Bundesliga | Frankfurt gewinnt dank doppeltem Blitzstart und Hrustić, Gladbach weiter sieglos, Modeste traumhaft

Bundesliga Stuttgart Frankfurt
News

News | Der Samstagnachmittag des 21. Bundesliga-Spieltags! Unter anderem mit einem Frankfurter Erfolg in Stuttgart, weiterhin sieglosen Gladbachern – und Traumtoren in Köln sowie Bielefeld.

Bielefeld historisch, Stuttgart beendet die Torlosigkeit, Modeste traumhaft

Den Anstich machte Eintracht Frankfurt in Stuttgart. Nach einer dominanten Anfangsphase bekamen die Hessen einen Eckball, den Timothy Chandler zu Evan Ndicka verlängerte, der die Kugel ins lange Eck beförderte. Drittes Saisontor für den Innenverteidiger, ein neuer persönlicher Bestwert.

Eine Viertelstunde war gespielt, als Andreas Luthe ein Gastgeschenk für seinen Ex-Verein dabei hatte. Unions Torhüter spielte einen Fehlpass in die Bahn von Arne Maier. Die Kugel landete bei Michael Gregoritsch, der sicher ins lange Eck vollendete.

 



 

Drei Minuten später ging auch Arminia Bielefeld gegen Borussia Mönchengladbach in Führung. Zuerst verpasste Patrick Wimmer Nico Elvedi an der Seitenlinie den Beinschuss und schickte so Janni Serra auf die Reise. Bielefelds Nummer 23 zog robbenesk nach innen, ließ mit einem Haken drei Mann in mintgrün aussteigen und schlenzte die Kugel in den linken Winkel. Ein Traumtor mit historischen Zügen. Es war das erste für die Arminia in einem Bundesliga-Heimspiel gegen Gladbach seit dem 15. März 2003, 6.902 Tagen um genau zu sein. Damals gab es dank dreier Treffer von Mamadou Diabang einen 4:1-Sieg.

Nach 518 Minuten: Anton beendet Stuttgarts Torlosigkeit, kein Durchkommen für Hoffenheim

Ein Traumtor gab es auch bei den Gladbacher Rivalen in Köln. 23. Minute, Timo Hübers schlug die Kugel einfach mal lang nach vorne. Dank einer überragenden Ballan- und Mitnahme von Jan Thielmann ergab sich ein Zwei-auf-Zwei-Konter. Thielmann sah links den freien Modeste, der links ins Eck schlenzte. Ein Treffer, der sicherlich auch im Hause Baumgart zur Genesung beitragen dürfte. André Pawlak hatte am heutigen Samstagnachmittag die Schiebermütze auf.

Sieben Minuten vor der Pause schlug Gladbach, die sich nach dem Gegentreffer verbessert zeigten, zurück: Jonas Hofmann machte eine eigentlich zu lang geratene Bensebaini-Flanke von rechts nochmal scharf, ließ den Ball in die Mitte abtropfen. Dort hatte niemand Alassane Pléa auf der Rechnung, der im Fallen ins lange Eck köpfte.

Was war eigentlich mit dem VfB Stuttgart? Die Schwaben drohten bald fünfeinhalb Spiele ohne Tor zu bleiben. Den letzten Pflichtspieltreffer erzielte Philipp Förster am 11. Dezember beim 2:0-Sieg in Wolfsburg. Nach ziemlich genau 518 Minuten hatte die Torlosigkeit ein Ende: Waldemar Anton versuchte eine Freistoßflanke mit rechts ins lange Eck zu verlängern, traf stattdessen aber mit dem linken Oberschenkel. Erstes Tor im VfB-Dress für ihn. Symptomatisch, dass es ein Verteidiger war, der die Stuttgarter Torlosigkeit durchbrach.

Einzig zwischen Mainz und Hoffenheim tat sich nichts, trotz 8:2 Torschüssen zugunsten der TSG. Damit standen die Ergebnisse zur Pause.

Mehr News und Stories rund um die Bundesliga

Doppelter Hrustić versenkt Stuttgart, Augsburg holt wichtigen Sieg

Auch in Hälfte zwei erwischte die Eintracht einen Blitzstart. Bereits nach gut 30 Sekunden tauchte der erst zur Pause eingewechselte Ajdin Hrustić wurde von Rafael Santos Borré eingesetzt und tauchte rechts aus spitzem Winkel vor Florian Müller auf. Den ersten Ballkontakt des Australiers konnte der VfB-Keeper noch entschärfen, beim zweiten war er machtlos. Denn Christian Lenz brachte die folgende Ecke links an die Strafraumkante, wo Hrustić volley abnahm und sehenswert zur erneuten SGE-Führung versenkte.

Bundesliga Stuttgart Frankfurt

Photo by Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Fünf Minuten waren inzwischen auch in Köln gespielt, der Effzeh führte noch immer 1:0. Bis Christian Günter von links in die Mitte flankte und Roland Sallai aus kurzer Distanz zum Ausgleich traf. Fürs Erste stand hinter dem Tor ein Fragezeichen. Pascal Müller machte von der anderen Rheinseite aus ein Ausrufezeichen dahinter, dass es eben nicht der Ausgleich war. Denn beim Abschluss Sallais hatte sich Nico Schlotterbeck – abseits und im Sichtfeld von Marvin Schwäbe stehend – aus der Schussbahn gedreht. Weiter 1:0.

Nach einer Viertelstunde erhöhte der FC Augsburg gegen Union Berlin – und zwar relativ einfach. Torschütze Gregoritsch gewann an der Außenlinie einen Zweikampf und bediente in der Mitte André Hahn, der noch ein paar Schritte ging und aus gut 22 Metern hoch in den rechten Winkel traf.

Frankfurt antwortet postwendend, Mainzer Doppelschlag

Es wäre ein Sieg, der im Abstiegskampf ob des lediglich knappen Stuttgarter Rückstands dringend nötig wäre. Wie auf Bestellung gab es in Minute 70 das 2:2. Der VfB legte einen Klassiker der Vorsaison auf: Flanke Borna Sosa von links, am zweiten Pfosten köpfte Saša Kalajdžić zum Ausgleich ein.

Die Stuttgarter Herrlichkeit hielt jedoch gerade einmal sieben Minuten lang, weil Eintracht Frankfurt mit einem Klassiker der Vorwoche antwortete: Ajdin Hrustić durfte von der Strafraumkante abziehen. In der Mitte fälschte Dinos Mavropanos seinen Schuss noch unhaltbar ab. Bereits beim SC Freiburg geriet Stuttgart auf diese Art und Weise in Rückstand.

Elf Minuten vor Schluss war auch in Mainz der Bann gebrochen. Die Gastgeber eroberten den Ball im Mittelfeld, Anton Stach trieb die Kugel nach vorne. In der Mitte ließ Karim Onisiwo für Jae-Sung Lee abtropfen, der mithilfe des Querbalkens zur Führung vollendete. Kurz darauf bekam Mainz sogar die Chance zur Entscheidung. Dennis Geiger ging im Strafraum klar mit dem Arm zum Ball. Christian Dingert schaute sich die Szene auf dem Monitor an und entschied korrekterweise auf Strafstoß, den Moussa Niakhaté sicher wie wuchtig oben links verwandelte. Oliver Baumann hatte die Ecke zwar erahnt, hatte hier aber keinen Auftrag. Doppelschlag und 2:0! Die Ergebnisse.

Arminia Bielefeld 1:1 Borussia Mönchengladbach
Tore: 1:0 J. Serra (19′), 1:1 Pléa (38′)

VfB Stuttgart 2:3 Eintracht Frankfurt
Tore: 0:1 Ndicka (7′), 1:1 W. Anton (42′), 1:2 Hrustić (47′), 2:2 Kalajdžić (70′), 2:3 Hrustić (77′)

1. FC Köln 1:0 SC Freiburg
Tore: 1:0 Modeste (23′)

Mainz 05 2:0 TSG Hoffenheim
Tore: 1:0 J.-S. Lee (79′), 2:0 M. Niakhaté (83′, Elfm.)

FC Augsburg 2:0 Union Berlin
Tore: 1:0 Gregoritsch (16′), 2:0 Hahn (59′)

Photo by Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Victor Catalina

 

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ähnliche Artikel

„Für Lewandowski ist Bayern Geschichte“: Berater Zahavi teilt gegen den Rekordmeister aus

„Für Lewandowski ist Bayern Geschichte“: Berater Zahavi teilt gegen den Rekordmeister aus

22. Mai 2022

News | Der nächste Akt im Transfertheater rund um Robert Lewandowski hat begonnen. Nun hat Berater Pini Zahavi auf Aussagen von Hasan Salihamidzic reagiert und den FC Bayern scharf angegriffen.  Wegen Lewandowski: Pini Zahavi teilt gegen FC Bayern aus Robert Lewandowski (33) will den FC Bayern im Sommer verlassen. Eine Vertragsverlängerung über den Sommer 2023 […]

Breitenreiter-Abgang beim FC Zürich beschlossene Sache – Unterschrift in Hoffenheim steht bevor

Breitenreiter-Abgang beim FC Zürich beschlossene Sache – Unterschrift in Hoffenheim steht bevor

22. Mai 2022

News | Seitdem das Aus von Trainer Sebastian Hoeneß bei der TSG Hoffenheim bekannt ist, wird über den Nachfolger spekuliert. Zuletzt verdichteten sich die Anzeichen, dass André Breitenreiter das Ruder im Kraichgau übernimmt. Breitenreiter folgt wohl auf Hoeneß Am Sonntag bestritt Überraschungsmeister FC Zürich gegen den FC Luzern sein letztes Saisonspiel. Nach Abpfiff erfolgte die […]

FC Bayern: Bouna Sarr wird den Klub im Sommer wahrscheinlich verlassen

FC Bayern: Bouna Sarr wird den Klub im Sommer wahrscheinlich verlassen

22. Mai 2022

News | Bouna Sarr wechselte im Sommer 2020 von Olympique Marseille zum FC Bayern. Der Rechtsverteidiger kam in München aber nicht allzu häufig zum Einsatz, könnte im Sommer wieder wechseln.  Sarr könnte den FC Bayern im Sommer verlassen Im Sommer 2020 war Bouna Sarr (30) einer der Spieler, die erst spät im Transferfenster zum Rekordmeister […]


'' + self.location.search