Bundesliga | Paciência-Knaller rettet Frankfurt das Remis gegen Gladbach

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News | Am frühen Sonntagnachmittag des 33. Bundesliga-Spieltags empfing Eintracht Frankfurt Borussia Mönchengladbach um Ex-Trainer Adi Hütter. Erst mit einigen Stammspielern kam die Eintracht nach der Pause in die Partie – und belohnte sich mit einem Traumtor und einem 1:1-Unentschieden.

Hütter erwischt den Ex-Klub eiskalt, Frankfurt tut sich schwer

„Heute ist egal, holt uns den Pokal!“, hieß es von einem Banner im Deutsche Bank Park. Am Donnerstag hatte Eintracht Frankfurt mit einem 1:0 über West Ham den Einzug ins Europa-League-Finale klar gemacht, wo sie in zehn Tagen auf die Rangers treffen werden. An diesem Sonntagnachmittag empfingen sie Borussia Mönchengladbach um Ex-Trainer Adi Hütter. Oliver Glasner in Wolfsburg, Julian Nagelsmann in Leipzig, Marco Rose in Gladbach. Nun gab es das letzte Wiedersehen von vor der Saison gewechselten Trainern bei ihrem Ex-Klub.

 



 

Wenngleich auch die Borussia wie die Eintracht im Tabellenmittelfeld feststeckt, so können sie noch immer das jahrelang von Max Eberl propagierte Saisonziel erreichen: einen einstelligen Tabellenplatz. Der war auch für Frankfurt noch möglich. Außerdem ging es auch noch darum, die eigene Heimserie im Jahr 2022 aufzubessern. Aus acht Partien gab es bislang lediglich fünf Zähler. Das ist ligaweit der schwächste Wert.

Blitzstart Gladbach – Frankfurt fehlt die Durchschlagskraft

Das hielt Oliver Glasner jedoch nicht davon ab, in großem Stil zu rotieren: Vom 1:0 gegen West Ham blieben nur Kevin Trapp, Tuta und Evan Ndicka in der Startelf. Ansonsten durften unter anderem Danny Da Costa und Aymen Barkok ein letztes Mal vor ihren Wechseln nach Mainz vor heimischem Publikum ran, genauso wie Stefan Ilsanker, Ajdin Hrustić, Gonçalo Paciência oder Sam Lammers. Den Verein bereits verlassen hat David Abraham, der vor der Partie offiziell verabschiedet wurde.

Drei Wechsel nahm Adi Hütter im Vergleich zum 3:1 gegen RB Leipzig vor: Im Tor durfte sich Tobias Sippel beweisen. Außerdem spielten Marvin Friedrich und Alassane Pléa für die gesperrten Nico Elvedi (Rot) sowie Manu Koné (Gelb).

Damit hinein in die Partie. Den besseren Start erwischte Ex-Frankfurter Adi Hütter. 3. Minute, Jonas Hofmann wurde im gegnerischen Strafraum nur bedingt angegriffen, visierte das lange Eck an, Trapp parierte.Eine Minute später konnte auch er nichts mehr ausrichten, als sich die Gladbacher über rechts, über Stefan Lainer, in die Mitte kombinierten. Dort war bereits Alassane Pléa in Position gelaufen und vollendete unten links. 0:1!

In den Folgeminuten wurde die Eintracht präsenter. Nichtsdestotrotz mussten sie sich über weite Teile der ersten Hälfte mit Viertel- bis Halbchancen zufrieden geben. Erst in Minute 31 wurde es erstmals richtig gefährlich: Barkok brachte einen Eckball in die Mitte. Der Kopfball von Ilsanker ging knapp drüber. Mit der letzten Aktion der ersten Hälfte, in der ersten Minute der Nachspielzeit, kombinierten sich die Gastgeber sehenswert über rechts durch. Doch Paciência hatte wesentlich mehr Probleme, so zu vollenden, wie es Rafael Borré gegen West Ham tat. Der Portugiese schlug am Ball vorbei. So ging es in einer äußerst höhepunktarmen Partie mit lediglich dem einen Treffer in die Pause.

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Paciências Knaller rettet Frankfurt das Remis

Einen Wechsel nahm Oliver Glasner zur zweiten Halbzeit vor: Filip Kostić kam für Tuta und wurde von den Frankfurter Fans mit großem Jubel begrüßt.

Die erste Gelegenheit gehörte dennoch den Gästen: 49. Minute, Pléa steckte für Breel Embolo durch, Trapp parierte im Eins-gegen-Eins. Zwei Minuten später trat Kostić erstmals in Aktion und schlug einen Eckball in die Mitte, der für einiges an Verwirrung in der Gladbacher Hintermannschaft sorgte. Florian Neuhaus klärte genau zu Stefan Ilsanker, der den auf der Linie postierten Pléa anschoss.

Frankfurts beste Gelegenheit – bis zur 66. Minute, Gonçalo Paciência ließ einen Ball aus gut 28 Metern einmal kurz aufspringen und trümmerte ihn mit voller Wucht aufs Tor. Die Kugel schlug zwar sehr zentral ein. Trotzdem kann man Sippel hier keinen Vorwurf machen. Traumtor und 1:1!

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Photo by Alex Grimm/Getty Images

Ein Treffer, der das Spiel und das Stadion aufweckte. Die Partie gestaltete sich nun wesentlich offener und ereignisreicher, als noch vor der Pause. Unter anderem auch, weil Oliver Glasner mit Jens Petter Hauge, Daichi Kamada und Djibril Sow einige seiner Stammspieler einwechselte.

Die besseren Gelegenheiten hatte aber vorerst weiter die Borussia. 71. Minute, Embolo stand plötzlich frei vor Trapp, verstolperte zwar die erste Gelegenheit, bekam jedoch noch den Rebound. den Makoto Hasebe gekonnt auf der Linie klärte.

Zwei Minuten später lief Luca Netz dem Japaner davon hielt aus zwölf Metern halblinker Position wuchtig drauf – und scheiterte an Trapp. In Minute 78 schwang Hofmann einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld auf den Kopf Marvin Friedrichs. Abermals war Trapp zur Stelle.

In Minute 89 jedoch durfte der Deutsche Bank Park nochmal ausrasten: Nach einem Eckball von links schob Daichi Kamada am zweiten Pfosten ein und drehte zum Jubeln ab. Die Partycrasher hießen Felix Zwayer und Robert Hartmann in Köln. Kamada stand minimal abseits. Gleich danach machte Zwayer zur Überraschung aller pünktlich Schluss.

Gladbach zeigte über weite Strecken eine ähnlich ansprechende Partie wie bereits gegen RB Leipzig, kann sich diesmal jedoch nur mit einem Punkt belohnen, weil Frankfurt in der zweiten Halbzeit den Bizeps anspannte und Gonçalo Paciência rechtzeitig die Oberschenkelmuskulatur.

Kommenden Mittwoch steht für die Borussia ein Benefizspiel gegen die ukrainische Nationalmannschaft an. Der 34. Spieltag hält für sie ein Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim bereit. Beide Mannschaften haben bereits Gewissheit, dass sie kommende Saison nicht in Europa vertreten sein werden.

Eintracht Frankfurt tritt im finalen Bundesligaspiel in Mainz an. Vier Tage später steht das Saisonhighlight an: Sevilla, Estadio Ramón Sánchez Pizjuán, Rangers.

Der Endstand aus dem Deutsche Bank Park: Eintracht Frankfurt 1, Borussia Mönchengladbach 1.

Photo by Alex Grimm/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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