Topspiele: Kommt Dortmund ran oder zieht Bayern davon? Das Streitgespräch

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Am Samstag kommt es in der Bundesliga gleich zu zwei Topspielen. Rekordmeister Bayern trifft am Nachmittag auswärts auf den SC Freiburg, aktuell auf Platz fünf in der Bundesliga stehend. Dortmund muss am Abend zuhause gegen RB Leipzig antreten. 

Topspiele am Samstag: Wie ist die Lage zwischen Dortmund und Bayern?

Sechs Punkte trennen den FC Bayern und Borussia Dortmund aktuell in der Tabelle der Bundesliga. Der Rekordmeister hat den Vorsprung auf seiner Seite, ist aber natürlich noch nicht fix durch, was die Meisterschaft angeht. Das direkte Duell steht noch aus und auch am Samstag besteht durchaus das Potenzial eines Patzers. Denn der Gegner des FC Bayern, der um 15:30 Uhr vorlegt, heißt SC Freiburg. Im Hinspiel tat sich Bayern schwer, auch in den letzten Jahren gab es einige knifflige Spiele gegen diesen Gegner.

 



 

Bei einem Patzer des Rekordmeisters hätte der BVB die Chance, wieder näher heran zu kommen. Das Spiel gegen RB Leipzig ist auch als Topspiel zu bezeichnen und in den letzten Jahren sah Dortmund vor allem zuhause häufig gut gegen diesen Gegner aus. Der Samstag hat also durchaus Potenzial, in der Tabelle eine Veränderung zu erwirken, was den Abstand zwischen den ersten beiden Teams angeht. Klar ist vorher auf jeden Fall, dass beide an ihr Limit gehen müssen, um den jeweiligen Kontrahenten zu bezwingen.

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Dortmund gewinnt und nutzt den Bayern-Patzer

Nahezu voller Kader, Rückkehr der Langzeitausfälle Alphonso Davies und Leon Goretzka, das alles gepaart mit durchaus überzeugenden Auftritten in der vergangenen Länderspielpause und der attraktiven Aufgabe Villarreal kommende Woche. Beim FC Bayern gäbe es allen Grund für Aufbruchstimmung mit Aprilbeginn.

Allein, war das in der aktuellen Spielzeit bereits öfters der Fall. Wann immer es darum ging, den ärgsten Verfolger in der Tabelle zu distanzieren, beziehungsweise endgültig hinter sich zu lassen, patzte auch der FC Bayern. Anfang Oktober gab es ein 1:2 gegen Eintracht Frankfurt, wodurch Bayer Leverkusen nach Punkten gleichziehen konnte. Gut anderthalb Monate später hätte man sieben Zähler vor Borussia Dortmund stehen können, verlor in Augsburg allerdings erneut 1:2. Als Robert Lewandowski die Münchener in Bochum virtuell zwölf Punkte in Führung brachte, implodierten sie binnen sechs Minuten und lagen zur Pause 1:4 zurück. Nach den beiden Remis gegen Leverkusen (1:1) und in Sinsheim (1:1) wurden aus einst neun Zählern nur noch vier.

Bundesliga VfL Bochum FC Bayern

Photo by INA FASSBENDER/AFP via Getty Images

Ein Titelrennen, das zu diesem Zeitpunkt hätte entschieden sein können, vielleicht sogar müssen, blieb dadurch weiterhin ansatzweise spannend. Borussia Dortmund machte in dieser Saison beileibe nicht alles richtig, aber sie taten es zu den richtigen Zeitpunkten: In Frankfurt (3:2), Sinsheim (3:2), gegen Bielefeld (1:0) oder in Mainz (1:0).

Der kommende Spieltag verspricht erneut, ein solcher zu werden. Zwei der vergangenen drei Partien in Freiburg konnte der Rekordmeister nicht gewinnen. 2018/19 gab es ein 1:1, in der vergangenen Spielzeit ein 2:2. Auch beim einzigen Sieg in diesem Zeitraum, dem 3:1 Ende 2019, fiel die Entscheidung erst in der Nachspielzeit. Der Sport-Club hat sich seitdem nicht zwingend verschlechtert, rang jüngst RB Leipzig – trotz 120 Pokalminuten unter der Woche – ein 1:1 ab.

Dazu ist Leipzigs Bilanz gegen die beiden Alphatiere der Bundesliga weiterhin äußerst überschaubar. Von wettbewerbsübergreifend 26 Partien konnte man gerade einmal vier gewinnen, bei 15 Niederlagen. Bereits in der Vorsaison fehlte Haaland im Duell mit RB verletzt, Dortmund gewann dennoch 3:2.

Es würde also durchaus in den Verlauf der bisherigen Saison passen, wenn am Samstagabend nur noch vier – oder sogar drei – Zähler zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund liegen würden.

Victor Catalina

Bayern legt vor und profitiert von Dortmund-Ausrutscher

Natürlich wird die Aufgabe in Freiburg, bei einer sehr stabilen, ausgewogenen Mannschaft in Freiburg eine sehr schwere für den Rekordmeister. Doch es gibt einige Aspekte, die dafür sprechen, dass sich der Favorit durchsetzt. In den letzten Wochen verbesserte sich die Elf von Trainer Julian Nagelsmann merklich. Die Leistungen wurden besser, Probleme sukzessive abgestellt. Von einem Hühnerhaufen in der Defensive konnte nicht mehr gesprochen werden, auch wenn noch Fehler gemacht wurden. Es scheint, als sei der Durchhänger des Branchenprimus ad acta gelegt worden.

Darüber hinaus war jetzt eine Pause, die der FC Bayern extrem gut nutzen konnte. Joshua Kimmich blieb in München und reiste nicht zum DFB-Team, Benjamin Pavard konnte nach Corona-Erkrankung vollumfänglich trainieren, Niklas Süle ist wieder auf dem Weg zur Kaderfitness nach seinem Muskelfaserriss, Leon Goretzka, vor der Pause schon im Kader, verschaffte sich die letzten Prozentpunkte, um eingesetzt zu werden und selbst Alphonso Davies ist nach langwieriger Herzmuskelentzündung zurück. Fast alle dieser Spieler können in Freiburg eingesetzt werden.

Bayern

(Photo by MICHAELA REHLE/AFP via Getty Images)

Das gibt einen Schub, den der Tabellenführer nutzen wird. Es wird ein knapper Sieg in Freiburg, wie schon im Hinspiel, aber es wird reichen. Anders sieht es bei Dortmund aus. Auch hier gibt es die ein oder andere positive personelle Nachricht, aber Torjäger Erling Haaland kam schon wieder angeschlagen von den Länderspielen zurück, wird sehr wahrscheinlich nicht oder zumindest nicht über die volle Distanz spielen können. Das schränkt Dortmund in der Offensive schon etwas ein, zumal Leipzig ein sehr schwer zu bespielendes Team ist.

Maßgeblichen Einfluss darauf hat natürlich Domenico Tedesco, der neue Trainer. Unter ihm fand RB zur richtigen Balance und verteidigt disziplinierter und kompakter. Das ist ein großer Vorteil, gerade unter der Prämisse, dass sich Leipzig in Dortmund gerne mal ein paar Gegentore einfängt. Ob es für einen Sieg beim BVB reichen wird, bleibt abzuwarten. Ein Remis ist aufgrund der Konstellation aber auf jeden Fall drin – dann wäre der Abstand zwischen dem FC Bayern und dem BVB wieder angewachsen, auf acht Punkte.

Manuel Behlert

 

Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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