Bundesliga | Frankfurt gewinnt wildes Auf und Ab in Mönchengladbach

Eintracht Frankfurt gewann bei Borussia Mönchengladbach.
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News | Der Mittwoch in der Bundesliga begann mit dem brisanten Duell zwischen Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt, das äußerst unterhaltsam verlief und mit 2:3 an die Gäste vom Main ging.

Mönchengladbach startet ideal, schwaches Frankfurt antwortet

14 Gegentore und drei herbe Pleiten musste die Fohlen zuletzt hinnehmen, sodass sich Adi Hütter vor dem Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Klub für vier Veränderungen in der Startelf entschied. Luca Netz, Florian Neuhaus, László Bénes sowie Alassane Plea rückten ins 3-4-2-1-System. Bei der SGE baute Oliver Glasner auf dieselbe Mannschaft, die am Sonntag nach einem begeisternden Auftritt mit 5:2 gegen Leverkusen gewann.

Den besseren Start erwischte allerdings die taumelnde Borussia. Sechs Minuten waren vorüber, als Joe Scally eine Flanke von Netz überlegt mit dem Kopf auf Neuhaus ablegte, der platziert ins linke Eck einschoss – 1:0. Die Gäste zeigten sich wenig beeindruckt vom frühen Rückstand, pressten früh, erlangten einige Ballgewinne, ohne Torszenen zu kreieren.

 

Mehr Lösungen im letzten Drittel präsentierte das bissig in den Zweikämpfen auftretende Mönchengladbach, das durch den an Kevin Trapp scheiternden Scally die nächste Großchance besaß, die aufgrund einer Abseitsstellung nachträglich zurückgepfiffen wurde (18.). Acht Zeigerumdrehungen darauf parierte der Eintracht-Schlussmann dann gegen Plea.

Die Hausherren besaßen nicht nur ein Chancenplus, sondern leisteten ebenfalls engagierte Defensivarbeit, während Eintracht Frankfurt den nächsten Rückschlag hinnehmen musste. Der formstarke Kristijan Jakic schied verletzungsbedingt aus und wurde durch Sebastian Rode ersetzt (28.).

Anschließend nahmen die Höhepunkte deutlich ab. Die SGE blieb bis zur 45. Minute ohne Tormöglichkeit. Dann vertändelte Denis Zakaria aufgrund eines übermotivierten Dribblings den Ball am eigenen Strafraum, die darauffolgende Hereingabe von Jesper Lindström verwertete Rafael Borré aus kurzer Distanz zum 1:1-Pausenstand.
Rafael Borré glich für Eintracht Frankfurt bei Borussia Mönchengladbach aus.

(Photo by Alex Grimm/Getty Images)

2. Halbzeit: Turbulenter Beginn, Frankfurt legt zweimal vor

Nach dem Seitenwechsel übernahm die SGE das Kommando. Eine blitzsaubere Kombination über Daichi Kamada und Evan Ndicka schloss Lindström erfolgreich ab, indem er das Spielgerät unter den Querbalken platzierte – 1:2 (50.). Die Freude hielt jedoch nur kurz an, denn Danny da Costa brachte in Minute 53 Kouadio Koné zu Fall, Schiedsrichter Martin Petersen deutete sofort auf den Elfmeterpunkt. Ramy Bensebaini vollendete schließlich souverän nach links unten zum neuerlichen Ausgleich.

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Wiederum nur 120 Sekunden später tauchte Kamada infolge eines feinen Doppelpasses mit Borré frei vor Yann Sommer auf und traf ins lange Eck – 2:3. Die Eintracht setzte nach. Lindström verfehlte erst knapp aus der Ferne und schoss dann ungestört aus 14 Metern an den Pfosten (58.). Die Eintracht hätte in dieser Phase sogar für klare Verhältnisse sorgen können, da die Fohlen viele Freiräume boten und sich immer wieder schwerwiegende Aussetzer leisteten.

Hütter brachte daher nach 65 Minuten Christoph Kramer für Neuhaus sowie Marcus Thuram für Bénes. Seine Mannschaft präsentierte jedoch zunächst keine Antworten, bekam dann aber Unterstützung aus Frankfurt. Tuta stoppte den Tempo aufnehmenden Thuram regelwidrig und sah dafür die Gelb-Rote Karte (71.). Anschließend hatte da Costa Glück, dass er nur Gelb sah, als er Thuram mit dem Fuß am Kopf erwischte.

Die Borussia baute in Überzahl reichlich Druck auf. Trapp parierte während der Schlussphase Kopfbälle von Kramer und Matthias Ginter, der anschließend aus der Distanz ebenfalls im Nationalmannschaftskollegen seinen Meister fand. Der herausragende Trapp rettete in der Nachspielzeit mit einer Glanztat gegen den eingewechselten Patrick Herrmann den 3:2-Vorsprung ins Ziel.

Daher kassierte Mönchengladbach die vierte Niederlage am Stück und befindet sich vor dem abschließenden Hinrundenspiel gegen Hoffenheim im Abstiegskampf. Eintracht Frankfurt kann sich mit 24 Punkten auf dem Konto dagegen nach oben orientieren und geht positiv gestimmt in die Begegnung mit Mainz 05.

(Photo by Alex Grimm/Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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