Bundesliga | Haaland ist zurück, SC düpiert RB, Hertha besiegt Frankfurt

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News | Der Samstagnachmittag des 8. Bundesliga-Spieltags. Unter anderem mit dem Duell zwischen BVB und Bo, der Einweihung von Freiburgs neuem Stadion mit RB Leipzig auf der Gästeliste oder dem VfL Wolfsburg an der alten Försterei.

Blitzstart BVB, Hertha überrascht SGE, Forsberg schockt SC

Das erste Ausrufezeichen setzte der BVB in Minute 3: Thomas Meunier inszenierte über rechts. Seine Flanke über rechts klärte Stefan Bell genau auf Anton Stach. So landete die Kugel im Rückraum bei Marco Reus. Dortmunds Kapitän versenkte per Dropkick in den rechten Winkel. Kategorie: Traumtor.

 



 

Nur vier Minuten später, 7. Minute in Frankfurt, setzte sich Vladimir Darida auf links durch. Seine Flanke touchierte Marco Richter minimal per Kopf, sodass der Ball über den rechten Innenpfosten im langen Eck landete.Die Frankfurter, vor Spieltagsfrist noch als Bayern-Besieger unterwegs, bekamen die kalte Dusche verpasst. Hertha BSC präsentierte sich in dieser ersten Hälfte besser und torgefährlicher. In Minute 18 musste Kevin Trapp herausragend gegen Krzysztof Piątek parieren. Zur Pause hätten die Berliner höher als 1:0 führen können, wenn nicht sogar müssen.

Auch der SC Freiburg machte einen guten Eindruck beim ersten Bundesliga-Spiel im neuen Stadion. Nach 12 Minuten kam Christian Günter mit mehreren Doppelpässen bis an die Grundlinie, gab ideal an den kurzen Pfosten zu Woo-Yeong Jeong, der die SC-Führung allerdings verpasste. Das sollte noch auf Wiedervorlage kommen. 31. Minute, Philipp Lienhart traf Christopher Nkunku leicht an der Strafraumkante. Der Franzose nahm den Kontakt dankbar an und ging zu Boden. Emil Forsberg verwandelte den Strafstoß unter den Pfiffen der Heimfans souverän unten rechts zum 0:1. Da Christian Streich etwas zu deutlich anmerkte, dass er mit dieser Entscheidung selbstredend vollkommen einverstanden ist, wurde er von Daniel Siebert noch mit Gelb bedacht. Bis zur Pause tat sich nichts mehr, RB nahm die knappe Führung in die Halbzeit.

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Haaland belohnt BVB, Union schlägt Wolfsburg, Hertha gewinnt

Den Einstand in die zweite Hälfte machte Union Berlin gegen den VfL Wolfsburg: 49. Minute, Julian Ryerson verlängerte einen langen Ball zu Max Kruse. Unions Nummer 10 hatte das Auge für den durchstartenden Genki Haraguchi. Der Japaner bediente Taiwo Awoniyi, der durch die Beine von Koen Casteels vollendete. 1:0!

Borussia Dortmund führte bereits seit der 3. Minute im Heimspiel gegen Mainz 05 – und bekam in Minute 53 die Chance, nachzulegen, weil Silvan Widmer im Duell mit Erling Haaland ein Handspiel beging: Der hohe Rat aus Schiedsrichter Daniel Schlager und VAR Dr. Matthias Jöllenbeck tagte – und entschied auf Strafstoß. Bo Svensson klatschte an der Seitenlinie höhnisch Applaus. Schlager verstand den Wunsch nach einer Zugabe und zückte Gelb. Zurück zum Geschehen auf dem Platz: Haaland nahm sich des Elfmeters an und hatte Glück, dass dieser genug Druck hatte, ansonsten hätte ihn Robin Zentner per Fußparade noch über den Querbalken lenken können. So erhöhte der BVB auf 2:0.

Zwei Mannschaften konnten in dieser Spielzeit bislang gegen den FC Bayern punkten: Borussia Mönchengladbach (1:1) und Eintracht Frankfurt (2:1). Für Gladbach gab es am darauffolgenden Spieltag ein 0:4 in Leverkusen – und auch die Eintracht steuerte geradewegs auf eine Niederlage zu, lag noch immer 0:1 gegen Hertha BSC zurück. Zwar war der Auftritt nach der Pause deutlich präsenter und vielversprechender, man konnte die Berliner am eigenen Strafraum festzurren. Doch wirkliche Großchancen blieben eher Mangelware. Hertha machte ein engagiertes Spiel und versuchte auch immer wieder, fußballerische Akzente zu setzen. So wie in Minute 63: Wieder einmal inszenierte Vladimir Darida und machte das Spiel schnell, Maximilian Mittelstädt gab in die Mitte, wo Ishak Belfodil noch verpasste. Am zweiten Pfosten lauerte jedoch der eingewechselte Jurgen Ekkelenkamp und erhöhte mit seinem ersten Ballkontakt auf 0:2.

Photo by Alex Grimm/Getty Images

Praktisch zeitgleich, in der 64. Minute fand auch der SC Freiburg erstmals im neuen Stadion den Weg auf die Anzeigetafel. Bei einer Grifo-Flanke verloren sowohl Joško Gvardiol, als auch Willi Orbán Woo-Yeong Jeong aus den Augen. Freiburgs Nummer 29 köpfte ohne Probleme zum Ausgleich ein. Das 1000. Heimtor in der Bundesligageschichte des SC! Dem Dreisamstadion war es nicht mehr vergönnt, dafür dem Europa-Park Stadion. Der – mittlerweile – verdiente Ausgleich. Nicht zuletzt auch, weil Daniel Siebert zu Beginn der zweiten Hälfte bei einem Duell zwischen Mohamed Simakan und Lucas Höler – konträr zur Situation vor der Pause – nicht auf Elfmeter entschied.

Frankfurt und Mainz verkürzen – Union macht den Deckel drauf

Zurück an den Main. Dort gab es den Strafstoß. Gonçalo Paciência gelang eine Ballannahme nur unzureichend. Alexander Schwolow machte es nur bedingt besser und brachte den Portugiesen stattdessen zu Fall. Paciência nahm sich der Geschichte selbst an und traf mittig, während Herthas Keeper im linken Eck lag. 78. Minute, Anschluss.

Zehn Minuten waren noch am Samstagnachmittag auf der Uhr. Und genau in diesem Moment gelang dem VfL Bochum im Duell Letzter gegen Vorletzer am Fürther Ronhof der Durchbruch: Eduard Löwen brachte einen Freistoß in die Mitte, den Anthony Losilla per Kopf ins lange Eck beförderte.

Drei Minuten später, in der 83. Minute, lief der VfL Wolfsburg in einen Unioner Konter. Andreas Voglsammer setzte sich links im Strafraum durch, seine Flanke in die Mitte verpasste Ridle Baku, nicht aber Sheraldo Becker. Koen Casteels konnte noch parieren. Der Ball hatte die Linie dabei allerdings schon überschritten. 2:0!

Das einzige Spiel, in dem jetzt noch eine Entscheidung ausstand, fand in Dortmund statt. Und zwar, weil Mainz 05 die Partie nochmal scharf machte. Die Fehlerkette ging in Minute 87 bei Gregor Kobel los, der einen Ball im Pressing auf das Haupt von Niklas Tauer chippte. Der 05-Youngster bediente Jae-Sung Lee im Strafraum. Ebenfalls per Kopf leitete der Südkoreaner in die Mitte weiter. Dort fühlte sich niemand für U21-Europameister Jonathan Burkardt zuständig, der zum 1:2 vollendete.

Also doch nochmal Spannung? Jein. Mainz warf zwar alles nach vorne, wirklich gefährlich wurden sie dabei allerdings nicht. Zumindest nicht für das gegnerische Tor. 90’+5, Silvan Widmer verlor die Kugel gegen den nachsetzenden Jude Bellingham, der in der Mitte Erling Haaland bediente. Freistehend konnte er Zentner noch fragen, ob er die Kugel in der Waffel oder im Becher haben möchte und zum 3:1-Endstand vollenden. 9. Saisontor. Die Ergebnisse.

Borussia Dortmund 3:1 Mainz 05
Tore: 1:0 Reus (3′), 2:0 Haaland (54′, Elfm.), 2:1 J. Burkardt (87′), 3:1 Haaland (90’+5)

SC Freiburg 1:1 RB Leipzig
Tore: 0:1 Forsberg (32′, Elfm.), 1:1 Jeong (64′)

Union Berlin 2:0 VfL Wolfsburg
Tore: 1:0 Awoniyi (49′), 2:0 S. Becker (83′)

Eintracht Frankfurt 1:2 Hertha BSC
Tore: 0:1 M. Richter (7′), 0:2 Ekkelenkamp (63′), 1:2 Paciência (73′, Elfm.)

SpVgg Greuther Fürth 0:1 VfL Bochum
Tor: 0:1 Losilla (80′)

Photo by Dean Mouhtaropoulos/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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