehe im Anschluss der nächste logische Karriereschritt folgen könnte.
Diomande selbst spielte eine überragende erste Bundesliga-Saison. In 33 Ligaspielen erzielte der ivorische Nationalspieler zwölf Tore und bereitete neun weitere Treffer vor. Lediglich eine Partie verpasste er wegen einer Länderspielabstellung. Aktuell steht er mit der Elfenbeinküste bei der Weltmeisterschaft im Kader und überzeugte bereits im ersten Gruppenspiel gegen Ecuador. Am Samstag trifft der Rechtsfuß dann auf die deutsche Nationalmannschaft, womit noch einmal ein besonderes Schaufenster auf ihn wartet.

