Bundesliga | „Das ist dann schon zu wenig“ – Die Stimmen zu Bayerns Sieg in Bielefeld

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News | 3:o gewann der FC Bayern am Ostersonntag, dem 30. Bundesliga-Spieltag in Bielefeld. Nach dem Spiel sprach DAZN mit Besiegten und siegenden Besiegten.

Bayern gewinnt klar – Nächste Kopfverletzung für Bielefeld

Der Rekordmeister machte vor allem zu Beginn der Partie viel Druck und ging in der 10. Minute durch ein Eigentor von Jacob Laursen in Führung. Je länger die Partie dauerte, desto besser kamen die Bielefelder ins Spiel. Kurz vor der Pause machten die Münchener vieles klar. Serge Gnabry traf nach einem langen Ball von Joshua Kimmich zum 0:2. Zudem musste Fabian Kunze nach einem Zusammenprall mit Tanguy Nianzou ausgewechselt werden. Die zweite Halbzeit spielte sich größtenteils ereignisbefreit ab. In Minute 86 stellte Jamal Musiala auf Vorlage von Robert Lewandowski den 3:0-Endstand her. Im Anschluss an die Partie sammelte DAZN Reaktionen.

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„Reaktion, die die Mannschaft gezeigt hat“ – Kramer mit Auftritt gegen Bayern zufrieden

Wie schon in den vergangenen beiden Wochen musste Frank Kramer Auskunft über eine Kopfverletzung geben. Nach Fabian Klos und Cédric Brunner traf es diesmal Fabian Kunze. „Zumindest ist er stabil, das wissen wir. Das CT (Computertomographie), das läuft jetzt gerade. Da müssen wir natürlich abwarten, was da genau rauskommt. Und dann drücken wir dem Jungen, so wie in den letzten Spielen unseren Jungs die Daumen, dass er schnell wieder gesund wird.“

 



 

Ausgangspunkt für diese Verletzung war ein überharter Ellenbogeneinsatz von Tanguy Nianzou, den beide Trainer als rotwürdig erachteten. Ansonsten war Kramer mit dem Auftritt allerdings nicht unzufrieden. „Ich glaube, wir haben heute schon unsere Szenen gehabt. Die Mannschaft hat gefightet, hat gekämpft, hat sich dagegengestemmt – und hat ihre Möglichkeiten gehabt. Es ist natürlich schon so, dass viele ganz, ganz enge Entscheidungen gegen uns getroffen wurden. Das fängt bei den Abseitsentscheidungen an, die wir zweimal gegen uns nehmen müssen und zwei Tore daraus bekommen und einmal haarscharf, wo wir ins Spiel zurückkommen und das 1:1 machen. Dann, in meinen Augen eine klare rote Karte kurz vor der Halbzeit und dann hast du – nach ein bisschen mehr als 60 Minuten  – noch eine Elfmetersituation. Da mussten wir heute schon einiges hinnehmen.“

Trotzdem sprach Kramer nach dem 0:4 in Wolfsburg von einer „Reaktion, die die Mannschaft gezeigt hat, was die Kompaktheit betrifft, die Intensität, auch rund ums eigene Tor.“ Die Partie sei ein Schritt nach vorne gewesen, wenngleich die Arminia mit leeren Händen dasteht.

„Unglücklich gegen Paris, dumm gegen Villarreal“ – Kimmich hadert mit Bayerns europäischer Ausbeute

Auch der FC Bayern musste eine Reaktion zeigen. Zuletzt gab es nach dem 1:1 gegen Villarreal das Aus in der Champions League. Ein Ergebnis, mit dem sich Joshua Kimmich „sehr schwergetan hat, damit umzugehen. Das hat schon ein paar Tage gebraucht. Um ehrlich zu sein, hat man das noch immer im Hinterkopf. Es wurde viel über das Hinspiel gesprochen, was nicht gut war von uns. Trotzdem hätten wir im Rückspiel ’nur‘ gewinnen müssen. Das haben wir nicht geschafft und deswegen sind wir leider ausgeschieden. Aber natürlich ist das schwierig zu verarbeiten, dass man so eine Chance hat liegenlassen.“

Auch mit seinen eigenen Auftritten über beide Partien sei Kimmich nicht zufrieden gewesen: „Ich bin ein Spieler, der seine Leistung selber sehr gut einschätzen kann. Dementsprechend war ich natürlich auch enttäuscht, weil es auch mein Anspruch ist, in solchen Spielen da zu sein, in solchen Spielen meine beste Leistung auf den Platz zu bringen. Das ist mir nicht gelungen, in beiden Spielen ist es mir nicht gelungen. Von demher war ich sehr enttäuscht über meine eigene Leistung, über unsere Leistung.“

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Photo by Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Für die kommenden Saisons gab sich Kimmich jedoch weiter angriffslustig: „Den Titel wollen wir auf jeden Fall holen. Gerade dann nächste Woche zuhause gegen Dortmund, was für uns natürlich ein besonderes Spiel ist, für die ganze Bundesliga ein besonderes Spiel ist. Das ist jetzt das oberste Ziel, da die Meisterschaft klarzumachen. Trotzdem müssen wir im Nachhinein schon die Saison aufarbeiten. Wir sind früh aus dem Pokal ausgeschieden, zu früh aus der Champions League. Am Ende müssen wir die Meisterschaft natürlich noch holen. Das ist dann aber schon zu wenig, ohne da vorweggreifen zu wollen. Das Jahr davor war noch der europäische Supercup und der Weltpokal, das hat uns ein bisschen geholfen. Da haben wir dann doch drei Titel geholt. Aber speziell im DFB-Pokal sind wir die letzten zwei Jahre viel zu früh rausgegangen. Letztes Jahr, relativ unglücklich gegen Paris. In diesem Jahr dumm gegen Villarreal. Da war deutlich mehr drin, da hätten wir weiterkommen müssen, auch nach einem schlechten Hinspiel. Deswegen ist es enttäuschend. Natürlich haben wir uns mehr vorgestellt, vor allem mit dieser Mannschaft. Trotzdem glaube ich, dass wir im nächsten Jahr angreifen werden.“

Photo by Stuart Franklin/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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