Bundesliga | Pedersen und Hahn düpieren Bayern

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News | Der FC Bayern eröffnete in Augsburg den 12. Bundesliga-Spieltag. Überraschenderweise gewann der FCA nach einer engagierten und effektiven Vorstellung 2:1.

Pedersens Premiere und Hahn per Kopf – FCA düpiert FCB

In der WWK-Arena empfing der 16. den Tabellenführer. Ihrer jüngsten Form entsprechend gingen die beiden Mannschaften bereits in die Länderspielpause. Während der FC Bayern dem SC Freiburg mit einem 2:1 die erste Saisonniederlage zufügte, unterlag der FC Augsburg 0:1 in Wolfsburg.

Markus Weinzierl musste auf Ruben Vargas (positiver COVID-19-Test) und Alfred Finnbogason (muskuläre Probleme) verzichten. Für die beiden rückten Iago sowie André Hahn in die Startelf. Zudem ersetzte Ex-Münchener Niklas Dorsch den am Kreuzband verletzten Tobias Strobl.

 



 

Auch Julian Nagelsmann war gezwungen, seine Startelf etwas umzubauen. Niklas Süle befand sich noch in Quarantäne, Joshua Kimmich wieder. Zudem fehlte Kingsley Coman mit muskulären Problemen. Alphonso Davies bekam nach langer Länderspielreise erstmal eine Pause und durfte sich das Spiel von der Bank aus anschauen. Somit begann Benjamin Pavard hinten rechts, Serge Gnabry vor ihm und Marcel Sabitzer im defensiven Mittelfeld.

Augsburg aufmerksam, Bayern fahrig – und zur Pause in Rückstand

Die Anfangsviertelstunde spielte sich äußerst ruhig ab. In der 7. Minute legte Leroy Sané für Omar Richards ab, dessen Abschluss klar über das Tor ging. Ansonsten hielt der FCA, der bereits acht Gegentore in den ersten 15 Minuten kassierte, den Rekordmeister erstaunlich ruhig.

So wurden die Augsburger mit fortschreitender Spielzeit immer mutiger. In der 22. Minute gab Iago scharf angebraten in die Mitte. Doch wo sonst Finnbogason oder der ebenfalls verletzte Florian Niederlechner stehen, war diesmal niemand. Richards klärte zum Eckball, der nichts einbrachte. Dafür saß der nächste Angriff. Wieder kombinierte sich der FCA über links naach vorne. Mads Pedersen nahm Iago mit, der erneut in die Mitte gab. Den Abschluss von Andi Zeqiri konnten Lucas Hernández und Dayot Upamecano noch gemeinsam blocken. Doch die Kugel landete erneut bei Pedersen, der wuchtig ins lange Eck zu seinem ersten Bundesligator vollendete.

Den Münchenern fiel nicht allzu viel ein, zudem zeigten sie sich immer wieder unsauber in ihren Aktionen. Ganz anders der FC Augsburg: 35. Minute, Zeqiri eroberte die Kugel im Mittelfeld gegen Sabitzer. Erneut ging es über links, erneut durfte Iago flanken, diesmal köpfte André Hahn in der Mitte ein. Nicht zuletzt auch, weil bei Lucas Hernández das Navi ausfiel. 2:0!

Und was macht man als FC Bayern in dieser Situation? Zum Beispiel den Anschlusstreffer. Pavard flankte von rechts, Thomas Müller verlängerte bei seinem Jubiläum mit der Hacke an den Elfmeterpunkt, wo Robert Lewandowski technisch anspruchsvoll volley verkürzte. Der FC Bayern drückte, versuchte noch vor der Pause den Ausgleich zu erzielen. Doch die Augsburger belohnten sich für eine äußerst engagierte und abgezockte erste Hälfte mit der 2:1-Pausenführung.

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Bayern drückt – aber ergebnislos

Zur Pause hüllte sich die WWK-Arena in Nebel. Doch während die Augsburger auf Wolke 7 schwebten, erlebte der Rekordmeister bislang sein Mordor. Alphonso Davies machte sich in der Pause intensiv warm. Julian Nagelsmann verzichtete zunächst auf Wechsel, wie auch Markus Weinzierl.

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Photo by Sebastian Widmann/Getty Images

Sechs Minuten nach Wiederanpfiff war es schließlich soweit. Davies kam für Richards und Jamal Musiala für Marcel Sabitzer. Die Wechsel sorgten für etwas mehr Belebung im Münchener Spiel. 54. Minute, im Nachgang eines Eckballs legte Upamecano für Goretzka ab, dessen Abnahme über das Tor ging.

Danach hatten die Münchener zwar viel Ballbesitz, aber wenig klare Torchancen. Erst in der 73. Minute schlug Davies wieder einen Haken, sein Abschluss zischte knapp am rechten Pfosten vorbei. Sieben Minuten später setzte Müller Lewandowski glänzend in Szene. Bayerns Nummer 9 beförderte die Kugel allerdings genau auf seinen Landsmann Rafał Gikiewicz. Den Rebound jagte Davies drüber. Das war die letzte Gelegenheit.

Der FC Augsburg gewinnt nicht unverdient gegen einen FC Bayern, der zu keinem Zeitpunkt in diesem Spiel angekommen war, sich zudem immer wieder fahrig in seinen Offensivaktionen zeigte. In Abwesenheit von Joshua Kimmich konnten sie auch über Standards keine Gefahr erzeugen. So gibt es direkt nach der Länderspielpause den nicht unverdienten Dämpfer. Anstatt mit sieben Punkten Vorsprung Druck auf Dortmund aufzubauen, kann der BVB im Falle eines Sieges gegen den VfB Stuttgart den Rückstand auf einen Zähler verkürzen. Lange müssen die Münchener nicht warten, bis sie dieses Spiel wiedergutmachen können: Am Dienstagabend treten sie in Kiev an, bevor mit Arminia Bielefeld und Borussia Dortmund zwei Topspiele anstehen.

Der FC Augsburg holt mit Saisonsieg Nummer drei seinerseits absolute Big Points, verlässt über Nacht den Relegationsplatz und kann sich in aller Ruhe ansehen, was Stuttgart (Dortmund, (A)), Frankfurt (Freiburg (A)) und Bielefeld (Wolfsburg (H)) zu bieten haben. In Berlin sowie gegen Bochum haben sie die Chance, auf diesem Erfolg aufzubauen.

Der Endstand aus der WWK-Arena: FC Augsburg 2, FC Bayern 1.

Photo by Sebastian Widmann/Getty Images

 

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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