Bochums Cheftrainer Uwe Rösler hat zum Trainingsauftakt am Ruhrstadion öffentlich zwei konkrete Kaderlücken benannt und damit den Druck auf die sportlich Verantwortlichen vor Transferschluss erhöht. Sieben Neuzugänge sind laut BILD bereits verpflichtet, dennoch fordert der 57-Jährige weitere Verstärkungen – vorrangig einen zusätzlichen Innenverteidiger sowie einen Flügelspieler.
Vier Verletzte, zwei Freigestellte
Zum Trainingsauftakt fehlten mit Maxi Wittek, Mikkel Rakneberg, Mats Pannewig und Gerrit Holtmann vier verletzte Profis, die laut BILD aber fest für die kommende Saison eingeplant sind. Anders die Lage bei Mathis Clairicia und Ibrahim Sissoko: Die beiden Offensivspieler wurden für Verhandlungen in Frankreich freigestellt, der Klub hofft, sie zeitnah endgültig von der Gehaltsliste zu bekommen.
Rösler will aufbauen, nicht abgeben
Zum Trainingsstart sagte Rösler: „Das Transferfenster hat noch gar nicht richtig Fahrt aufgenommen. Deshalb bin ich auch so glücklich, dass wir schon sieben Spieler haben.“ Zur Abgangsseite fügte er hinzu: „Wir wissen, was wir noch machen wollen. Das hängt aber auch davon ab, wer noch geht. Ich möchte keine Spieler mehr verlieren, die heute trainiert haben. Ich möchte aufbauen und nicht noch mehr abgeben.“

Abwehr-Boss und Flügelspieler haben Priorität
Mit Philipp Strompf, Michael Steinwender und Yigit Karademir stehen Rösler aktuell nur drei Innenverteidiger zur Verfügung. Kommt ein weiterer dazu, ist laut BILD eine Vertragsverlängerung mit Noah Loosli vom Tisch. Zusätzlich sucht der VfL einen weiteren Flügelspieler, da Holtmann immer wieder ausfällt und nur unregelmäßig zur Verfügung steht. Im zentralen Mittelfeld hält der Klub die Augen offen, solange Pannewig nach seiner Verletzungspause noch nicht bei 100 Prozent ist.
Kontext: Ouro-Tagba als Bonuskraft
Wie der feste Wechsel von Mansour Ouro-Tagba zeigt, hat Bochum seine Offensive zuletzt bereits verstärkt – laut kicker jedoch ohne Auswirkung auf die noch gesuchten Positionen, da Rösler den Angreifer eher im Angriffszentrum sieht.
Ausblick
Bis zum Ende des Sommer-Transferfensters bleiben Bochum noch gut zwei Wochen, um die offene Abwehr- und Flügelposition zu besetzen. Wie sich der Kader ohne die gewünschten Verstärkungen im Ligaalltag schlägt, zeigte sich zuletzt bereits bei der Partie gegen Braunschweig.

