Bundesliga | Bell crasht die Berliner Party! Hertha braucht für Klassenerhalt Schützenhilfe aus München!

Bundesliga Hertha BSC Mainz 05
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News | Showdown um den Klassenerhalt im Berliner Olympiastadion. Im letzten Topspiel dieser Bundesliga-Saison empfing Hertha BSC den 1. FSV Mainz 05. Nach 94 Minuten unterlagen sie 1:2 – und müssen für den Klassenerhalt auf Schützenhilfe hoffen.

Selke macht Lotkas Patzer spät wett, Svensson mit irrsinniger Gelb-Statistik

Willkommen im Olympiastadion! Mit den Siegen in Augsburg (1:0) und gegen den VfB Stuttgart (2:0) hat die Hertha die Tür zum Klassenerhalt weit geöffnet. Da man vor Wochenfrist in Bielefeld nicht über ein 1:1 hinauskam, gilt es nun gegen Mainz 05 hindurchzugehen.

 



 

Die Mainzer sind bereits sicher im Tabellenmittelfeld gelandet, nun gilt es in den letzten beiden Partien, die endgültige Parkposition zu ermitteln. Vergangene Woche ließ man dem FC Bayern keine Chance und gewann souverän wie hochverdient 3:1.

Deshalb nahm Bo Svensson auch nur einen Wechsel vor: U21-Europameister Finn Dahmen bekam im Tor die Chance, sich zu zeigen, Robin Zentner eine Pause. Zwei unfreiwillige Wechsel waren es bei Felix Magath: Marvin Plattenhardt fiel mit muskulären Problemen aus. Für ihn spielte Marton Dárdai ins Team. Zudem lag Marco Richter mit Erkältung flach und wurde von Vladimir Darida vertreten.

Stachs Treffer zählt nicht, Selke gleicht spät vom Punkt aus

Damit hinein in die Partie. Bereits nach fünf Minuten tauchte die Hertha erstmals gefährlich vor Finn Dahmen auf, weil Alexander Hack am Ball vorbeischlug. Davie Selke hatte komplett freie Bahn. Aus 16 Metern setzte er die Kugel allerdings deutlich links vorbei.

Die Partie gestaltete sich alles andere als ereignisreich, weshalb der nächste dicke Patzer gleich zum Treffer führte. 25. Minute, Mainz kombinierte sich sehenswert über die rechte Seite. Silvan Widmer leitete selbst ein. Über Anton Stach und Karim Onisiwo kam er im Strafraum erneut an die Kugel und schloss aus spitzem Winkel sofort ab. Marcel Lotka rutschte der Ball durch und der Ball hoppelte über die Linie.

Ein Tor, das so nicht zwingend in der Luft lag. Aber Mainz war dabei, sich die Führung in den kommenden Minuten zu verdienen. Zehn Minuten später legten sie sogar nach. Stach hielt aus 20 Metern halblinker Position drauf und überwand Lotka im langen Eck. Sascha Thielert hob allerdings sofort die Fahne – und das zurecht. Leandro Barreiro stand abseits und dadurch, dass er sich wegdrehte, griff er aktiv ins Spiel ein. Weiter 0:1.

Kurz vor der Pause wurde es nochmal turbulent: In der ersten von vorerst zwei Minuten Nachspielzeit verlängerte Marton Dárdai einen Eckball in den Fünfmeterraum, Mainz konnte klären. Doch plötzlich blieb Dedryck Boyata liegen. Der Mainzer Kapitän war seinem Pendant in die Hacken gelaufen. Patrick Ittrich schaute sich die Szene an der Seitenlinie zusammen mit Tobias Welz in Köln an und entschied zurecht auf Elfmeter. An der Seitenlinie machte Bo Svensson keinen Hehl daraus, dass er damit selbstredend komplett einverstanden ist und holte sich seine siebte (!) gelbe Karte dieser Saison ab. In seinen 122 Bundesligaspielen waren es pro Saison übrigens nie mehr als fünf.

Fünf Minuten über der eigentlichen Spielzeit durfte Davie Selke dann schließlich zur Tat schreiten und platzierte seinen Versuch perfekt unten links. Dahmen lag im anderen Eck. 1:1! Zur Pause hatte Hertha die Klasse noch nicht selbst gehalten, dazu bräuchte es einen Sieg. Aber sie würden die Klasse halten, wenn der VfB Stuttgart am morgigen Sonntag um 17:30 Uhr nicht gewinnt.

 

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Bells Kopfball macht alles klar – Hertha muss auf Schützenhilfe hoffen

Ohne personelle Wechsel ging es in die zweite Hälfte dieses letzten Topspiels der Saison 2021/22 – und auch vorerst ohne Wechsel auf der Anzeigetafel, wenngleich sich Karim Onisiwo in Minute 52 nach einem langen Ball gegen Marc-Oliver Kempf durchsetzte und unter den Querbalken traf. Zuvor sprang ihm die Kugel mehrmals an den Arm, was Patrick Ittrich sofort auffiel. Weiter 1:1. Svensson blieb diesmal an der Seitenlinie ruhig und malträtierte seinen Kaugummi.

20 Minuten vor Schluss kam es zu einem Duell zwischen Lucas Tousart und Stefan Bell im Herthaner Strafraum, bei dem der Mainzer Verteidiger mit dem Ellenbogen getroffen wurde. Ittrich begab sich in die Review Area, entschied sich allerdings gegen den Strafstoß.

Trotzdem wurde Mainz nun besser. 75. Minute, Aarón bediente mit einer wohltemperierten Flanke Jonathan Burkardt. Dessen Kopfball entschärfte Lotka herausragend mit dem Bein.

Bundesliga Hertha BSC Mainz 05

Photo by Maja Hitij/Getty Images

Neun Minuten vor Schluss holten sich die Mainzer doch noch die erneute Führung. Infolge einer Stach-Ecke stieg Stefan Bell im Rückraum wesentlich höher als Santiago Ascacibar und Maximilian Mittelstädt. Sein platzierter Kopfball schlug unten rechts ein. 1:2!

Zwei Minuten vor Schluss kam Luca Wollschläger für Vladimir Darida. Mit seinem ersten Ballkontakt hätte er un ein Haar auf 2:2 gestellt. Sein Abschluss im Rutschen krachte allerdings lediglich an den Innenpfosten.

Somit verbleibt Hertha auf dem 15. Tabellenplatz und muss auf Schützenhilfe des FC Bayern gegen den VfB Stuttgart hoffen. Mainz 05 springt derweil mit diesem Sieg auf Platz 9.

Am letzten Spieltag muss die Hertha in Dortmund antreten, Mainz empfängt Europa-League-Finalist Eintracht Frankfurt.

Der Endstand aus dem Olympiastadion: Hertha BSC 1, Mainz 05 2.

Photo by Maja Hitij/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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