Borussia Dortmund hat den nächsten Neuzugang präsentiert: Joey Veerman wechselt mit sofortiger Wirkung von der PSV Eindhoven zum deutschen Vizemeister. Der 27-jährige Niederländer unterschreibt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2031 und läuft künftig mit der Rückennummer 25 auf.
Ausstiegsklausel öffnet die Tür
Der BVB nutzte nach übereinstimmenden Medienberichten eine feste Klausel im Vertrag des Mittelfeldspielers, der in Eindhoven eigentlich noch bis 2028 gebunden war. Sky beziffert die fällige Summe auf 21,5 Millionen Euro, andere Berichte sprechen von rund 22 Millionen. Offiziell bestätigt haben die Dortmunder die Ablöse nicht – wie üblich schweigt der Klub zu Transfersummen.
Vorausgegangen war ein ungewöhnlich öffentliches Werben. Veerman selbst hatte nach dem jüngsten PSV-Spiel bei ESPN durchblicken lassen, dass er einem Wechsel offen gegenübersteht, und die Dortmunder zur Eile gemahnt. Der Medizincheck folgte am Montag, der Vollzug einen Tag später.
Kreativer Aufbauspieler für ein umgebautes Zentrum
Sportdirektor Ole Book, seit März 2026 im Amt, hebt in der Vereinsmitteilung Kreativität, Technik und Übersicht des Neuzugangs hervor und verweist auf dessen Konstanz bei der PSV und in der Nationalelf. Geschäftsführer Sport Lars Ricken begründet den Transfer mit dem bewussten Fokus auf das Mittelfeldzentrum: Mit Pascal Groß und Salih Özcan verließen seit Jahresbeginn zwei Spieler diese Zone, Emre Can ist nach seiner Rückkehr in der Innenverteidigung eingeplant.
Veerman gilt damit als Antwort auf eine der auffälligsten Dortmunder Baustellen der vergangenen Saison: den Spielaufbau aus der Tiefe. Nach Sky-Informationen war der Niederländer der Wunschspieler von Trainer Niko Kovac für die Position. Er selbst sagte zum Wechsel, Dortmund sei ein großer Verein in Europa
, auf den er stolz sei.
Sportlich bringt der 27-Jährige eine gefüllte Vita mit: 198 Pflichtspiele und 31 Tore für die PSV, dazu drei niederländische Meisterschaften (2024, 2025, 2026), zwei Pokalsiege und drei Supercup-Erfolge. International steht er bei 16 A-Länderspielen und einem Tor für die Niederlande. Zuvor spielte er für den FC Volendam, wo er 2016 sein Profidebüt gab, und für den SC Heerenveen.
Zweiter Zugang binnen 24 Stunden
Veerman ist bereits der zweite Neuzugang innerhalb eines Tages. Am Montag hatte der BVB Giannis Konstantelias von PAOK Saloniki verpflichtet, ebenfalls mit Vertrag bis 2031. Zuvor war schon Konstantinos Karetsas vom KRC Genk gekommen. Nachdem der Poker um Saïd El Mala vom 1. FC Köln geplatzt war, verteilte Dortmund das eingeplante Budget auf mehrere Positionen – auch, um die Abgänge von Julian Brandt und Karim Adeyemi aufzufangen.
Debüt im Supercup gegen Bayern?
Viel Zeit zur Eingewöhnung bleibt nicht. Am Samstag, den 22. August, empfängt der BVB um 20:30 Uhr den FC Bayern im Signal Iduna Park zum Franz-Beckenbauer-Supercup – der erste Titel der Saison, live bei Sat.1 und Sky. Sechs Tage später startet die Bundesliga. Ob Veerman direkt in der Startelf steht, dürfte eine der spannendsten Fragen der Dortmunder Vorbereitungswoche werden.

