Bundesliga | Müller legt Bayern den Sieg gegen Wolfsburg unter den Weihnachtsbaum

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News | Mit der Partie zwischen dem FC Bayern und dem VfL Wolfsburg begann der 17. Bundesliga-Spieltag, der letzte des Jahres 2021. Nachdem sich der FC Bayern eine Halbzeit lang schwer tat, drehten sie nach der Pause auf – und legten sich ein 4:0 unters Bäumchen.

Müller belohnt sich beim Rekordspiel – Wolfsburg defensiv

Stimmungstechnisch könnten beide Mannschaften kaum weiter auseinanderliegen, ergebnistechnisch auch nicht. Während der FC Bayern am frühen Dienstagabend 5:0 in Stuttgart gewann, unterlag der VfL Wolfsburg dem 1. FC Köln in der Spätschicht zuhause – trotz zweimaliger Führung – 2:3.

 



 

Zwei Wechsel nahm Julian Nagelsmann vor: Niklas Süle fiel kurzzeitig mit Rückenproblemen aus, für ihn stand Dayot Upamecano in der Startelf. Kingsley Coman musste schon während der Partie in Stuttgart ausgewechselt werden, konnte diesmal nicht mitwirken. So durfte Leroy Sané auf links beginnen.

Doppelt so oft, also viermal, rotierte Florian Kohfeldt. John Anthony Brooks, Yannick Gerhardt, Renato Steffen und Luca Waldschmidt begannen für Jérôme Roussillon, Dodi Lukébakio sowie die Nmecha-Brüder.

Wolfsburgs Hoffnung heißt Weghorst – Bayern tut sich schwer

Bayern begann die Partie dominant, Wolfsburg konzentrierte sich ausschließlich auf die Defensive. So dauerte es sieben Minuten bis zum ersten ernsthaften Abschluss der Partie. Infolge eines Sané-Freistoßes setzte der Rekordmeister nach. Serge Gnabry wuchtete die Kugel aus 25 Metern direkt aufs Tor, Koen Casteels konnte nur nach vorne abprallen lassen. Dort stand Thomas Müller und staubte ab. Sebastiaan Bornauw hob eine eventuelle Abseitsposition auf. Müller belohnte sich damit im 400. Bundesligaspiel für den FC Bayern mit einem Treffer Mehr haben nur Klaus Augenthaler (404), Georg Schwarzenbeck (416), Gerd Müller (427), der Vorstandsvorsitzende Oliver Kahn (429) sowie Sepp Maier (473) vorzuweisen.

Der Defensivplan des VfL war somit früh am Abend torpediert. Also: Offensive. 8. Minute, nach einem Steilpass setzte sich Wout Weghorst gegen Alphonso Davies durch, Manuel Neuer parierte.

Ansonsten kam von den Gästen nicht viel, weshalb Julian Nagelsmann die Doppelsechs aus Jamal Musiala und Marc Roca im Laufe der Partie auflöste, beziehungsweise sie durch die beiden Innenverteidiger Lucas Hernández und Dayot Upamecano ersetzte. Die nächste Gelegenheit ergab sich in Minute 11. Diesmal zog Sané aus der Distanz ab, erneut ließ Casteels nur abprallen, Robert Lewandowski konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen.

Die Münchener mussten gegen den VfL viel Geduld und Resilienz aufweisen, um zu Gelegenheiten zu kommen. 25. Minute, Musiala verschaffte sich mit einer feinen Körpertäuschung im Strafraum Platz, visierte das kurze Eck an, verfehlte es jedoch auch relativ klar.

Die Wolfsburger bekamen nicht viel auf die Gabel, aber wenn, dann Hochkarätiges. Nach einer guten halben Stunde hebelten sie die Münchener Defensive mit zwei Pässen aus. Maximilian Arnold auf Yannick Gerhardt, der direkt in die Mitte flankte. Dort kam Weghorst eingeflogen, verfehlte jedoch klar. Drei Minuten vor der Pause kam der Niederländer erneut zum Abschluss, den sich Neuer jedoch sicher angelte. So ging es mit dem 1:0 in die Pause.

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Früher Doppelschlag macht alles klar – und Lewandowski spät sein Tor

Unverändert gingen beide Mannschaften ihre letzten 45 Minuten des Jahres 2021 an, nicht nur personell, sondern auch spielerisch. Der FC Bayern dominierte und hatte in Minute 55 seine erste Torchance. Lewandowski wartete, bis Bornauw den Tunnel aufmachte, um in der Mitte Musiala in Szene zu setzen, Casteels parierte gut, der abgefälschte Abschluss von Sané ging über das Tor. Eckball.

Die ursprüngliche Variante von Sané brachte nicht viel ein. Doch die Münchener setzten nach. Sané spielte einen Doppelpass mit Gnabry und hatte an der Grundlinie das Auge für Müller, der in die Mitte zu Dayot Upamecano flankte. Bayerns Nummer 2 drehte den Kopfball klasse von Casteels weg zu seinem ersten Pflichtspieltor für den Rekordmeister.

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Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images

Diesmal blieb der FC Bayern dran. 60. Minute, Gnabry leitete zu Sané weiter, der robbenesk in die Mitte zog und ins lange Eck vollendete. Einmal gönnte sich Wolfsburg einen Moment an der frischen Luft – und die Münchener machten aus einem 1:0 ein 3:0.

Und sie machten keine Anstalten, lockerzulassen. 66. Minute, Pavard steckte für Gnabry durch, der direkt flach und scharf an den zweiten Pfosten zu Lewandowski passte – drüber. Auch seine nächste Chance in Minute 76, als Müller per Kopf auf Gnabry ablegte und der wiederum Lewandowski bediente, machte Casteels zunichte.

Lewandowski knackt spät nächsten Müller-Rekord, Pavard sorgt für Kuriosum

Allerdings sind aller guten Dinge drei: 87. Minute, Upamecano bediente Musiala, der per Kopf in die Mitte legte. Diesmal ließ Lewandowski Casteels per Volley keine Chance. Feliz Navidad. Für Lewandowski war es der 43. Bundesliga-Treffer in diesem Kalenderjahr – damit übertrifft er spät noch die Rekordmarke von Gerd Müller (42).

Ein Treffer, dem eine kuriose Geschichte vorausging: Mitten im Spiel entschwand Benjamin Pavard plötzlich zu einem gar privaten Termin, einem offensichtlich sehr dringenden, privaten Termin. An der Seitenlinie stand Malik Tillman zur Einwechslung bereit, Musialas Nummer 42 leuchtete rot auf der Anzeigetafel. Doch im Überschwang der Ereignisse entschied sich Julian Nagelsmann, seinen Rechtsverteidiger in Ruhe den eigenen Bedürfnissen nachgehen zu lassen, Tillman ersetzte Pavard für die letzten Minuten.

Der Sieg geht letztendlich auch in der Höhe in Ordnung. Nachdem die Wolfsburger Defensivtaktik eine Halbzeit lang aufging, schalteten die Münchener zur Stundenmarke zwei Gänge hoch und überrundeten den VfL. Upamecano und Sané machten die drei Punkte klar. Danach versuchte der Rekordmeister noch, Lewandowski seinen Treffer aufzulegen, was drei Minuten vor Schluss gelang. Für die Münchener geht es am 7. Januar weiter – mit einem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach. Trainingsauftakt ist am 2. Januar.

Ein offensiv bisweilen biederer VfL Wolfsburg muss derweil die siebte Niederlage am Stück einstecken. Am 29. Dezember erwartet Florian Kohfeldt die Seinen zurück, damit sie sich bis zum Auswärtsspiel anne Castroper in Bochum am 9. Januar vorbereiten können.

Der Endstand aus der Allianz Arena: FC Bayern 4, VfL Wolfsburg 0.

Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images

 

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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