Bundesliga | „Dass ich mich mit Fredi unterhalten werde, ist ganz klar“ – Die Stimmen zu Gladbachs Sieg gegen Hertha BSC

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News | 2:0 gewann Borussia Mönchengladbach das Topspiel des 26. Bundesliga-Spieltags gegen Hertha BSC. Im Anschluss an die Partie sprach Sky mit Siegern und Besiegten.

Ginter und Sommer erleichtert, Peintinger mit Hütter-Update

Nach dem Spiel taten die Gladbacher Spieler etwas, was man normalerweise nur nach großen Erfolgen sieht: Eine Ehrenrunde vor den eigenen Fans. Genau daran konnte man sehen, wie viel an diesem Sieg, dem dritten in der Rückrunde, hängt. „Es war natürlich ein sehr, sehr wichtiges Spiel, mit einer Menge Brisanz. Bei beiden Mannschaften hat man gemerkt, dass nicht alles rund läuft. Ich glaube, wir haben in der ersten Halbzeit eine super Leistung gebracht, sind dann eigentlich auch verdient in Führung gegangen. Wir haben in der zweiten Halbzeit ein bisschen das Gegenbeispiel geliefert. Da haben wir es nicht mehr geschafft, hoch anzulaufen. Da haben wir es nicht mehr geschafft, den Gegner weiter weg vom Tor zu halten, hatten Glück mit dem einen Lattenschuss. Im Endeffekt zählen heute mal nur die drei Punkte und da sind wir sehr glücklich“, fasste Matthias Ginter den Sieg zusammen.

Auch Yann Sommer gab zu, dass die jüngste Negativserie, mit der 2:3-Niederlage in Stuttgart an der Mannschaft gezehrt hat, meinte aber auch: „Wenn Sachen nicht funktionieren, wenig Vertrauen, wenig Mut in gewissen Situationen und das hat mir auch sehr gut gefallen, wie wir das heute gemacht haben. Es ist wichtig, dass wir uns an kleinen Erfolgserlebnissen aufbauen, dass wir die mitnehmen. Das gibt uns ein gutes Gefühl im Spiel und dem Gegner ein schlechtes. Mit dem müssen wir gut spielen und das ist uns heute gelungen.“

 



 

Christian Peintinger hat „in der ersten Halbzeit eine Mannschaft gesehen, die das Herz am rechten Fleck hat, die versucht hat, das Spiel zu diktieren, die über die Grenzen gegangen ist.“ Trotzdem warnte Gladbachs Co-Trainer abe auch: „Wir sind noch lange nicht gerettet. Das wissen wir auch. Wir wissen auch um die Situation. Uns geht es immer darum, diese Leistung zu bestätigen. Wir haben oft auf gute Leistungen hin wieder schlechte Leistungen. Jetzt haben wir einen unangenehmen Gegner in Bochum, wo wir genau wissen, dass es wirklich schwierig wird. Da müssen wir dagegenhalten. So wie wir heute dagegengehalten haben, müssen wir auch in Bochum dagegenhalten.“

Für Peintinger war es das zweite Mal, dass er Adi Hütter vertreten musste – und auch der zweite Sieg. Trotzdem stellt er sich auf weitere Auftritte an der Seitenlinie ein. Wann Hütter zurückkehre, wisse Peintinger nicht. „Ich habe heute nur kurz mit ihm telefoniert. Es geht ihm, glaube ich, nicht ganz so gut. Ich denke, er hat zusätzlich eine Kehlkopfentzündung und ich weiß es nicht, wann er kommen wird.“ In diesem Sinne: Gute Besserung und eine schnelle Genesung auch von dieser Stelle.

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„Das Ergebnis bedeutet, dass wir uns besprechen werden“ – Bobic zu Korkut-Zukunft

Auf der Suche nach Besserung ist man auch in Berlin. Allein, sie ist nicht in Sicht. Neun Bundesligaspiele sind inzwischen seit dem 3:2-Sieg gegen Borussia Dortmund vergangen. In diesem Zeitraum waren die Unentschieden in Wolfsburg (0:0) und gegen Bochum (1:1) das höchste der Gefühle.

Dementsprechend zerknirscht zeigten sich die Verantwortlichen. „Am wichtigsten war auf jeden Fall, dass ich gesehen habe, dass die Jungs alles reingehauen haben. Sie sind um einiges mehr gelaufen. Sie haben alles reingehauen. Sie haben gefightet. Klar, in der ersten Halbzeit kann man sagen, wir haben zu wenig nach vorne gemacht. Aber die Strategie war eigentlich auch erstmal, die Defensive zuzuhalten. Das haben sie über weite Strecken gut gemacht, kriegen einen unnötigen Elfmeter. den wir selbst produzieren. Das war natürlich ärgerlich“, so Fredi Bobic.

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Photo by Frederic Scheidemann/Getty Images

Zur Zukunft von Tayfun Korkut äußerte sich Bobic eher ungewiss: „Das (Ergebnis) bedeutet, dass wir uns besprechen werden, ganz in Ruhe, nach dem Spiel, wie wir es immer auch machen, auch morgen früh und dann werden wir sehen. Wir werden uns morgen auf jeden Fall dazu äußern.“

Tayfun Korkut selbst war „so kurz nach dem Spiel natürlich erstmal enttäuscht.“ Die erste Halbzeit habe man trotz druckvollen Gladbachern gut verteidigt, wenngleich man mit Ball unruhig war. Trotz den beiden Gegentoren habe man „immer weitergemacht. Deshalb kann ich der Mannschaft auch keinen Vorwurf machen.“

Wie Bobic wollte sich auch Korkut selbst nicht zu seiner Zukunft äußern: „Zuallererst kann ich hier nur über das Spiel reden. Aber dass ich mich mit Fredi unterhalten werde, das ist für mich auch ganz klar und dass der Verein vor uns allen steht und der auch vor mir steht, das ist auch klar.“

Worte, die faktisch wenig aussagen, aber trotzdem klarer kaum sein könnten.

Photo by Maja Hitij/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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