Bayer 04 Leverkusen führt nach Informationen von Sky Sport fortgeschrittene Gespräche mit Al-Ittihad über eine Rückkehr von Moussa Diaby. Eine endgültige Einigung mit dem saudi-arabischen Klub oder mit dem Spieler selbst gibt es nach übereinstimmenden Berichten bislang jedoch nicht.
Ablöse von unter 30 Millionen Euro im Gespräch
Nach aktuellem Stand der Verhandlungen strebt Bayer eine Ablösesumme von unter 30 Millionen Euro an. Zuerst hatte die „Bild“ über das Interesse und die laufenden Gespräche berichtet, ehe Sky Sport den fortgeschrittenen Verhandlungsstand bestätigte. Diaby steht bei Al-Ittihad noch bis 2029 unter Vertrag – ein Umstand, der den saudischen Klub nicht unter Zeitdruck setzt, während Leverkusen auf eine zügige Lösung drängt. Berichten des „Kicker“ zufolge liegt eine der Hürden auch im finanziellen Bereich: Diaby soll in Saudi-Arabien ein deutlich höheres Gehalt beziehen als das, was ihm Leverkusen bieten könnte, sodass zunächst eine Einigung über eine mögliche Abfindung mit seinem aktuellen Arbeitgeber notwendig sein dürfte.
Von Leverkusen über die Premier League nach Saudi-Arabien
Diaby gehörte zwischen 2019 und 2023 zu den prägenden Offensivspielern der Werkself, ehe er für rund 55 Millionen Euro zu Aston Villa in die Premier League wechselte. Nach nur einer Saison bei den Villans zog es ihn 2024 für rund 60 Millionen Euro weiter zu Al-Ittihad in die Saudi Pro League. Bei dem Klub aus Dschidda kam der mittlerweile 27 Jahre alte Flügelspieler seither auf zahlreiche Einsätze und lieferte dabei konstant Torvorlagen; eine Rückkehr nach Leverkusen würde für Al-Ittihad angesichts der ursprünglichen Ablösesumme einen deutlichen finanziellen Verlust bedeuten.
Neuer Trainer Martínez sieht Diaby im 4-3-3 als Option
Leverkusens neuer Cheftrainer Carles Martínez Novell, der zur Saison 2026/27 vom französischen Erstligisten FC Toulouse an den Rhein wechselte, sieht in Diaby eine wichtige Option für sein bevorzugtes 4-3-3-System. Mit Tempo, Dynamik und Stärke im Eins-gegen-eins würde der Franzose nach Einschätzung des spanischen Trainers ideal in die Leverkusener Offensive passen. Finanziell dürfte der Klub angesichts der zuletzt bekannt gewordenen TV-Gelder-Verteilung, bei der Leverkusen zu den drei Top-Verdienern der Bundesliga zählt, über Spielraum für einen Transfer in dieser Größenordnung verfügen.
Noch kein Durchbruch
Trotz des fortgeschrittenen Verhandlungsstands betont Sky Sport ausdrücklich, dass weder zwischen Bayer 04 Leverkusen und Al-Ittihad noch zwischen Leverkusen und Diaby persönlich bislang eine finale Vereinbarung vorliegt. Bis zu einer möglichen Unterschrift bleibt der Wechsel damit Verhandlungssache.

