Leidenschaftliches Heidenheim beendet Werder-Lauf!

Werder Bremen stolperte beim 1. FC Heidenheim.
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News | Heimstärke trifft auf Auswärtsstärke hieß es am Samstagabend in der 2. Bundesliga, wo der 1. FC Heidenheims einen Ruf im Duell mit Werder Bremen bestätigte und mit 2:1 gewann.

Werder mit den besseren Chancen, aber Heidenheim trifft

Neun Siege und ein Remis sammelten die Gäste bislang seit der Amtsübernahme von Ole Werner ein. Damit avancierten sie zum Aufstiegsfavoriten Nummer eins, doch in der Voith-Arena wären sie nach rund 80 Sekunden fast ins Hintertreffen geraten. Tobias Mohr scheiterte aus halblinker Position am hervorragend reagierenden Jiri Pavlenka. Auf der Gegenseite parierte Kevin Müller einen harmlosen Versuch von Marvin Ducksch (8.).

Die sehr couragiert beginnenden Kicker von der Ostalb probierten es immer wieder mit Flanken. Eine Ecke verlängerte Jan Schöppner auf den zweiten Pfosten, wo Christian Kühlwetter in der zehnten Minute knapp verpasste. Der eigene Schlussmann stand nach einer Viertelstunde wieder im Blickpunkt, als er einen scharfen Abschluss von Mitchell Weiser zur Seite ablenkte. 120 Sekunden später wäre Müller allerdings geschlagen gewesen, nachdem der von Niclas Füllkrug freigespielte Leonardo Bittencourt den Innenpfosten traf.

 

Mittlerweile hatte sich Werder Bremen ein Übergewicht erarbeitet. Auch die nächste Möglichkeit initiierte Füllkrug, indem er Weiser bediente, dessen Versuch aufs kurze Eck Müller mit dem Fuß blockte (24.). Heidenheim machte sich drei Zeigerumdrehungen darauf durch Stefan Schimmer wieder bemerkbar, der das Spielgerät aus 18 Metern knapp neben den Kasten setzte.

Als auffälligster Akteur der Hausherren erwies sich weiter Müller, der auch einen wuchtigen Kopfball von Füllkrug stark parierte (35.). Sein Gegenüber Pavlenka musste in der 39. Minute schließlich hinter sich greifen, da Kühlwetter den Ball aus 20 Metern äußerst gefühlvoll ins rechte obere Eck schlenzte – 1:0. Den Vorsprung nahmen die Gastgeber mit in die Halbzeit.

Heidenheim erhöht, muss aber bis zum Ende zittern

Müller knüpfte zu Beginn des zweiten Abschnitts an seinem bisherigen starken Auftritt an. Füllkrug probierte es von der Strafraumgrenze, Oliver Hüsing fälschte ab, doch der Keeper bekam erneut eine Hand an den Ball (47.). Die Bremer besaßen weiterhin Feldvorteile, doch es mangelte an spielerischen Lösungen. Mehr als Halbchancen, durch hoch in den Strafraum geschlagene Bälle, sprangen in dieser Phase nicht heraus.

Die beste Gelegenheit nach dem Seitenwechsel hatte aber Heidenheim, der von Kevin Sessa geschickte Schimmer auf dem Fuß, der frei auf Pavlenka zulief, aber im erneut toll reagierenden Tschechen seinen Meister fand (61.). Kurz darauf leistete sich Anthony Jung einen üblen Fehlpass im Spielaufbau, Kühlwetter schaltete blitzschnell, bediente den in den Sechzehner startenden Schimmer, der die Kugel zum 2:0 über die Linie grätschte.

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Nahezu direkt nach Wiederanpfiff fehlten Ducksch nur Zentimeter zum Anschlusstreffer. Ansonsten hielt sich das Werder-Aufbäumen jedoch in Grenzen. Der 1. FCH betrieb bis zur letzter Sekunde  hohen Aufwand, geriet aber nochmal in Gefahr. Busch grätschte den eingewechselten Woltemade mit offener Sohle voraus um und sah zurecht glatt Rot (87.). Den fälligen Freistoß hob Ducksch höchst sehenswert über die Mauer, für Müller bestand keine Abwehrchance – 2:1. Die fünfminütige Nachspielzeit brachte aber nichts mehr ein, sodass die Hausherren jubeln durften.

Das Resultat erhöht nochmals die Spannung in der ohnehin schon aufregenden 2. Bundesliga. Heidenheim reist am Freitag mit sechs Punkten Rückstand zum Zweitplatzierten FC St. Pauli, der genauso 48 Zähler besitzt wie Werder Bremen, das am Samstagabend den aktuellen Tabellenführer, Darmstadt 98, empfängt.

(Photo by Martin Rose/Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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