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90PLUS » Sieg zu keiner Zeit gefährdet: Starkes Spanien schlägt harmloses Österreich und steht im Achtelfinale
WM 2026

Sieg zu keiner Zeit gefährdet: Starkes Spanien schlägt harmloses Österreich und steht im Achtelfinale

Cedric Greh
02.07.26, 23:02
Cedric Greh
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Spanien
Foto: Getty Images

Meistert Europameister und WM-Titelfavorit Spanien die Hürde Österreich zum Auftakt in der K.O.-Runde? Eine einfache Aufgabe dürfte im Sechzehntelfinale nicht auf die Furia Roja warten, so viel stand fest. Die Ösis hatten sich zwar erst durch den Last-Minute-Treffer von Sasa Kalajdzic gegen Algerien für die K.O.-Phase qualifiziert, hatten aber durchaus das Potential zum Stolperstein zu werden. Vor allem, da die Spanier trotz sieben Punkten aus der Gruppenphase weiterhin auf der Suche nach ihrer Topform waren.

Im SoFi-Stadium von Los Angeles rotierte Spanien-Coach Luis de la Fuente auf insgesamt zwei Positionen. Marcos Llorente und Mikel Merino mussten aus der Startformation weichen, dafür starteten Pedro Porro und Ex-Leipzig-Star Dani Olmo. Auch Österreich setzte auf reichlich aktuelle und ehemalige Bundesliga-Power, bis auf Torwart Alexander Schlager wies jeder Akteur in der Startelf von Ralf Rangnick Erfahrung im deutschen Oberhaus auf.

Spanien ging als klarer Favorit in die Partie und meldete sich nach nicht einmal sechzig gespielten Sekunden vor dem gegnerischen Tor an. Superstar Lamine Yamal durfte frei bis vor den Sechzehner marschieren, sein zentraler Abschluss stellte Schlager allerdings vor keine großen Probleme. Im Anschluss übernahm die Furia Roja zwar die Kontrolle über das Spiel und verzeichnete mehr Ballbesitz. Richtig gefährlich wurde es aber zunächst noch nicht, Österreich stand gestaffelt und lauerte auf Umschaltmomente.

Es dauerte gut eine halbe Stunde, bis der Europameister so richtig auf Betriebstemperatur kam. Das vermeintliche 1:0 durch Marc Cucurella nach einer Ecke wurde aufgrund eines Foulspiels von Pau Cubarsi an Schlager noch zurückgenommen (29.), wenig später parierte der Ösi- Keeper stark gegen einen verdeckten Flachschuss von Mikel Oyarzabal (33.).

Oyarzabal veredelt Spaniens Druckphase

Spanien erhöhte den Druck und belohnte sich wenig später dafür. Cucurella hatte auf dem linken Flügel deutlich zu viel Platz und bediente den eingelaufenen Oyarzabal, der sich in den Rücken der Abwehr gestohlen hatte. Der Goalgetter schob locker zum 1:0 ein, die Führung war verdient (36.).

Mikel Oyarzabal
Foto: Getty Images

Der Favorit hatte jetzt Blut geleckt und wollte noch vor der Halbzeit für klare Verhältnisse sorgen. Die beste Chance bot sich Alex Baena, dessen Freistoß gerade noch so von Schlager an die Latte gelenkt wurde (45+2.). Auch beim Nachschuss von Yamal war der beste Mann der Ösis auf dem Posten.

Zur Halbzeit reagierte Rangnick mit einem Doppelwechsel. Florian Grillitsch und Carney Chukwuemeka ersetzten Nicolas Seiwald und Xaver Schlager. An der Dominanz der Spanier änderte das jedoch zunächst nichts. Die Rotation im Mittelfeld der Österreicher verursachte teilweise große Lücken, die Oyarzabal (48.). und Rodri (53.) aber nicht nutzen konnten. Offensiv kam von Rangnicks Team weiter viel zu wenig. Nach 55 Minuten wies Österreich einen Expected-Goals-Wert von 0,03 auf. Deren erste gefährliche Aktion gehörte Sasa Kalajdzic, sein Kopfball ging allerdings knapp über die Latte (60.).

Spanien sorgt im zweiten Durchgang für klare Verhältnisse

Das reichte jedoch nicht, um das Momentum kippen zu lassen. Spanien ließ weiterhin den Ball gut laufen und kreierte viele Räume. Wenig später durfte Baena unbedrängt von links flanken und fand den eingelaufenen Pedro Porro. Der aufgerückte Rechtsverteidiger köpfte aus vollem Lauf zum 2:0 ein, Spanien sorgte für klare Verhältnisse (66.)

Die Iberer saßen spätestens jetzt komfortabel im Fahrersitz, zumal sie im gesamten Turnierverlauf noch kein Gegentor kassiert hatten. Österreich wurde etwas offensiver und verzeichnete durch Chukwuemeka einen weiteren Abschluss, Unai Simon im spanischen Tor musste aber weiterhin nicht eingreifen. Stattdessen bot sich dem auffälligen Yamal die große Chance aufs 3:0, Kapitän Alaba rettete auf der Linie (85.). Aber auch der Ex-Münchner war wenige Minuten später machtlos, als eine erneute Co-Produktion von Cucurella und Oyarzabal zum dritten Tor führte (89.).

Am Ende wurde Spanien seiner Favoritenrolle gerecht und zieht ungefährdet ins Achtelfinale ein. Dort trifft die Furia Roja auf den Sieger zwischen Portugal und Kroatien, so oder so wartet auf die Fans ein echter europäischer Kracher in der Runde der letzten 16 Teams. Für Österreich endet die WM bereits im ersten K.O.-Spiel, für das Team von Ralf Rangnick war der iberische Titelaspirant am Donnerstagabend schlicht eine Nummer zu groß.

 

 

 

 

 

THEMENLamine YamalMikel OyarzabalÖsterreichPedro PorroSpanien
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