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90PLUS » Balogun-Debatte: Zoff zwischen FIFA und UEFA geht in die nächste Runde
WM 2026

Balogun-Debatte: Zoff zwischen FIFA und UEFA geht in die nächste Runde

Till Gabriel
07.07.26, 20:23
Till Gabriel
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FIFA
Foto: Getty Images

Die USA sind aus der Heim-WM ausgeschieden. Doch auch nach dem Aus der US-Boys muss sich die FIFA weiter erklären.

Nachdem der Weltverband die Sperre für Top-Stürmer Folarin Balogun offenbar auf Anraten von US-Präsident Donald Trump kurz vor dem Achtelfinale ausgesetzt hatte, kritisierte auch die UEFA die FIFA deutlich. Die Integrität des Spiels sei in Gefahr, betonte der europäische Dachverband in einem ungewöhnlich deutlichen Statement.

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Inzwischen hat die FIFA ihrerseits auf die Kritik aus Europa reagiert und der UEFA Heuchelei vorgeworfen. „Die Überprüfung der rechtlichen Konsequenzen von roten Karten im Fußball ist im modernen Fußball nichts Neues. So ist beispielsweise in den meisten Spitzenligen der der UEFA angeschlossenen Mitgliedsverbände die Aufhebung von roten Karten eine gängige Disziplinarmaßnahme, doch hat dies nie Bedenken hinsichtlich der Überschreitung einer ‚roten Linie‘ hervorgerufen“, konterte der Weltverband.

FIFA kontert UEFA: „Erfüllen die Unabhängigkeitskriterien“

Und weiter: „Es sollte noch einmal betont werden, dass in der zur Debatte stehenden Entscheidung die rote Karte nicht aufgehoben wurde. Die Aussetzung der Auswirkungen einer roten Karte auf der Grundlage einer ausdrücklichen Bestimmung der geltenden Vorschriften ist eine weitaus ausgewogenere Maßnahme.“

Auf den Einfluss Trumps wurde in der Stellungnahme, die aus der Feder von Mohammad Al Kamali (Vorsitzender der FIFA-Disziplinarkommission) stammt, nicht eingegangen. „Die Vorsitzenden, stellvertretenden Vorsitzenden und sonstigen Mitglieder der FIFA-Rechtsgremien erfüllen die in den FIFA-Governance-Regeln festgelegten Unabhängigkeitskriterien, um ihre Unparteilichkeit zu gewährleisten“, heißt es im Statement.

Folarin Balogun
Foto: Getty Images

Trump hatte selbst bestätigt, das Telefonat mit FIFA-Boss Gianni Infantino gesucht zu haben, um eine erneute Überprüfung der Sperre anzuregen. Balogun hatte nach einem unabsichtlichen, aber brutalen Tritt gegen Bosnien und Herzegowina im Sechzehntelfinale die rote Karte gesehen. Die überraschende Entscheidung, sogar die obligatorische Mindestsperre von einem Spiel unter politischem Einfluss auf Bewährung auszusetzen, hat in der Fußball-Welt für Bestürzung gesorgt.

Sportlich konnte Balogun seiner Mannschaft im WM-Achtelfinale gegen Belgien jedoch nicht entscheidend weiterhelfen. Beim 1:4 gegen die Roten Teufel zeigten die US-Boys ihre schwächste Leistung des Turniers und schieden verdient aus.

THEMENFIFAFolarin BalogunUEFAUSA
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