2. Liga | Darmstadt 98 siegt in letzter Sekunde bei Dynamo Dresden

Darmstadt 98 gewann in letzter Sekunde bei Dynamo Dresden.
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News | Am Samstagabend duellierten sich in der 2. Bundesliga die ergebnistechnisch zuletzt schwächelnden Mannschaften von Dynamo Dresden und Darmstadt 98. Sie zeigten jeweils eine ansprechende Leistung, wobei die Gäste in der Nachspielzeit eiskalt zuschlugen und 1:0 gewannen.

Dresden und Darmstadt 98 starten temporeich

Angetrieben von etwa 10.000 Fans im Rudolf-Harbig-Stadion begannen die SGD sehr couragiert, setzte die Gäste sofort unter Druck. Dies führte nach nicht einmal 30 Sekunden zu einem Fehlpass von Torhüter Marcel Schuhen, Julius Kade zog daraufhin ab und verfehlte den Kasten nur knapp. In der Folge ergatterten aber die Hessen mehr Spielanteile. In der zehnten Minute setzte der in die Startelf zurückgekehrte Philipp Tietz zum Seitfallzieher an, den Tim Skarke mit dem Kopf in die Arme von Anton Mitryushkin weiterleitete.

Auf der anderen Seite lenkte Schuhen einen zentral getretenen Freistoß von Patrick Weihrauch an den Querbalken (16.). Nahezu im direkten Gegenzug prüfte Skarke aus halbrechter Position den aufmerksamen Mitryushkin. Infolge der vielversprechenden Anfangsphase nahm die Anzahl der Abschlüsse ab, doch die Intensität stimmte weiterhin.

Spielerisch überlegten zeigte sich Darmstadt 98, das öfter aussichtsreiche Situationen herstellte. Ein abgefälschter Schlenzer von Luca Pfeiffer landete auf dem Tornetz (29.). Mitryushkin musste allerdings nicht mehr eingreifen. Darüber hinaus fehlte Oliver Batista Meier in Minute 39 mit einem gefühlvollen Freistoß aus 20 Metern nur wenige Zentimeter zur Dresdener Führung.

Kurz vor der Pause forderten sie einen Elfmeter, nachdem Yannick Stark zu Fall kam, doch Patric Pfeiffer trennte ihn sauber vom Ball, was Schiedsrichter Florian Lechner direkt erkannte. Wenige Sekunden später pfiff er zur Pause.

 

 

Weiterhin Chancen hüben wie drüben

SVD-Trainer wechselte zum Start des zweiten Abschnitts sowohl in der Innenverteidigung als auch im linken Mittelfeld. Jannik Müller und Mathias Honsak ersetzten Thomas Isherwood sowie Emir Karic. Als Aktivposten erwies sich bislang Skarke, der daran anknüpfte, indem er nur 25 Sekunden nach Wiederanpfiff das kurze Eck anvisierte, doch Mitryushkin war zur Stelle. Die Gäste setzten anschließend nach und übernahmen das Kommando.

Die SGD schaffte kaum Entlastung, wurde aber nach einem von Batista Meier getretenen Freistoß aus dem Halbfeld gefährlich. Schuhen kratzte einen Kopfball von Kevin Ehlers von der Linie (58.). 180 Sekunden darauf fehlte abermals Skarke nicht viel zur Gästeführung, diesmal schoss er am langen Eck vorbei. Zum auffälligsten Darmstädter stieg neben ihm Schlussmann Schuhen auf, der einen Flachschuss von Kade hervorragend parierte (68.).

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Somit ging es immer noch torlos in die Schlussphase, trotz guter Gelegenheiten beider Teams. Die angesichts der tabellarischen Lage als Außenseiter geltende Dynamo Dresden zog sich weiterhin nicht zurück, während die Gäste in Minute 80 sogar noch offensiv wechselten. Abräumer Klaus Gjasula verließ das Spielfeld für Angreifer Aaron Seydel. Jener Seydel verlängerte sofort einen weit geschlagenen Ball mit dem Schädel in den Lauf von Tietz, dessen wuchtigen Schuss Mitryushkin zur Ecke lenkte.

Danach verfehlte der aufgerückte Kapitän Fabian Holland nur hauchdünn das lange Eck (82.). Darmstadt 98 hielt dem Druck aufrecht und rückte dem Sieg immer näher. Wieder versuchte es Holland, nach einem unsauber geklärten Freistoß, erwischte das Spielgerät nahezu ideal und traf die Latte. Dynamo Dresden wiederum wäre durch den haarscharf verziehenden Kade beinahe zum goldenen Tor gekommen.

Dies erzielte schließlich Honsak. Als sich in der Nachspielzeit schon alle Beteiligten auf eine Punkteteilung einstellte, grätschte er eine flache Hereingabe von Matthais Bader aus kurzer Distanz über die Linie – 0:1. Der SV Darmstadt 98 springt somit an die Tabellenspitze, wobei am morgigen Sonntag noch das Topspiel zwischen dem HSV und Werder Bremen steigt.

(Photo by Alex Grimm/Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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