Bundesliga | „Ein sehr, sehr guter Schritt, auch mit der Leistung“ – Die Stimmen zu Kölns Sieg gegen Frankfurt

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News | 1:0 besiegte der 1. FC Köln im Topspiel des 23. Bundesliga-Spieltag Eintracht Frankfurt. Sky sammelte nach dem Spiel Reaktionen.

Modeste hievt Köln spät auf Platz 6

Lange Zeit lieferten sich Köln und Frankfurt ein intensives, wenngleich nicht immer spektakuläres Topspiel. Sechs Minuten vor Schluss bekam der eingewechselte Anthony Modeste die Chance, die er postwendend zu seinem 15. Saisontor nutzte. Damit springt Köln vorerst auf Platz 6, kann allerdings noch von RB Leipzig verdrängt werden, die am morgigen Sonntag in Berlin gastieren. Eintracht Frankfurt bleibt derweil bei vier Punkten nach sechs Rückrundenspielen stehen. Sky sprach mit den Protagonisten.

„Wir wollen nichts runterreden“ – Baumgart zufrieden mit Leistung und Ergebnis

Vor einem Jahr spielte der 1. FC Köln noch in der Relegation gegen Holstein Kiel. Mit dem 1:0 gegen Eintracht Frankfurt sprangen sie auf Rang 6. Gegen Europa will sich mittlerweile auch Steffen Baumgart nicht mehr wehren, beschwichtigt aber . „Erstmal fühle ich mich als Teil dieser Stadt und wir dürfen alle träumen. Wir wollen auch nichts runterreden, wir haben 35 Punkte, die haben wir uns erarbeitet und die haben wir uns auch mit gutem Fußball erarbeitet. Trotzdem sind Mannschaften vor uns, die schon eine etwas andere Qualität haben. Wir haben es auch vor dem Spiel gesagt. Wir haben gegen die Mannschaften gewonnen, die unter uns stehen. Gegen die oben haben wir’s noch nicht geschafft. Wenn wir uns allein den März angucken, wer da alles auf uns zukommt, alles gut. Wir sind froh über die Punkte, wir haben heute einen sehr, sehr guten Schritt gemacht, auch mit der Leistung.“

 



 

Siegtorschütze Modeste brachte die Kölner Wesen auf den Punkt: „Wenn du zwei Spiele gewinnst, träumen die Leute von der Champions League, wenn du zwei Spiele verlierst, ist Abstiegskampf. Wir müssen dranbleiben, bei uns bleiben und das einfach genießen. Letzte Saison war es sehr schwer, diese Saison haben die Leute Spaß zuzugucken. Man muss im Leben Spaß haben.“

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Glasner hadert: „Wehren uns nicht genug“

Wesentlich weniger Spaß hat Eintracht Frankfurt im Moment. Vier Punkte aus sechs Rückrundenspielen – und das vor dem Duell gegen den FC Bayern München. „Wir hatten heute unsere Chancen, auch hundertprozentige Torchancen, die nutzen wir momentan nicht. Aber wir haben viele Halbchancen, die wir einfach schlecht ausspielen, wo wir schlechte Entscheidungen treffen. Natürlich haben wir heute auch ein bisschen Pech gehabt. In der zweiten Halbzeit haben wir es ganz gut verteidigt. Aber wir haben in den letzten Wochen einfach zu oft einfache Fehler gemacht. Dann wirst du in der Bundesliga bestraft“, so Sportvorstand Markus Krösche.

Die Saisonziele kassieren wollte er eingedenk der aktuellen Negativserie allerdings nicht: „Natürlich, wir wollen um die internationalen Plätze kämpfen. Jetzt haben wir natürlich einen Rückschlag bekommen, keine Frage. Aber der Weg geht weiter. Wir werden unsere Mission nicht verändern. Wir müssen an den Sachen, die wir nicht gut machen, arbeiten. Weil es auch so eng ist, wenn wir ein, zwei Spiele gewinnen und dann ist es normal, dass das Pendel wieder in unsere Richtung ausschlägt. Dann werden wir auch die Spiele gewinnen und unsere Ziele erreichen.“

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Photo by Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Eine Sache, an der man laut Oliver Glasner arbeiten könne, ist die Aggressivität: „Wir schaffen es nicht, mit einem 0:0 heimzugehen. Wir stehen wieder da mit 40 Prozent gewonnener Zweikämpfe. Das zieht sich durch, da sind wir den Gegnern meistens unterlegen und dann wieder so ein verlorener Zweikampf, ein Ping-Pong-Ball und Modeste läuft von 40 Metern allein aufs Tor zu und wir fahren mit leeren Händen heim. Das ist sehr frustrierend.

Aber nicht nur im Spiel selbst, sondern auch bei strittigen Entscheidungen will Glasner seine Mannschaft aktiver sehen. Bei der Großchance von Sebastian Rode in der 9. Minute gab es abseits des Balles einen Zweikampf zwischen Rafael Santos Borré und Jonas Hector. Kölns Kapitän klärte den Abschluss anschließend von der Linie. Für Glasner ein klarer Strafstoß. „Ich hab den Eindruck, dass wir uns da manchmal nicht genug wehren. Das wird wichtig sein. Wir wussten, dass das heute ein intensives Spiel wird, das war es auch. Es ging hin und her. Beide Mannschaften hatten die Möglichkeit, das Spiel für sich zu entscheiden. Momentan gelingt uns das leider nicht.“

Die nächste Chance dazu gibt es im nächsten Topspiel gegen den FC Bayern. Bereits im Hinspiel holte die Eintracht einen überraschenden 2:1-Sieg.

Photo by Frederic Scheidemann/Getty Images

Victor Catalina

 

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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