Nach der WM ist vor der EM. Für den DFB stehen vor allem wichtige Personalentscheidungen an – auf der Trainerposition, aber auch den Posten des DFB-Sportdirektors betreffend. Wie geht es dort mit Rudi Völler weiter?
Nach dem blamablen Auftritt der deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay und dem damit verbundenen Rücktritt des Bundestrainers Julian Nagelsmann will sich der DFB neu aufstellen. Als Nagelsmann-Nachfolge ist Jürgen Klopp so gut wie sicher, DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig wird seinen Vertrag indes nicht verlängern und beim Fußballbund ausscheiden.
Stellt sich die weitere Frage: Was passiert mit dem DFB-Sportdirektor Rudi Völler? Der 66-Jährige war im Februar 2023 in die Funktion des Sportdirektors gerückt, nach der vermeintlichen Aufbruchsstimmung rund um die Heim-EM 2024 erfolgte nun der große Rückschlag. Dennoch scheint der designierte Bundestrainer Klopp auf Völler bauen zu wollen.
DFB und Klopp wollen Völler halten
Wie es in einem Artikel der BILD-Zeitung nun heißt, soll Jürgen Klopp bereits mit Völler telefoniert haben – und dem Weltmeister von 1990 signalisiert haben, mit ihm planen zu wollen.
Der hatte selbst beim DFB-Gipfel am vergangenen Donnerstag in Frankfurt angekündigt, sich Gedanken machen zu wollen – trotz seines bis 2028 laufenden Vertrags. Nun könnten die Zeichen dennoch auf eine Weiterbeschäftigung von Völler beim DFB stehen.
Bereits im Vorfeld hatte Klopp betont, wie wichtig es sei, auf allen Positionen eine umfangreiche Analyse durchzuführen. Auf dessen Basis soll die deutsche Nationalmannschaft wieder zurück in die Erfolgsspur gebracht werden. „Wichtige Gespräche werden geführt, weil auch die Position des Nationaltrainers die Probleme des deutschen Fußballs nicht verändern oder lösen wird. Und dementsprechend geht das jetzt los“, sagte der 59-Jährige zuletzt.

Scheinbar hat Klopp, obwohl seine neue Trainerrolle noch nicht offiziell bestätigt wurde, mit diesen bereits angefangen. Das große Ziel ist derweil, auf eine erfolgreiche Europameisterschaft 2028 in England, Schottland, Wales und der Republik Irland hinzuarbeiten. Danach wäre ohnehin Schluss für Völler, das hatte der Sportdirektor bereits im Vorfeld klargemacht.

