1. FC Köln: Baumgart sollte bloß nicht vom Weg abkommen

1. FC Köln: Steffen Baumgart soll seinen Weg weiter gehen
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Der 1. FC Köln hat das Heimspiel gegen den FC Augsburg verloren und damit den nächsten Rückschlag erlitten. Steffen Baumgart soll seinen Weg dennoch rigoros weitergehen. Ein Kommentar.

Köln: Baumgart will nichts von einer Krise hören

Die Saison des 1. FC Köln ist bislang eine Erfolgsgeschichte, wenn der Fußball aus der letzten Spielzeit zum Vergleich herangezogen wird. Steffen Baumgart hat dem Klub neues Leben eingehaucht und dem Effzeh einen deutlich attraktiveren Spielstil verpasst.



Dass dabei nach 15 Spieltagen allerdings erst vier Siege auf dem Konto stehen, wird oftmals vergessen. Seit dem 1. Oktober gewann der Klub lediglich zwei Partien: Ein Heimspiel gegen das überforderte Greuther Fürth (3:1) und den überragenden Derbysieg gegen Gladbach (4:1).

Der neue Trainer hat die Mannschaft, die sich erst in der Relegation den Klassenerhalt sicherte, stabilisiert. Erst vier Niederlagen kassierten die Rheinländer. Die vielen Unentschieden (sieben) sorgen dafür, dass überhaupt Kritik geäußert werden könnte. „So eine Diskussion führe ich nicht“, betonte der 49-Jährige nach der Augsburg-Pleite gegenüber DAZN auf die Frage, wie er seine Mannschaft aus dieser „Phase“ führen will. Es gebe immer „Statistiken, die nicht funktionieren“, teilte er mit. Seine klare Ansage: „Trotzdem sehe ich, was die Jungs leisten.“ (Zitate via kicker)

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Der Effzeh befindet sich auf einem guten Weg

Eine wichtiges Signal, denn manchmal wird vergessen, wie ernüchternd und schwach die Auftritte der Kölner in der vergangenen Saison waren. Dass es für die Rheinländer nicht ohne Rückschläge nur steil bergauf geht, ist vollkommen normal. Baumgart arbeitet nicht mit einem Kader, der sofort performen muss oder kann.

Dass Spieler wie Anthony Modeste, Mark Uth, Florian Kainz oder auch Salih Özcan überhaupt solche Leistungen, wie in dieser Saison, zeigen, ist schon ein riesiger Schritt. Der Effzeh ist ein Klub, der sich inmitten eines spielerischen Umbruchs befindet.

Der Verein hat in den letzten Jahren keine gute Arbeit geleistet und die schwachen Ergebnisse der letzten Jahre waren kein Zufall. Der 49-Jährige ist sich dieser Tatsache und der großen Herausforderung, die er angenommen hat, bewusst.

Es ist erfreulich, dass es in der Bundesliga noch Trainer gibt, die eine klare Idee verfolgen und den Mut besitzen, dieser auch treu zu bleiben, wenn es mal hakt. Der 49-Jährige gab an, dass sich seine Mannschaft auf einem guten Weg befinde. „Und das werde ich mir auch nicht nehmen lassen“, betonte Baumgart.

Dass Fußball im Endeffekt Ergebnissport ist, sei ihm auch bewusst, aber auch in dieser Hinsicht ist das Team vollkommen in der Spur. Mit Europa wird es zwar wohl nichts, aber eine sorgenfreie Saison mit spielerischer Überzeugung hätten die Effzeh-Fans im Sommer wohl sofort unterschrieben.

Baumgart und Köln sollten bloß nicht vom bisherigen Weg abkommen und im Falle weiterer Rückschläge auf defensiven Fußball umstellen. Das ist zum Glück unter diesem Trainer aber auch nicht vorstellbar.

(Photo by Joosep Martinson/Getty Images)

Damian Ozako

Als Kind von Tomas Rosicky verzaubert und von Nelson Haedo Valdez auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht worden. Geblieben ist die Leidenschaft für den (offensiven) Fußball. Seit 2018 bei 90PLUS.

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