Bundesliga | BVB nutzt die Vorlage, Hoffenheim besiegt Leipzig, Gladbach souverän

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News | Der FC Bayern hatte am Freitagabend in Augsburg Federn gelassen. Keine 24 Stunden später, am Samstagnachmittag des 12. Bundesliga-Spieltags konnten alle im näheren und ferneren Konkurrentenkreis davon profitieren. Borussia Dortmund, RB Leipzig, Bayer Leverkusen, der VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach waren allesamt im Einsatz.

Gladbach souverän, BVB mit Problemen, Bielefeld überrascht

Bayer Leverkusen war die erste Mannschaft, die virtuell verkürzen konnte – und das nach nicht einmal drei Minuten. Jeremie Frimpong machte über die rechte Seite Tempo, gab nach innen zu Amine Adli. Der Neuzugang aus Toulouse köpfte – und Manuel Riemann konnte die Kugel erst abwehren, als diese die Torlinie bereits überquert hatte. Daniel Schlager zeigte sofort auf den Mittelkreis, der Videoassistent musste in diesem Fall nicht bemüht werden.

Sechs Minuten später wurde auch Borussia Mönchengladbach dem eigenen Favoritenstatus gerecht. Über Manu Koné und Lars Stindl kam der Ball zu Jonas Hofmann. Der Nationalspieler tat das, was ihm bereits in Yerevan geglückt ist und traf ins kurze Eck.

 



 

Etwas anders gestaltete sich die Angelegenheit auf der Bielefelder Alm. In der 11. Minute zog Patrick Wimmer von rechts nach innen und hob die Kugel direkt in den Strafraum. Dort war Masaya Okugawa zur Stelle und traf aus der Drehung per Volley. Das erste Bundesliga-Gegentor für den VfL Wolfsburg unter Florian Kohfeldt.

Fast zeitgleich brachte Dennis Geiger in Sinsheim einen Eckball. RB-Keeper Peter Gulacsi tauchte unter der Kugel durch. So hatte Diadie Samassékou leichtes Spiel und musste nur noch einköpfen. Nach einer Viertelstunde standen vier Heimführungen, zwei erwartete und zwei durchaus überraschende.

In der 28. Minute war Borussia Mönchengladbach die erste Mannschaft, die nachlegte. Und das unter gütiger Mithilfe des Fürther Torhüters Marius Funk, der die Kugel genau bei Florian Neuhaus ablieferte. Aus gut 25 Metern zog der Nationalspieler ab und traf unten links ins Eck. Zwei Minuten vor der Pause erhöhte eine klar überlegene Borussia auf 3:0: Alassane Pléa leitete sich den Treffer selbst ein, nahm Stindl mit, lief selbst durch und bekam die Kugel vom Kapitän zurück. Frei vor Funk traf er souverän ins lange Eck. Mit diesen sechs Toren ging es in die Pause.

In Dortmund, wo der VfB Stuttgart zu Gast war, tat sich nichts mehr. Der BVB hatte zwar das Gros an Ballbesitz, aber keinen Schuss auf das Tor von Florian Müller zu verzeichnen. Die beste Gelegenheit hatten sogar die Gäste. In der 38. Spielminute köpfte Orel Mangala quer in den Strafraum zu Tanguy Coulibaly, dessen Schuss aufs lange Eck Ex-Stuttgarter Gregor Kobel entschärfte.

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Wolfsburger Doppelschlag, TSG besiegt Leipzig, Reus rettet BVB spät

Die Tore fielen derweil in Bielefeld. Okugawa schickte Alessandro Schöpf in den Strafraum, der nach innen passen und von Kevin Mbabu abgeräumt wurde. Klare Geschichte. Fabian Klos, einst in der – mittlerweile abgemeldeten – U23 des VfL Wolfsburg tätig, trat an und verwandelte ins linke Eck. Casteels war in die andere Richtung unterwegs.

Gut zehn Minuten nach Wiederanpfiff gelang auch Borussia Dortmund der Durchbruch. Donyell Malen wurde 18 Meter vor dem Tor nicht angegriffen. Leicht abgefälscht landete die Kugel im linke Eck.

Parallel schnürte Jonas Hofmann den Doppelpack. Abermals war Stindl beteiligt, im Mittelfeld luchste er Paul Seguin den Ball ab und steckte für Hofmann durch. Gut 13 Meter vor dem Tor schob er unten rechts ein, 4:0.

Was war eigentlich mit den Auswärtsmannschaften? In der 63. Minute eröffnete Roberto Massimo das Torekonto an diesem Nachmittag. Ausgangspunkt war ein Ballgewinn Philipp Försters gegen Manuel Akanji. Im Anschluss konterte der VfB mustergültig. Zentral vor dem Tor ließ Massimo noch Mats Hummels gekonnt aussteigen und vollendete unten links.

Bundesliga Bielefeld Wolfsburg

Photo by Christof Koepsel/Getty Images

Zeitgleich fand auch der VfL Wolfsburg ins Spiel zurück. Dodi Lukébakio setzte sich über die rechte Seite durch und fand in der Mitte Wout Weghorst, der nur noch einköpfen musste. Und nur eine Minute später legte der Niederländer für Maximilian Philipp ab. Wolfsburgs Mittelfeldspieler schickte Lukas Nmecha steil, der oben links zum Ausgleich vollendete. Erst ging wenig für den VfL – und dann auf einmal alles. 2:2.

In Sinsheim tat sich RB Leipzig weiter unfassbar schwer. Die TSG war die bessere Mannschaft. In der 68. Minute gelang das überfällige 2:0. Munas Dabbur stibitzte Tyler Adams die Kugel, ging noch ein paar Schritte und machte aus 18 Metern kurzen Prozess.

In Dortmund war der VfB im Begriff, sich erneut alle drei Punkte zu holen, spielte mutig – und hatte in Minute 85 einen Eckball. Den konnte Dortmund klären und im Anschluss mit Reus und Thorgan Hazard kontern. Letzterer ließ im Strafraum noch Thorgan Hazard aussteigen, scheiterte noch an Müller. Den Rebound versenkte Reus ins leere Tor. 2:1, dabei blieb es auch. Die Ergebnisse.

Borussia Dortmund 2:1 VfB Stuttgart
Tore: 1:0 Malen (56′), 1:1 R. Massimo (63′), 2:1 Reus (85′)

TSG Hoffenheim 2:0 RB Leipzig
Tore: 1:0 Samassékou (12′), 2:0 Dabbur (68′)

Bayer Leverkusen 1:0 VfL Bochum
Tor: 1:0 Adli (3′)

Arminia Bielefeld 2:2 VfL Wolfsburg
Tore: 1:0 Okugawa (11′), 2:0 F. Klos (54′), 2:1 Weghorst (62′), 2:2 L. Nmecha (63′)

Borussia Mönchengladbach 4:0 Greuther Fürth
Tore: 1:0 Hofmann (9′), 2:0 Neuhaus (28′), 3:0 Pléa (43′), 4:0 Hofmann (57′)

Photo by Alex Grimm/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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