Bundesliga | Tuta erlöst Frankfurt in allerletzter Sekunde

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News | Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig hieß das Topspiel des 10. Bundesliga-Spieltags! Es entwickelte sich eine hochintensive Partie, in der die SGE eine allerletzte Pointe in petto hatte. Tuta rettete den Seinen spät das 1:1.

Poulsen bringt RB nach Fehlentscheidung die Führung

Aufgrund eines 0:2 in Mannheim war Eintracht Frankfurt schon früh in der Saison von sämtlichen Pokalpflichten befreit. Vergangenes Wochenende unterlagen sie mit demselben Ergebnis anne Castroper.

RB Leipzig hingegen mühte sich mit einem 1:0 beim SV Babelsberg 03 ins Achtelfinale des DFB-Pokals. Vor Wochenfrist gab es aufgrund einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause trotz zwischenzeitlichen Rückstands ein 4:1 über Greuther Fürth.



 

Dreimal wechselte Oliver Glasner im Vergleich zum 0:2 in Bochum: Evan N’Dicka, Ajdin Hrustić und Erik Durm ersetzten Makoto Hasebe, Kristijan Jakić sowie Gonçalo Paciência. Vier Wechsel nahm Jesse Marsch vor. Unter anderem saß der Ex-Frankfurter André Silva erstmal auf der Bank.

Die Partie begann äußerst intensiv an. RB Leipzig ließ sich in den ersten Minuten vom aggrssiven Pressing der Frankfurter durchaus beeindrucken, hatte nach zehn Minuten aber selbst die größte Gelegenheit des Spiels: Amadou Haidara chippte den Ball hinter die Viererkette, direkt in den Lauf von Dominik Szoboszlai, der überlegt für Yussuf Poulsen ablegte, Kevin Trapp packte zu. Allerdings war die Fahne ohnehin oben.

Eintracht hält dagegen – Poulsens fataler Standard macht den Unterschied

18 Minuten dauerte es bis zur ersten Gelegenheit für die Eintracht: Filip Kostić setzte aus dem linken Halbfeld einfach mal zum Heber an. Der Ball senkte sich äußerst tückisch und zum Glück für Péter Gulacsi senkte er sich ans Lattenkreuz.

Die Partie wurde in den Folgeminuten vor allem vor den Strafräumen lebhafter. Nur zwei Minuten nach dem Aluminiumtreffer vertändelte Tuta unter Druck die Kugel. Poulsen und Christopher Nkunku konnten zu zweit in den Strafraum eindringen, Trapp parierte und Poulsen traf das Gestänge seinerseits auch. Allerdings stand er dabei abseits.

Die Eintracht machte nach vorne nicht viel, aber genug, um RB beschäftigt zu halten: 21. Minute, Ajdin Hrustić zog nach einem Eckball volley ab, Willi Orbán blockte. Der zweite Ball landete bei Kostić, dessen Versuch Gulacsi entschärfte.

Den Durchbruch gab es nach 35 Minuten – und zwar für RB: Szoboszlai servierte einen Eckball an den kurzen Pfosten, den Orban mit dem Gesäß verlängerte. In der Mitte spritzte Poulsen dazwischen und staubte zum 0:1 ab. Bitter aus SGE-Sicht: Joško Gvardiol war wohl zuletzt am Ball. Die Ecke hätte es also nicht geben dürfen.

Drei Minuten nach dem Treffer hätte Szoboszlai beinahe das 0:2 nachgelegt. Seine Direktabnahme ging allerdings knapp rechts vorbei. So blieb es beim 0:1 zur Pause. Ein durchaus verdienter Zwischenstand, RB Leipzig zeigte sich vor der Pause aktiver. Trotzdem bewiesen die Frankfurter, dass sie nicht mittel- oder chancenlos sind.

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RB vergibt die Entscheidung, Tuta erlöst SGE mit der letzten Aktion

Personell unverändert ging es in den zweiten Durchgang. Die ersten 15 Minuten gestalteten sich eher gemächlich. Erst nach einer Stunde bekam Leipzig wieder eine Großchance auf die Gabel: Nkunku tankte sich über die linke Seite bis an die Grundlinie durch. Sein Querpass zu Szoboszlai geriet dafür allerdings viel zu ungenau. Chance vertan.

Fünf Minuten später hatte jemand in Frankfurt den Tee aufgekocht, der Kessel fing an zu pfeifen, weil André Silva erstmals seit seinem Wechsel ehemals heimisches Grün betrat. Der Portugiese ersetzte Yussuf Poulsen. Zudem kam Konrad Laimer für Kevin Kampl.

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Photo by Alex Grimm/Getty Images

In der 69. Minute ließ die SGE abermals das 0:2 liegen, zuerst parierte Trapp stark gegen Nkunku, den Rebound setzte Szoboszlai auf die falsche Seite des rechten Pfostens.

Das Spiel wurde nun zerfahrener. Frankfurt wollte, viel gelang den Hausherren nicht. RB Leipzig hatte zwar die Chancen, vermochte diese aber nicht zu nutzen. Den nächsten Beweis dafür gab es in der 88. Minute. André Silva umdribbelte Trapp hervorragend an der Grundlinie und brachte die Kugel sogar noch in die Mitte. Dort hatte Emil Forsberg das komplett leere Tor für sich und vollbrachte es tatsächlich, die Kugel Richtung Main zu befördern. Spätestens jetzt war RB fahrlässig.

Und diese vergebenen Chancen kamen auf Wiedervorlage: 94. Minute, die letzte Aktion des Spiels, ein allerletzter Freistoß. Trapp war mit vorne. Kostić brachte den Standard butterweich an den zweiten Pfosten. Dort kam Tuta angerauscht und köpfte unhaltbar unter den Querbalken zu seinem ersten Bundesligator ein. Die Arena rastete aus, Frankfurt rettete tatsächlich noch den Punkt.

Das Ergebnis ist verdient wie konsequent. RB ging mit der verdienten Führung in die Pause. Doch nach der Pause zeigten sie sich viel zu fahrlässig in der Chancenverwertung, bekamen das Spiel nicht zu, wovon die Eintracht profitierte. Somit müssen die Leipziger weiterhin auf ihren ersten Auswärtssieg der Saison und den ersten Erfolg in Frankfurt warten. Tabellarisch bleibt Frankfurt im Tabellenkeller, auf Platz 15. RB Leipzig hingegen muss den VfL Wolfsburg passieren lassen und findet sich nunmehr lediglich auf Platz 8 wieder.

Der Endstand aus dem Deutsche-Bank-Park: Frankfurt 1, RB Leipzig 1.

Photo by Adam Pretty/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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