Bundesliga | Hertha gewinnt auch ohne Magath, Mainzer Elfmeter-Party, Stuttgart erneut spektakulär

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News | Der Samstagnachmittag des 27. Bundesliga-Spieltags! Unter anderem mit dem ersten Hertha-Sieg der Ära Magath sowie zwei kuriosen Szenarien in Mainz.

Mainzer Blitzstart, Torlinien-Chaos – und eine stark verbesserte Hertha

Es dauerte gerade einmal 27 Sekunden, da war dieser Samstagnachmittag schon eröffnet. Mainz 05 empfing zuhause – bereits zum dritten Mal in dieser Saison – Arminia Bielefeld. Die Duelle in Bundesliga (2:1) und DFB-Pokal (3:2 n.V.) konnten die Mainzer beide für sich entscheiden. In beiden Spielen traf ein gewisser Jonathan Burkardt und so auch diesmal. Vom Anstoß weg kombinierte sich der Tabellenzehnte durch. Am Ende gab Silvan Widmer von rechts scharf in die Box, wo Burkardt einen Schritt schneller als Amos Pieper war und einschob. Die Arminia hatte bis hierhin nicht einmal den Ball berührt.

 



 

Fünf Minuten später setzte auch der FC Augsburg den ersten Stich: Iago machte über links Tempo und brachte die Flanke in die Mitte. Dort kam André Hahn bereits angerauscht und knallte die Kugel ins kurze Eck. 0:1.

Zurück nach Mainz, eine Viertelstunde war inzwischen auf der Uhr, als Moussa Niakhaté nach einer Ecke frei zum Kopfball kam. Stefan Ortega hatte Probleme mit dem Abschluss, ließ ihn kurz durchrutschen. Die Frage war, ob der Ball die Linie überquert hatte. Die Uhr von Felix Zwayer gab eine positive Rückmeldung. Vorerst stand es 2:0. Allerdings meldete sich Martin Thomsen aus Köln und schickte Zwayer an den Monitor – zurecht. Die Kugel hatte die Linie nicht vollständig überschritten. Ausnahmsweise lag bei der Torlinientechnik ein Fehler vor. Weiter 1:0.

Hertha im ersten Spiel der Ära Magath bissig, Augsburg antwortet postwendend

In Berlin machte die Hertha im ersten Spiel der Ära Magath einen stark verbesserten Eindruck. Sie zeigten sich viel giftiger, viel bissiger, viel präsenter in den Zweikämpfen. Auch, wenn Magath selbst COVID-positiv fehlte und von Co-Trainer Mark Fotheringham vertreten wurde. In Minute 39 belohnten sie sich. Marvin Plattenhardt brachte einen Freistoß aus dem linken Halbfeld in die Mitte. Niklas Stark kam mit viel Geschwindigkeit aus dem Rückraum und köpfte unhaltbar per Aufsetzer ins linke Eck. Ursprünglich ging die Fahne hoch. Nach mehrminütigem VAR-Check zwischen Daniel Schlager und Dr. Martin Thomsen zählte der Treffer. Ishak Belfodil stand abseits, hatte mit der Situation aber nichts zu tun, nicht so Stark, der von Magath und seinem Team gegen Hoffenheim erstmals auf der Sechs ausprobiert wurde.

44 Minuten waren in Stuttgart gespielt, als der VfB mit dem mittlerweile überfälligen Ausgleich erzielte. Borna Sosa brachte eine Freistoßflanke ins Zentrum. Allerdings nicht für Sasa Kalajdzic, sondern Waldemar Anton. Der Ausgang war derselbe. 1:1. Allerdings brauchte der FCA nicht lange für die Antwort. 45’+1, Arne Maier setzte Michael Gregoritsch herausragend in Szene, der frei vor Florian Müller mit dem schwächeren Rechten Augsburgs Führung wiederherstellte. Mit diesen Ergebnissen ging es in die Pause.

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Elfmeterschießen in Mainz, Stuttgarts später Wahnsinn, Fürth punktet

Die zweite Halbzeit brauchte gut eine Viertelstunde, um Zählbares zu produzieren. Kurz nach der Stundenmarke erhöhten Hertha und Mainz. Die 63. Minute war es bei den Rheinhessen. Manuel Prietl bulldozerte im Strafraum gegen Leandro Barreiro. Klare Geschichte, genauso klar, wie die Ausführung von Moussa Niakhaté. Halbhoch rechts, Ortega ohne Auftrag, 2:0.

Zwei Minuten später, in der 65. Minute, war es erneut ein Standard, nach dem die Hertha zuschlug. Diesmal bediente Plattenhardt links in der Box Marc-Oliver Kempf, der mit viel Übersicht zu Ishak Belfodil querlegte. Der Ex-Hoffenheimer schob aus kurzer Distanz freistehend ein – und eine Sieglosserie von neun Spielen schien dank eiserner Disziplin mit beeindruckender Leichtigkeit zu enden.

Und weil es so schön war, gab es die gleiche Prozedur eine Viertelstunde vor Schluss nochmal. Zurück nach Mainz. Wieder kam Barreiro im Strafraum zu Fall, diesmal gegen Andrés Andrade. Wieder zeigte Felix Zwayer auf den Punkt. Niakhaté überließ für Jonathan Burkardt, der ebenso sicher unten links verwandelte. 3:0.

Bundesliga Mainz Bielefeld

Photo by Alex Grimm/Getty Images

In Berlin gab es erneut einen Freistoß. Plattenhardt diesmal auf Boyata, der in die Mitte zu Lucas Tousart köpfte. David Raum ging dazwischen und murmelte die Kugel über die eigene Torlinie. 3:0.

In der 79. Minute funkte schließlich der VfB Stuttgart dazwischen – mit einem äußerst sehenswerten Freistoß von Omar Marmoush. Aus gut 25 Metern streichelte der ägypische Nationalspieler die Kugel über die Mauer in den linken Winkel.

In Mainz gab es…? Richtig, den nächsten Elfmeter. Was die Arminia in dieser Phase defensiv machte, hatte mit Bundesligatauglichkeit nur noch ganz entfernt etwas zu tun. Erneut war Prietl der Übeltäter, der den gerade erst eingewechselten Marcus Ingvartsen traf. Der Gefoulte trat selbst an – und machte es wie seine beiden Vorgänger. Oben links landete der Strafstoß. 79. Minute, 4:0. Drei Elfmeter, drei verschiedene Schützen, drei Treffer – in gerade einmal 14 Minuten.

Fünf Minuten vor Schluss drehte Stuttgart das Spiel komplett, weil Rafał Gikiewicz einen Ball zu kurz aus dem Strafraum boxte, Marmoush beförderte die Kugel wieder in Richtung Tor. Irgendwie rutschte sie bis nach links zu Tiago Tomás durch, der wuchtig unters Tordach zum 3:2 traf. Und Jubeln, bitte! Auch Pellegrino Matarazzo kam zu seiner Mannschaft in die Kurve. Die Ergebnisse.

Hertha BSC 3:0 TSG Hoffenheim
Tore: 1:0 N. Stark (39′), 2:0 Belfodil (63′), 3:0 D. Raum (ET, 74′)

Mainz 05 4:0 Arminia Bielefeld
Tore: 1:o J. Burkardt (1′), 2:0 Niakhaté (65′, Elfm.), 3:0 J. Burkardt (75′, Elfm.), 4:0 Ingvartsen (79′, Elfm.)

SpVgg Greuther Fürth 0:0 SC Freiburg
Tore: –

VfB Stuttgart 3:2 FC Augsburg
Tore: 0:1 Hahn (5′), 1:1 Anton (44′), 1:2 M. Gregoritsch (45’+1), 2:2 Marmoush (79′), 3:2 Tiago Tomás (85′)

Photo by Martin Rose/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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