3:1! Nürnberg schlägt Darmstadt und ist wieder mittendrin im Aufstiegsrennen

Nürnberg jubelt
Spieltag

Spielbericht | Im Samstagabendspiel des 29. Spieltags der 2. Bundesliga empfing der 1. FC Nürnberg den SV Darmstadt 98. In einer temporeichen Partie gewannen die Gastgeber mit 3:1 (1:0). Lukas Schleimer war der spielentscheidende Mann.

Seydel vergibt früh, Nürnberg tifft spät

Die Nürnberger stellten im Vergleich zum 1:3 vor einer Woche in Heidenheim auf drei Positionen um. Nikola Dovedan, Johannes Geis und Tom Krauß ersetzten Lukas Schleimer, Taylan Duman und Fabian Nürnberger. Das System wurde in ein 4-4-2 mit Raute umgestellt. Darmstadt tauschte nach ihrem 3:1 gegen Holstein Kiel nur einmal. Tim Skarke spielte anstelle von Mathias Honsak im offensiven Mittelfeld des 4-2-2-2 der Gäste. Die erste Großchance hatten die Gäste. Nach einem Standard legte Patric Pfeiffer per Kopf für Aaron Seydel auf, der fünf Meter vor dem Tor frei zum Abschluss, sein Versuch ging über das Tor (2.).



Auch danach blieb Darmstadt zunächst überlegen, nach fünf Minuten kam auch Nürnberg in der Partie an und hatte vor allem viel Ballbesitz. Der erste Abschluss war ein Kunststück von Patrick Köpke, der eine flache Flanke von Kilian Fischer mit der Hacke verwandeln wollte. Gästekeeper Marcel Schuhen war zur Stelle (16.). Ansonsten hatte ausschließlich Darmstadt Gelegenheiten. Vor allem nach Ecken war Nürnberg anfällig, Torwart Christian Mathenia musste das ein oder andere Mal in höchster Not klären.

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Danach hatten die Hausherren ihre beste Phase. Tim Handwerker prüfte mit einem Fernschuss Schuhen (22.), im Anschluss an eine Ecke brachte Dovedan den Ball nochmal in die Mitte und Christopher Schindler köpfte an die Latte (25.). Danach beruhigte sich die Partie zusehens. Aus dem Nichts fiel das 1:0 für Nürnberg. Geis schlug eine Freistoßflanke in die Mitte, Dovedan kam aus elf Metern frei zum Kopfball und traf perfekt ins untere Eck zum 1:0 (43.). Mit diesem etwas schmeichelhaften Ergebnis ging es dann auch in die Pause.

Darmstadt mit dem schnellen Ausgleich, Nürnberg erneut spät

Zu Beginn des zweiten Durchgans war Nürnberg die tonangebende Mannschaft. Nach kurzer Anlaufzeit kam auch Darmstadt, bei denen zur Halbzeit Phillip Tietz für Seydel gekommen war, zurück in die Partie. Die erste Halbchance hatte Marvin Mehlem, der nach einer guten Kombination von der Straufraumlinie zum Abschluss kam, jedoch leicht verzog (56.). Fast folgerichtig fiel kurz darauf der Ausgleich. Matthias Bader flankte, Mathenia und Schindler behinderten sich gegenseitig. Köpke wehrte den ersten Versuch noch mit dem Arm ab, der zweite Schuss von Luca Pfeiffer war dann jedoch drin (58.). Köpke bekam für sein Handspiel noch die gelbe Karte.

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Und Darmstadt blieb die bessere Mannschaft. Der eingewechselte Honsak legte den Ball quer, Pfeiffers Abschluss ging knapp am Tor vorbei (67.). Danach spielte auch Nürnberg wieder mit, das Spiel ging hin und her. Chancen waren in dieser Phase jedoch Mangelware. Wenn, dann hatte Nürnberg Halbchancen. Nach einer dieser Gelegenheiten, einem abgeblockten Schuss von Dovedan, bekamen die Hausherren eine Ecke. Diese trat der eingewechselte Duman und fand den ebenso eingewechselten Schleimer, der sich im Zentrum durchsetzte und zum 2:1 einköpfte (82.).

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Danach drängte Darmstadt auf den erneuten Ausgleich, Nürnberg wechselte mit Florian Hübner einen dritten Innenverteidiger ein. Die Gäste kamen auch in den sechs Minuten Nachspielzeit nicht mehr zu großen Gelegenheiten. Die beste Chance war ein Fernschuss aus 25 Metern von Tobias Kempe weit über das Tor (90+4.). Mit der letzten Aktion des Spiels machten die Hausherren sogar noch das 3:1. Eine flache Hereingabe von Schleimer fälschte Andre Leipold ins eigene Tor ab (90+6.). Dabei blieb es dann auch.

Das Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga ist durch dieses Ergebnis nochmals enger geworden. Durch den Sieg rückt Nürnberg als Tabellenfünter bis auf zwei Punkte an Darmstadt, auf drei Punkte an den Dritten St. Pauli und auf vier Punkte an das Spitzenduo FC Schalke 04 und Werder Bremen heran. Darmstadt hingegen verpasst es, die Tabellenführung zurückzuerobern.

(Photo by Stuart Franklin/Getty Images)

Lukas Heigl

Liebhaber des britischen Fußballs: Von Brighton über Reading und Wimbledon bis nach Inverness. Ist mehr für Spiele der dritten englischen Liga als für den Classico zu begeistern. Durch das Kommentatoren-Duo Galler/Menuge auch am französischen Fußball interessiert

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