Als feststehender Gruppensieger traf das DFB-Team auf Ecuador und musste sich einem höchst leidenschaftlich ums Weiterkommen kämpfenden Gegner mit 1:2 geschlagen geben.
Die Südamerikaner brachten sich selbst um eine bessere Ausgangslage, nachdem sie trotz drückender Überlegenheit nicht über ein torloses Remis gegen Curacao hinaus kamen. Zuvor besaßen sie lange Zeit die besseren Chancen gegen die Elfenbeinküste, verloren aber durch ein spätes Tor mit 0:1. Das DFB-Team dagegen bezwang beide Gegner, feierte gegen die Ivorer einen Last-Minute-Sieg nach Rückstand und ging sorgenfrei in die Begegnung.
Angulo kontert Sané-Blitztor
Nicht einmal 120 Sekunden dauerte es, ehe Deutschland schon wieder in Führung lag. Nach Zuspiel von Florian Wirtz vollendete Leroy Sané per Flachschuss ins linke Eck zum 0:1. Die Entstehung des Treffers sorgte allerdings für Diskussionen, da Aleksandar Pavalovic seinen Gegenspieler Pedro Vita mit dem hohem Bein leicht im Gesicht erwischte. Schiedsrichterin Tory Penso deutete auch nach Rücksprache mit dem VAR zum Mittelkreis.
Ecuador zeigte sich unbeeindruckt vom frühen Rückstand, lief hoch an und erzielte Ballgewinne. So auch in der neunten Minute, als Vite von einem Stockfehler des im bisherigen Turnierverlauf herausragenden Felix Nmecha profitierte und auf Nilson Angulo weiterleitete. Dieser besaß reichlich Freiraum und erzielte aus rund 20 Metern den Ausgleich. Anschließend hatte La Tri Oberwasser und setzte sich in der gegnerischen Hälfte fest. Klare Möglichkeiten ergaben sich jedoch nicht.
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Auf der Gegenseite wiederum köpfte Kai Havertz infolge einer Flanke von David Raum, der den leicht angeschlagenen Nathaniel Brown ersetzte, in die Arme von Hernan Galindez (25.). Ansonsten musste sich der Keeper keinen weiteren Prüfungen stellen. Der vierfache Weltmeister tat sich schwer mit der sehr körperbetonten Spielweise des Gegners, gewann zum Ende des ersten Abschnitts aber zumindest wieder etwas Kontrolle über das Geschehen.
DFB-Team rotiert, Ecuador trifft
Der zweite Durchgang begann für DFB-Team ebenfalls prächtig. Nmecha bediente Havertz, der von Joel Ordonez kurz vor dem Torabschluss zu Fall gebracht wurde. Penso entschied daraufhin auf Elfmeter, korrigierte sich aber nach Anblick der Bilder, da Sané im Vorfeld Vite foulte. Ansonsten tat sich weiter wenig im ecuadorianischen Strafraum. Den nächsten nennenswerten Versuch gab es erst in Minute 62, als Enner Valencia Neuer aus der Distanz prüfte.
Trainer Julian Nagelsmann hatte inzwischen bereits vier Wechsel vorgenommen, schonte unter anderem Kimmich, Havertz und Nmecha für die K.o-Runde und stellte auf eine Dreierkette um. Seine Mannschaft brachte sich in der 73. Minute durch ein Missverständnis zwischen Jonathan Tah und Manuel Neuer selbst in Bedrängnis. Die scharfe Hereingabe von Moises Caicedo grätschte Gonzalo Plata über das Tor.

Auf der Gegenseite trat Sané durch eine Einzelleistung in Erscheinung, beförderte das Spielgerät aber in die Arme von Galindez. Das 2:1 erzielte letztlich das wesentliche aktivere, auch von den deutschen Wechseln profitierende Ecuador. Eine Vite-Ecke verlängerte Kevin Rodríguez in Richtung Tor, wo Plata vor Neuer an den Ball kam und einnetzte (78.). Anschließend rannte das DFB-Team an, fand aber kaum Lösungen. Die beste Ausgleichschance hatte Deniz Undav, der aus halblinker Position das Außennetz traf. Somit blieb es beim 2:1, das Ecuador den nicht mehr für möglich gehaltenen Sprung ins Sechzehntelfinale brachte.
Ecuador – Deutschland 2:1 (1:1)
Ecuador: Galindez,-Franco (64. Preciado), Ordonez, Pacho, Hincapié (71. Estupinan),-M. Caicedo, Vite,-Yeboah (85. Torres), Plata, Angulo (85. J. Caicedo),-Valencia (65. Rodríguez)
Deutschland: Neuer,-Kimmich (60. Thiaw), Tah, Rüdiger, Raum,-Nmecha (64. Beier), Pavlovic (46. Stiller),-Sané, Musiala, Wirtz (73. Groß),-Havertz (60. Undav)
Tore: 0:1 Sané (2.), 1:1 Angulo (9.), 2:1 Plata (78.)
Foto: Getty Images

