Bundesliga | Frankfurt verpatzt die Generalprobe, Leverkusen zementiert Platz 3 – souveräner Erfolg am Montagabend

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News | Am Montagabend des 32. Bundesliga-Spieltags reiste Eintracht Frankfurt zu Bayer Leverkusen. Anders als im Hinspiel hatte die Eintracht einer souveränen Werkself nur wenig entgegenzusetzen und verpatzt die Generalprobe fürs Halbfinal-Rückspiel. Leverkusen hingegen zementiert Platz 3 – und hat bereits kommendes Wochenende den Matchball um die Champions League.

Paulinho durch die Beine von Trapp und zur Pausenführung

Nicht nur geographisch liegt Leverkusen zwischen London und Frankfurt – auch im Terminplan der Eintracht. Nach dem 2:1 bei West Ham ging es in die BayArena. Ein Stadion, das vor dem Halbfinal-Rückspiel in der Europa League nicht zwingend als Mutmacher taugt. Der letzte Auswärtssieg datiert vom 15. Dezember 2013. Marco Russ erzielte damals das Tor des Tages. Seitdem gab es unter anderem zweimal ein 0:3, je ein 1:4 in Bundesliga und Pokal, ein 0:4 und jenes 1:6 aus der Saison 2018/19.

 



 

Ein gutes Omen also für die Leverkusener, die nach dem 4:1 in Fürth mit einem weiteren Sieg ihre Champions-League-Ambitionen untermauern können. Robert Andrich und Piero Hincapie kehrten nach abgesessener Gelbsperre in die Startelf zurück. Mitchel Bakker war einer der Leidtragenden, die auf die Bank mussten. Kerem Demirbay fehlte mit Kapselverletzung am Zeh.

Angesichts der großen Chance aufs Europa-League-Finale rotierte Oliver Glasner im Vergleich zum 2:1 im London Stadium auf gleich acht Positionen. Lediglich Kevin Trapp, Tuta und Filip Kostić blieben in der Startelf. Rafael Santos Borré (Gelbsperre), Jesper Lindstrøm (Muskelverletzung) sowie Martin Hinteregger (Erkältung) fielen von vornherein aus. Ganz vorne feierte Ragnar Ache an der Seite von Gonçalo Paciência nach fast zwei Jahren sein Startelfdebüt.

Leverkusen dominant, Frankfurts B-Elf tut sich vor der Pause schwer

Damit hinein in die Partie. Leverkusen hatte in der Anfangsphase mehr vom Ball, Frankfurt hielt jedoch gut dagegen und wusste sie zu verhindern – bis in Minute 18. Sardar Azmoun holte noch in der eigenen Hälfte das Kopfballduell und leitete auf Patrik Schick weiter, der sehenswert mit der Hacke in den Lauf von Moussa Diaby gab. Leverkusens Nummer 19 war rechts auf und davon. Seine Außenristflanke fand am zweiten Pfosten Paulinho. Dessen Abschluss murmelte durch die Hosenträger von Trapp. 1:0!

Leverkusen war nach diesem Treffer die Mannschaft mit den besseren Möglichkeiten. Nach genau einer halben Stunde brachte Charles Aránguiz eine Freistoßflanke an den zweiten Pfosten. Die schwierige Direktabnahme von Edmond Tapsoba landete jedoch nur am Außennetz.

Vier Minuten später vollendete Schick einen sehenswerten Angriff der Hausherren mit einem wuchtigen Abschluss unters Tordach. Einziges Problem: Leverkusens Stürmer stand beim Zuspiel von Azmoun abseits.

Man sah den Frankfurtern die große personelle Rotation an. Fünf Minuten vor der Pause vertändelte Makoto Hasebe die Kugel leichtfertig, sodass Leverkusen ein Drei-auf-Zwei starten konnte. Links vor dem Strafraum kam Robert Andrich mit dem schwächeren Linken zum Abschluss – Außennetz.

Erst in Minute 42 kam die Eintracht zu ihrer ersten nennenswerten Gelegenheit: Filip Kostić bediente Jens Petter Hauge, der sich stark gegen Tapsoba und Jonathan Tah durchsetzte. Der darauffolgende Schlenzer aus spitzem Winkel ging ein gutes Stück vorbei. So blieb es nach den ersten 45 Minuten bei der knappen Heimführung.

 

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Schick macht alles klar – Leverkusen festigt Platz 3

Oliver Glasner reagierte in großem Stil auf den Halbzeitrückstand und nahm gleich drei Wechsel vor: Tuta, Kostić und Hauge waren Vergangenheit in dieser Partie, Almamy Touré, Ansgar Knauff sowie Sam Lammers neu mit dabei. Den besseren Start erwischte abermals Leverkusen. 51. Minute, der Ausgangspunkt hieß Edmond Tapsoba. Rechts am Strafraum löste sich Moussa Diaby, der abermals mit dem Außenrist den hinterlaufenden Patrik Schick bediente. Trapp bekam die Kugel erneut durch die Hosenträger. Anfangs ging die Fahne hoch. Benjamin Cortus bekam jedoch das Signal von Daniel Siebert aus Köln. Hasebe hatte die Abseitsposition aufgehoben, der Treffer zählte. 2:0, 22. Saisontor!

Genauso hörten sich bereits die ersten Takte des Hinspiels in Frankfurt an. Jedoch drehte die Eintracht den Rückstand in einen 5:2-Sieg. An diesem Montagabend sah danach nicht viel aus. Nach einer Stunde bekam Knauff infolge sehenswerten Aufbauspiels einen Diagonalball, den er mit dem ersten Kontakt auf Ragnar Ache weiterleitete. Dessen Abschluss rollte unplatziert in die Arme von Ex-Frankfurter Lukáš Hrádecký.

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Photo by Lars Baron/Getty Images

Gut 20 Minuten vor Schluss bekamen die Gastgeber die Chance alles klar zu machen: Azmoun bekam 18 Meter vor dem Tor erstaunlich viel Platz und hielt wuchtig drauf – allerdings erstaunlich zentral. Trapp parierte.

Mit diesem Erfolg festigt Leverkusen Platz 3 und baut dank der parallelen Niederlage RB Leipzigs in Mönchengladbach den eigenen Vorsprung auf Platz 5 auf vier Zähler aus. Frankfurt hingegen muss die nächste Niederlage in der BayArena einstecken, wenngleich diese nicht so erdrutschartig ausfällt, wie einige in der jüngeren Vergangenheit. Tabellarisch zementieren sie mit Platz 11 zunehmend die untere Hälfte.

Nach dem Halbfinal-Rückspiel gegen West Ham geht es für Eintracht Frankfurt in der Bundesliga noch gegen Borussia Mönchengladbach um Ex-Trainer Adi Hütter. Spieltag 34 führt sie nach Mainz, bevor am 18. Mai noch das eventuelle Endspiel in der Europa League gegen RB Leipzig oder die Rangers ansteht. Bayer Leverkusen ist nach Niederlagen gegen den KSC (1:2) sowie Atalanta BC (2:3, 0:1) sämtlicher Pokalwettbewerbe ledig. Allerdings geht es noch darum, die letzten Schritte in Richtung Champions-League-Qualifikation zu machen – in Sinsheim und vor allem am 34. Spieltag im direkten Duell gegen den SC Freiburg. Bereits kommendes Wochenende könnte man bei optimalem Spieltagsverlauf alles klar machen.

Der Endstand aus der BayArena: Bayer Leverkusen 2, Eintracht Frankfurt 0.

Photo by Lars Baron/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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