90PLUS - Aktuelle Fußball News90PLUS - Aktuelle Fußball News90PLUS - Aktuelle Fußball News
  • Fußball News
  • Transfer News
  • Bundesliga
  • Premier League
  • Sportwetten
    • Wetten ohne LUGAS
    • Wetten ohne OASIS
    • Neue Wettanbieter
    • Wetten ohne Steuer
  • Guides
90PLUS - Aktuelle Fußball News90PLUS - Aktuelle Fußball News
  • Sportwetten
    • Wetten ohne LUGAS
    • Wetten ohne OASIS
    • Neue Wettanbieter
    • Wetten ohne Steuer
  • Transfer News
  • Bundesliga
  • Premier League
90PLUS » Zoma nicht verkauft, Klose nicht entlassen: Nürnbergs zwei besten Entscheidungen des Jahres
2. Bundesliga

Zoma nicht verkauft, Klose nicht entlassen: Nürnbergs zwei besten Entscheidungen des Jahres

90PLUS Redaktion
14.09.26, 12:32
90PLUS Redaktion
TEILEN
Kommentare
Miroslav Klose
Foto: Getty Images

Es gibt eine Halbzeitansprache, die den Saisonstart des 1. FC Nürnberg besser erklärt als jede Tabelle. Am Freitagabend stand es zur Pause 1:1 gegen Hannover 96, und Miroslav Klose hatte 45 Minuten gesehen, die ihm nicht gefielen: zu wenig Aggressivität in den Zweikämpfen, zu viele falsche Entscheidungen. Er sagte das seiner Mannschaft. Er änderte keine Taktik, kein System, keine Aufstellung. Nach der Pause spielte Nürnberg, so Klose danach, „die beste Halbzeit, seitdem ich hier bin“. 2:1, 13 Punkte aus fünf Spielen, Tabellenplatz zwei. Nur Hertha BSC, mit fünf Siegen aus fünf, steht noch davor.

Der beste Start seit 26 Jahren

Die Zahlen sind schnell aufgezählt: vier Siege, ein Unentschieden, 15 Tore – so viele wie kein anderes Zweitliga-Team außer Hertha. Es ist der beste Nürnberger Saisonstart seit 26 Jahren, in einer Liga, in der der Club seit dem Abstieg 2019 mehr Trainer als Aufstiegschancen verbraucht hat. Vor 41.202 Zuschauern gegen Hannover war der Rahmen der eines Erstligisten. Die Frage, ob der Inhalt es auch ist, hat der BR in einer Analyse mit drei Antworten versucht. Sie lassen sich prüfen.

Erstens: Nürnberg wartet nicht mehr

Die auffälligste Veränderung ist die Haltung. Der Club der vergangenen Jahre war ein Team, das auf Fehler des Gegners lauerte. Der Club dieser Saison will den Ball. Julian Justvan, Torschütze zum 1:0 gegen Hannover nach fünf Minuten, formulierte es so: „Unser Spiel ist deutlich dominanter geworden. Wir wollen Ballbesitz. Wir sind variabler geworden.“ Der BR beschreibt eine Mannschaft, die nach Ballverlusten schnell wieder zugreift und je nach Situation zwischen Umschaltspiel und Ballbesitz wechselt – schwerer auszurechnen als in der Vorsaison, nicht mehr auf ein einziges Muster festgelegt.

Man kann das als Trainerfloskel lesen. Das Hannover-Spiel gibt es aber her: Eine schwache erste Halbzeit, dann mehr Zweikämpfe, mehr Kontrolle, ein Siegtor von Mohamed Ali Zoma in der 65. Minute – und ein Gegner, der laut dpa „die schwächere Mannschaft“ war und dessen Trainer seither vor der Entlassung steht.

Zweitens: Zoma – und die Entscheidung, ihn zu behalten

Fünf Tore in fünf Spielen. Zoma, 22, ist der Spieler, der enge Partien entscheidet, und er ist der Spieler, den Nürnberg im Sommer hätte verkaufen können. Angebote lagen vor, die Ablöse hätte im Millionenbereich gelegen, ein Zweitligist mit den Finanzen des Clubs sagt dazu normalerweise nicht Nein. Nürnberg sagte Nein. Es war, so der BR, das Signal, dass der Verein in dieser Saison mehr will als Klassenerhalt und Transferplus.

Der Effekt geht über die Tore hinaus. Zoma bindet Gegenspieler, öffnet Räume für Justvan und die Außen, und er gibt einer Mannschaft, die lange keinen hatte, einen Unterschiedsspieler. Dass er beim 2:1 gegen Hannover in der kicker-Einzelkritik „der Beste“ war, während Hannover vier Fünfen kassierte, ist das Bild dieses Herbstes.

Drittens: Klose im dritten Jahr

Miroslav Klose ist in seiner dritten Saison beim Club – für Nürnberger Verhältnisse eine Ewigkeit. Der BR beschreibt einen Trainer, der die Mannschaft inzwischen genau kennt und weiß, „an welchen Stellschrauben er drehen muss“. Die Hannover-Halbzeit ist das Beispiel: keine Umstellung, sondern eine Ansprache, und eine Mannschaft, die sie umsetzt. Das ist Vertrauen, das man nicht in einem Sommer aufbaut.

Dazu kommt, was von außen schwer zu messen ist: Der Kader wirkt als Einheit. Als Ioannis Masouras gegen Hannover kurzfristig fehlte, jubelte die Mannschaft mit seinem Trikot. Kleine Geste, großer Hinweis.

Was fehlt

Klose hält den Ball flach, und er hat Gründe. Sein ausgegebenes Ziel lautet: bis zur Winterpause in der Spitzengruppe bleiben – nicht mehr. Die 2. Bundesliga ist eng, Hertha hat zwei Punkte Vorsprung und einen Joker, der in vier Spielen viermal traf. Nürnberg hat gegen Hannover eine Halbzeit lang schlecht gespielt, und die Mannschaft, die es dreht, ist dieselbe, die es zulässt. Fünf Spieltage sind ein Trend, kein Beweis.

Aber es ist ein Trend mit Substanz: eine Idee, ein Stürmer, ein Trainer, der bleiben durfte. Drei Dinge, die Nürnberg in den vergangenen Jahren selten gleichzeitig hatte. Am kommenden Wochenende geht es in Bochum weiter, dann in die Länderspielpause. Hertha vorne, der Club dahinter – es ist ein Bild, das die Liga aus dem Herbst 2026 vielleicht noch länger sehen wird.

Teile diese News
Facebook Email Copy Link Print

Newsticker

21:57
Sandro Wagner für Hannover ? Titz ist weg, Barlemann übernimmt: Hannover hat entschieden – nur noch nicht alles
19:15
Klopps XXL-Kader: Der erste Test, ob „neu“ beim DFB mehr bedeutet als ein neuer Name auf der Bank
17:43
Zehn Fragen an Laporta – fünf Tage vor der Abrechnung
17:28
Krattenmacher trifft schon wieder: Elversbergs Joker zerlegt die Statistiken
15:38
Drei Kandidaten, drei Erzählungen, ein Ballon d’Or
90PLUS Logo 90PLUS Logo
  • Über 90PLUS
  • Impressum
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
Copyright 2026
90PLUS Logo 90PLUS Logo
Welcome Back!

Sign in to your account

Username or Email Address
Password

Lost your password?