Bundesliga | Diese fünf Talente könnten 2021/22 zum Shootingstar werden

Nianzou
Trending

Die Saison 2021/22 in der Bundesliga steht vor der Tür. In zwei Wochen eröffnen Borussia Mönchengladbach und Meister Bayern München die neue Spielzeit. In der neuen Saison werden bei den Klubs die Karten neu gemischt, viele spannende Talente drängen sich dabei in den Mittelpunkt. 

  • Tanguy Nianzou: Endlich verletzungsfrei?
  • Marco John: Die Eindrücke bestätigen
  • Marton Dardai: Spielaufbau als Trumpf

Wir haben uns vor Saisonbeginn fünf Talente genauer angesehen, die in der Saison 2021/22 einen großen Sprung nach vorne machen und eine gute Rolle bei ihren Klubs spielen können. 

Tanguy Nianzou (19, FC Bayern)

Mit vielen Vorschusslorbeeren wechselte der junge Franzose Tanguy Nianzou vor der Saison 2020/21 ablösefrei von PSG zum FC Bayern. Viele Verletzungen und der ein oder andere, dem fehlenden Rhythmus bedingte, unglückliche Auftritt trübten den Eindruck in der ersten Saison. Doch Nianzou gilt als extrem talentierter Spieler, der eine große Zukunft vor sich hat. „Er ist ein Ausnahmetalent, und wird einer der besten Innenverteidiger der nächsten zehn Jahre“, sagte einst Ralf Rangnick (62) über den Defensivspieler. 

Sechs Spiele absolvierte Nianzou in der Bundesliga für den Rekordmeister, 113 Minuten in Pflichtspielen waren es am Ende in der Vorsaison. Eine Obverschenkelverletzung, ein Muskelbündelriss und auch ein Platzverweis machten ihm zu schaffen. In der neuen Saison will der Verteidiger aber angreifen. Topfit kehrte er aus dem Urlaub zurück und hatte den Vorteil, schon von Anfang an in der Vorbereitung eine Rolle spielen zu können. Neu-Trainer Julian Nagelsmann (33) soll in München junge Talente weiterentwickeln und es ist durchaus wahrscheinlich, dass Nianzou in dieser Saison deutlich mehr Einsatzzeiten in der Bundesliga erhält. 

Die Qualität, um eine sehr gute Rolle zu spielen, bringt er in jedem Fall mit. Nianzou ist physisch stark, verfügt über ein gutes Stellungsspiel und die Athletik, um auch mit schnellen Gegenspielern mithalten zu können. Außerdem könnte der 19-Jährige davon profitieren, dass Nagelsmann sowohl eine Vierer- als auch eine Dreierkette in das Repertoire aufnehmen will. 

Fabio Blanco (17, Eintracht Frankfurt)

Eintracht Frankfurt schaffte es, in diesem Sommer gleich mehrere sehr spannende, junge Spieler an den Main zu lotsen. Neben Jesper Lindstrøm, der mit Brøndby bereits einige Erfahrungen auf hohem Niveau sammeln konnte, sticht vor allem Fabio Blanco hervor. Der 17-Jährige wurde beim FC Valencia in Spanien ausgebildet und seinen Verlust sieht man im Verein als extrem bitter an.

Bundesliga Talente

Photo by Imago

Der 1,79m große Angreifer, der flexibel einsetzbar ist und vor allem deswegen sehr gut zu Eintracht Frankfurt passen könnte, ist technisch hervorragend ausgebildet, sein Dribbling ist bemerkenswert. Mit dem Ball bringt er extrem viele Voraussetzungen mit, um in der Offensive als Joker eine gute Rolle zu spielen und in einer langen Saison in mehreren Wettbewerben einige Einsätze zu sammeln. 

Natürlich ist der Sprung vom Jugend- in den Seniorenbereich immer ein großer und es dauert ein wenig, bis Blanco die Akklimatisierungsphase überstanden hat, aber die vielversprechenden Ansätze sind erkennbar. Arbeitet der junge Spanier an seinen Schwächen, dann sieht man ihn in dieser Saison wohl regelmäßig zumindest im Kader. In der Saisonvorbereitung waren die ersten Eindrücke in jedem Fall positiv. 

Mehr News und Storys rund um den internationalen Fußball 

Marco John (19, TSG Hoffenheim)

In der Vorsaison schnupperte Offensivspieler Marco John bei der TSG Hoffenheim bereits mehrfach in die Bundesligamannschaft. Der Linksfuß ist ein sehr talentierter Spieler und stammt aus der eigenen Jugend. Eine feste Position hatte John im Verlauf seiner Karriere nicht, bei den Profis der TSG spielte er aber überwiegend auf der linken Seite, oft vor der Dreierkette. John ist ein offensiv ausgerichteter Spieler mit Zug zum Tor.

Dabei kann er nicht nur auf dem Flügel, sondern auch im Zentrum agieren. Mit seiner Technik, seiner guten Übersicht und Ballkontrolle ist er auch als Spielmacher eine Waffe. Auf 14 Einsätze und insgesamt knapp 1000 Spielminuten in der Bundesliga schaffte es Marco John in der Vorsaison. Dabei konnte er zwar noch keine Torbeteiligung verzeichnen, aber erste Erfahrungen in der Bundesliga sammeln und sich an das höhere Niveau und Tempo gewöhnen.

Es wäre wenig überraschend, wenn John, auch wenn die TSG Hoffenheim mit David Raum (23) hochkarätige Konkurrenz für einen Teil seiner Positionen verpflichtet hat, mehr Einsätze in der neuen Saison erhält. Der Spieler ist gereift und die Vielseitigkeit spricht überdies auch für ihn.

Marton Dardai (19, Hertha BSC)

Auch Marton Dardai ist ein Spieler, der aus der eigenen Jugend seines Klubs stammt. Der Sohn von Trainer Pal Dardai (45) zeigte sich in der Vorsaison bereits häufiger im Profikader und auch auf dem Feld in der Bundesliga. Und das nicht zufällig. Dardai, der sich vor allem in der Dreierkette als Part der Innenverteidigung wohl fühlte, hat eine große Zukunft vor sich. 

Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Zunächst einmal ist der 19-Jährige extrem spielintelligent und hat die Fähigkeit, das Spiel zu lesen und Gefahrenpotenzial frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus ist sein Spielaufbau sehr gut. Kurze Pässe, lange flache Pässe, weite Bälle, auch das Andribbeln: All das hat Dardai in seinem Repertoire. Und er traut sich viel zu, weiß, dass Fehler dazu gehören. Es ist bemerkenswert, wie schnell er sich auf Bundesliga-Niveau akklimatisiert hat. 

Mit seinem Fähigkeitenprofil und Selbstvertrauen scheint es nur logisch zu sein, dass er auch in der neuen Saison mindestens ein sehr guter Rotationsspieler beim Hauptstadtklub sein wird. Eher mehr. Zudem läuft sein Vertrag bei Hertha BSC noch bis zum Sommer 2025, der Klub vertraut ihm und gibt ihm  Zeit.

Ömer Beyaz (17, VfB Stuttgart)

Wenn Sven Mislintat (48) einen Spieler verpflichtet und dieser Spieler noch dazu ein junges Talent ist, dann lohnt es sich, einen genaueren Blick auf diesen Spieler zu werfen. Ömer Beyaz, der ablösefrei von Fenerbahce zum VfB Stuttgart wechselte, ist genau so ein Spieler. Der offensive Mittelfeldakteur bringt vieles mit, um eine gute Karriere hinzulegen. Deswegen ist es verständlich, dass sich der Klub aus der Süperlig alles andere als erfreut gezeigt hat, als der Abgang feststand.

Beyaz Bundesliga

Photo by Imago

„Ömer ist ein außergewöhnliches Talent und zählt in seinem Jahrgang zu den begehrtesten Spielern in ganz Europa. Wir sind sehr froh und auch stolz, dass wir einen Spieler seiner Kategorie trotz der großen Konkurrenz ablösefrei verpflichten konnten“, zeigte sich der Trainer des VfB, Pellegrino Matarazzo (43), bereits im Verlauf der Vorbereitung begeistert.

Acht Pflichtspiele absolvierte der Mittelfeldspieler für die A-Mannschaft von Fenerbahce, zudem ist er bereits U21-Nationalspieler der Türkei, was mit 17 Jahren alles andere als selbstverständlich ist. Beyaz ist ein typischer Spielmacher, Typ Straßenfußballer. Die Übersicht, die Bewegungen auf engstem Raum und der Instinkt, im richtigen Moment die richtige Entscheidung zu treffen, sind brillant. Zeigt er das konstant, kann er schon jetzt eine Bereicherung für die Offensive der Schwaben werden. 

Photo by Imago

Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ähnliche Artikel

Borussia Dortmund: Steht gegen Union Berlin endlich die Null?

Borussia Dortmund: Steht gegen Union Berlin endlich die Null?

19. September 2021

Vorschau | Borussia Dortmund bot in der noch jungen Saison bereits reichlich Spektakel. Mit Union Berlin wartet nun ein Gegner, der vor allem durch Stabilität zu überzeugen weiß. Anpfiff der Partie ist am Sonntag, 17.30 Uhr, live auf DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat). Der BVB erzielte schon 13 Tore in […]

Platzverweise und Elfer-Aufreger: HSV gewinnt wildes Nordderby gegen Werder

Platzverweise und Elfer-Aufreger: HSV gewinnt wildes Nordderby gegen Werder

18. September 2021

News | Am Samstagabend kam es in der 2. Liga zu einem Traditionsduell: Werder Bremen empfing den HSV zum Nordderby. In einer heiß umkämpften Partie gewannen die Gäste aus Hamburg am Ende mit 2:0 (2:0). Platzverweis, (nicht gegebene) Tore, Aufreger: Wilde erste Halbzeit in Bremen Das Nordderby machte keine leeren Versprechungen und startete furios. Nach […]

Bundesliga | Remis in wildem Topspiel zwischen Köln und Leipzig

Bundesliga | Remis in wildem Topspiel zwischen Köln und Leipzig

18. September 2021

News | 0:1 Wolfsburg, 1:4 Bayern, 3:6 Manchester City. Vor dem Duell in Köln war RB Leipzig mittlerweile auf Platz 15 abgerutscht und damit gewaltig unter Zugzwang. Am Ende eines äußerst rasanten und temporeichen Spitzenspiel stand ein 1:1-Unentschieden. Viel Intensität und viel Tempo zwischen Köln und Leipzig Für den Effzeh läuft es 2021-22. Lediglich in […]


'' + self.location.search