Der FC Bayern München ist das Maß aller Dinge in Deutschland. Auch wenn Leverkusen zuletzt einmal Meister werden konnte, hat der Rekordmeister die Antwort gegeben. In der letzten Saison wurde der FCB Meister, in der neuen Saison ebenfalls.
Unter Vincent Kompany scheint es wieder so zu sein, dass der FCB der Konkurrenz enteilt ist. Viele sehen gerade darin ein Problem, vor allem für die Bundesliga. Ein Wettbewerb, der oftmals nur bis zu einem gewissen Punkt einer ist, wird als problematisch angesehen.
Im Gespräch von Uli Hoeneß, dem Ehrenpräsidenten des FC Bayern, mit der FAZ wurde das auch thematisiert.
Hoeneß: „Der Tag wird kommen“
„Für den FC Bayern absolut nicht, aber für den Ligabetrieb ja. Der Tag wird kommen, an dem wir stolpern, aber dann müssen die anderen auch da sein. Viele Vereine sind sehr stolz, wenn sie einen großen Verkauf getätigt haben. Ich bin überhaupt kein Freund von diesem Kaufen und Verkaufen. Wir kaufen einen Spieler für den FC Bayern. Und wir wollen nicht schon beim Vertragsunterschritt darüber nachdenken, wohin wir ihn verkaufen werden“, sagte der Bayern-Patron.

Hoeneß wurde darauf angesprochen, dass das das bewusst gewählte Geschäftsmodell vieler Klubs ist. „Aber wenn das euer Geschäftsmodell ist, könnt ihr langfristig nicht erfolgreich sein. Wir sind den anderen in dieser Hinsicht weit voraus. In all den Jahren, die ich hier bin, ist sehr selten ein Spieler gegangen, den wir unbedingt behalten wollten“, entgegnete Hoeneß.
Und weiter: „Michael Ballack ist nach England gegangen, Toni Kroos nach Spanien. Aber selbst da hatten wir die Kontrolle. Ich bin mal auf Toni gestoßen und habe ihm gesagt: ‚Toni, bei uns kannst du 10 Millionen Euro verdienen. Aber wenn du 10 Millionen und einen Euro verdienen willst, musst du gehen.‘ – Und dann ist er gegangen.“

