Bundesliga | „Ist nicht so, dass sie nur 1.500 Euro verdient haben“ – Die Stimmen zu Bayerns Sieg gegen Union

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News | Nach zwei Remis in Folge ist der FC Bayern mit dem 4:0 gegen Union Berlin im Topspiel des 27. Bundesliga-Spieltags wieder auf Kurs. Bei den Münchenern stand einmal mehr Robert Lewandowski im Mittelpunkt. Die Gäste haderten vor allem mit der ersten Halbzeit – und der eigenen Effizienz. Sky sammelte nach dem Spiel Reaktionen.

Union mutig, aber unbeholfen, Bayern effizient – und sieben Zähler vor

4:0 gewann der FC Bayern das Topspiel des 27. Bundesliga-Spieltags gegen Union Berlin. Nach dem Dosenöffner von Kingsley Coman legte Tanguy Nianzou, der in Abwesenheit von Niklas Süle und Benjamin Pavard ran durfte, im Anschluss an eine Ecke nach. Mit dem Pausenpfiff stellte Robert Lewandowski vom Punkt auf 3:0 – und erhöhte direkt zu Beginn der zweiten Halbzeit abermals. Für Lewandowski waren es die Saisontore 30 und 31. Im Anschluss brachten die Münchener den klaren Sieg sicher nach Hause und zogen im Fernduell mit Borussia Dortmund vorerst wieder auf sieben Punkte davon. Zwar kam auch Union Berlin zu einem Potpourri an guten Möglichkeiten, vermochten diese aber nicht zu nutzen und machten zusätzlich eklatante Fehler in der Defensive. Nach der Partie sprach Sky mit Siegern und Besiegten.

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„Habe nicht das Gefühl, dass er mit den Gedanken woanders ist“ – Kimmich und Müller mit Lewandowski-Lob

Nach den beiden Unentschieden gegen Leverkusen (1:1) und in Sinsheim (1:1) zeigte der Seismograph der Säbener Straße wieder etwas größere Ausschläge. Man ließ Borussia Dortmund bis auf vier Punkte herankommen. Gegen Union Berlin musste der FC Bayern ein Zeichen setzen – und tat das auch. Entsprechend gelöst war die Stimmung nach dem 4:0-Sieg. „Das war Glück“, witzelte Kingsley Coman über seine Schusstechnik vor dem Führungstreffer.

Trotzdem gab es noch reichlich Verbesserungsbedarf. Direkt im Anschluss an das 1:0 erspielte sich Union eine Reihe von guten bis sehr guten Torchancen, Manuel Neuer musste retten. „Gerade in der ersten Halbzeit haben wir zwei, drei Situationen zugelassen, die sicher unnötig waren. Einmal nach einem Standard, einem seitlichen Freistoß, den Manu dann super hält, noch ein, zwei weitere ganz gute Chancen. Trotzdem war es glaube ich schon ein verdienter Sieg, man hat gemerkt, dass die Einstellung, die Herangehensweise hat gepasst“, resümierte Joshua Kimmich.

Wie gewohnt spielte er im defensiven Mittelfeld. Die Besetzung hinter ihm war allerdings neu. Niklas Süle (Muskelfaserriss) und Benjamin Pavard (COVID-19) fielen aus, sodass Dayot Upamecano und Tanguy Nianzou ihre Chance bekamen. Eine Chance, die sie laut Kimmich auch genutzt haben. „Der Upa und der Tanguy, das hat sich eigentlich relativ sicher angefühlt.“

 



 

Alles andere als sicher, ist die Zukunft der Leistungsträger Manuel Neuer, Thomas Müller und vor allem Robert Lewandowski. Im Sommer nächsten Jahres laufen ihre Verträge aus. Vollzug konnte noch bei keinem der drei vermeldet werden. Trotzdem bleibt man von offizieller Seite weiterhin ruhig. „Ich weiß jetzt nicht, wie die Gespräche sind oder ob es Gespräche gibt. Aber man muss schon sagen, dass sich Robert voll reinhaut. Ich habe nicht das Gefühl, dass er mit den Gedanken woanders ist“, so Joshua Kimmich.

Eins Einschätzung, die auch Julian Nagelsmann teilt. „Es ist ja auch nicht so, dass keiner mit ihm spricht. Er ist herausragend und natürlich wollen wir ihn behalten. Doch so einfach, wie man sich das vorstellt, ist es nicht. Man muss schon einige Runden drehen. Ich habe aber auch nicht das Gefühl, dass er sich hier nicht wohlfühlt.“ Vor allem auf das Timing komme es an.

„Am Ende wünschen wir uns alle, dass die betroffenen Spieler bleiben. Und dann wird’s die Gespräche auch irgendwann geben. Die finanziellen Absicherungen der genannten Spieler ist so, dass sie auch ganz locker in die Sache gehen können, weil jetzt nicht nächste Woche der Vertrag ausläuft und sie nicht nur 1.500 Euro verdient haben.“

„Machen drei Eigentore“ – Union hadert mit erster Halbzeit

Wenig Grund zur Lockerheit hat im Moment Union Berlin. Vier Zähler aus den letzten sieben Spielen. Der anvisierten 40-Punkte-Marke läuft man noch immer hinterher, könnte morgen sogar von Eintracht Frankfurt in der Tabelle überholt werden, sollten sie in Leipzig gewinnen.

„Wir hätten auf jeden Fall ein Tor machen müssen, von unseren klaren Torchancen in der ersten Halbzeit. Der andere Punkt ist natürlich, dass wir quasi drei Eigentore machen. Die Tore düfen so natürlich nicht passieren, gerade nicht in München und dann bist du ganz schnell auf der Verliererstraße“, fasste ein bedienter Bastian Oczipka im Interview zusammen.

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Photo by MICHAELA REHLE/AFP via Getty Images

Eine Einschätzung, die sein Trainer uneingeschränkt teilte. Doch so hoch, wie die Münchener das Duell auf dem Platz gewannen, so hoch gewannen die FCU-Fans das außerhalb. Immer wieder waren Unioner Sprechchöre zu hören. Sei es die Vereinshymne oder ein „Ohne Eisern wär hier gar nichts los!“ Ein Umstand, den Urs Fischer zu schätzen wusste: „Das ist außergewöhnlich. Das ist ja nicht das erste Mal, wo wir verlieren und trotzdem gefeiert werden. Ich glaube aber schon, dass die Fans auch honorieren, dass die Mannschaft sich bemüht. Dass sie alles gibt und auch nach dem 4:0 haben wir nicht aufgehört, haben weitergemacht und ich glaube, dann darf man auch ein bisschen applaudieren.“

Photo by MICHAELA REHLE/AFP via Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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