Manchester United hat dem Werben von Galatasaray um Bruno Fernandes eine deutliche Absage erteilt. Wie Sky Sports am Montag berichtete, ist der Kapitän der Red Devils zu keinem Preis zu haben – ungeachtet des Interesses aus Istanbul.
Zuvor hatte der Telegraph vermeldet, dass der türkische Meister bereit sei, rund 50 Millionen Euro (42,7 Millionen Pfund) inklusive Bonuszahlungen zu zahlen und dem 31-Jährigen sein Gehalt zu verdoppeln. Fernandes verdient in Manchester derzeit etwa 250.000 Pfund pro Woche.
Istanbul lockt mit dem doppelten Gehalt
Galatasaray ist amtierender Meister der Süper Lig und mit 26 Titeln türkischer Rekordmeister. Der Klub sucht in diesem Sommer offensiv nach einem Namen für die Schlagzeilen – und hat sich dafür ausgerechnet den Spielführer des englischen Rekordmeisters ausgesucht. Laut The Independent will United Offerten für Fernandes jedoch unabhängig von der Höhe der Ablöse zurückweisen.
Vertrag bis 2027 – Ausstiegsklausel abgelaufen
Der Portugiese steht laut Transfermarkt noch bis zum 30. Juni 2027 unter Vertrag, dazu hält United eine Option auf ein weiteres Jahr. Eine Ausstiegsklausel in Höhe von 57 Millionen Pfund, die ausländischen Klubs den Zugriff ermöglicht hätte, ist nach Angaben von Sky Sports inzwischen verfallen. Über eine Verlängerung wird laut Telegraph bereits mit dem Umfeld des Spielers gesprochen.
Rekordsaison mit 21 Vorlagen
Die Argumente gegen einen Verkauf liefert die vergangene Spielzeit. Fernandes bereitete in der Premier League 2025/26 21 Treffer vor und stellte damit einen neuen Saisonrekord in der Liga auf. Anschließend wurde der offensive Mittelfeldspieler zum Premier League Player of the Year gewählt.
Sky-Sports-Reporter James Savundra ordnete den Fall in der Sendung „The Transfer Show“ so ein, dass ein Abschied in diesem Fenster unwahrscheinlich sei – vor zwölf Monaten habe die Sache dagegen noch bei 50:50 gelegen. Fernandes sei ein zentraler Bestandteil der Pläne von Michael Carrick. Der frühere United-Profi hat den Cheftrainerposten am 22. Mai 2026 übernommen und besitzt laut Transfermarkt einen Vertrag bis 2028.
Nicht der erste Anlauf auf den Kapitän
Neu ist die Debatte nicht. Im Sommer 2025 signalisierte United dem Portugiesen, dass er ein lukratives Angebot von Al Hilal annehmen dürfe; der saudische Klub war Sky Sports zufolge bereit, 100 Millionen Pfund Ablöse zu überweisen. Fernandes selbst erklärte im Dezember, ihn habe diese Haltung des Vereins verletzt. Seither ist die Linie der Klubführung eine andere: Der Kapitän gilt als unverzichtbar für das sportliche Projekt.
Fernandes spielt laut Transfermarkt seit dem 29. Januar 2020 für Manchester United. Für Portugal bestritt er bislang 94 Länderspiele und erzielte 29 Tore, sein Marktwert wird bei Transfermarkt aktuell mit 35 Millionen Euro geführt.
Warum die Verlängerung drängt
Savundra verwies bei Sky Sports zugleich auf den Zeitdruck: Zieht United die Option auf ein weiteres Jahr nicht, könnte Fernandes bereits im Januar mit ausländischen Klubs über einen ablösefreien Wechsel verhandeln. Genau deshalb gilt eine Vertragsverlängerung in Manchester als Formsache, die zeitnah abgewickelt werden soll.
Sportlich hat sich die Lage im Zentrum zuletzt entspannt. Sky-Sports-Reporter Danyal Khan hob nach der Vorbereitung Bryan Mbeumo und Amad Diallo hervor, die deutlich frischer auftraten als am Ende der vergangenen Saison. Zudem präsentierte sich Joshua Zirkzee stark – der Niederländer könnte in seiner dritten Saison bei United als Alternative für die Zehnerposition und damit als Entlastung für Fernandes infrage kommen.

