Bundesliga | 5:1! Bayern zaubert sich in Leverkusen an die Tabellenspitze

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News | Vorhang auf für das Spitzenspiel der Woche! Zwei gegen Eins, Bayer Leverkusen gegen den FC Bayern München. Ein solches war es aber nur für eine halbe Stunde, bis der FC Bayern aufdrehte und letztlich verdient 5:1 gewann.

High Five! Bayern demontiert Leverkusen im Spitzenspiel

Der vergangene Spieltag verlieh dieser Begegnung zusätzliche Brisanz. Denn auf den Tag genau vor zwei Wochen unterlag der FC Bayern vor eigenem Publikum Eintracht Frankfurt 1:2, während Bayer Leverkusen wenig später 4:0 in Bielefeld gewann und nach Punkten gleichziehen konnte. Gerardo Seoane wechselte zum Spiel auf der Alm dreimal: Mitchel Bakker, Nadiem Amiri und Paulinho ersetzten Piero Hincapié, Amine Adli sowie Charles Aránguiz. Während die erstgenannten vorerst auf der Bank Platz nahmen, fehlte Aránguiz aufgrund einer Wadenverltzung, die er sich im Training zuzog, gänzlich im Kader.

 



 

Julian Nagelsmann hingegen verzichtete gänzlich auf Rotation und schickte dieselbe Elf, die auch Frankfurt 1:2 unterlag, auf den Rasen. Anlaufzeit brauchte die Partie keine. Beide Mannschaften pressten sofort hoch, was bedeutet, dass es auch zu vielen Standards kam. Ein erster Eckball für den FC Bayern versandete noch wirkungslos. Nicht aber der Freistoß aus dem linken Halbfeld in Minute 4: Joshua Kimmich brachte die Kugel an den zweiten Pfosten, wo sich Dayot Upamecano seiner Bewachung entzog, butterweich in die Mitte servierte, sodass Robert Lewandowski herausragend per Hacke verwandeln konnte.

Bayern erst fahrig, dann konsequent – Leverkusen fällt auseinander

Die Anfangsphase gehörte gänzlich dem FC Bayern. Zwar ließen sie Leverkusen immer wieder in Ballbesitzphasen kommen. Doch wenn es vor einem Tor gefährlich wurde, dann vor dem von Lukáš Hrádecký. 19. Minute, Leroy Sané bekam aus gut 20 Metern zu viel Platz, zog ab, traf aber lediglich Aluminium. Drei Minuten später durfte sich Leon Goretzka den Ball sogar noch zurechtlegen, sein Abschluss war zu zentral, Hrádecký packte zu.

Doch das war nur der Donner, vor dem Herbstgewitter, das in den kommenden Minuten über die BayArena hinwegzog. 30. Minute, die Münchener kombinierten sich blitzschnell bis an den Strafraum. Sané nahm Alphonso Davies an, der nach innen zog. Zum Abschluss kam Bayerns Linksverteidiger nicht mehr. Aber der Resteverwerter hieß Robert Lewandowski – 0:2.

Photo by Lukas Schulze/Getty Images

34. Minute, ein Eckball landete am zweiten Pfosten bei Niklas Süle, der sich fußballerisch gekonnt durchsetzte und abschloss. Die Kugel ging durch die Beine von Thomas Müller, der unhaltbar für Hrádecký abfälschte – 0:3.
Direkt vom Anstoß weg stibitzte sich der Rekordmeister wieder die Kugel: Thomas Müller flankte punktgenau von links auf Serge Gnabry. Bayerns Nummer 7 ließ die Kugel über den Außenspan ins lange Eck gleiten – 0:4.

Und wenn man schon gerade dabei ist: 37. Minute, Upamecano, Vorlagengeber zum 0:1, marschierte aus der eigenen Hälfte einfach mal los und schickte Serge Gnabry. Nach einem Doppelpass mit Leon Goretzka stand der Nationalspieler erneut frei vor Hrádecký und vollendete sicher zum 0:5! Direkt nach dem Treffer wechselte Julian Nagelsmann erstmals: Josip Stanišić, der unlängst bis 2025 verlängerte, kam für Davies. Mutmaßlich aus Schonungsgründen.

Und Pause. Das Spitzenspiel geriet komplett zur Einbahnstraße. Der Tabellenführer führte – auch in der Höhe verdient – 5:0 beim Zweiten. Immer wieder durfte sich der Rekordmeister durch die Mitte kobinieren. Vor allem auf Sané und Müller bekam die Werkself kaum Zugriff. So ist das Spitzenspiel schon nach 45 Minuten entschieden.

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Wenig Nennenswertes in Halbzeit zwei – Bayern gewinnt 5:1

Zwei Auswechslungen gab es zur Pause. Marcel Sabitzer kam für Leon Goretzka und auf der anderen Seite der wiedergenesene Edmond Tapsoba für Paulinho.

Die ersten Minuten von Durchgang zwei gehörten den Gastgebern. In Minute 53 parierte Manuel Neuer gegen den durchlaufenden Kerem Demirbay. Zwei Minuten später fand Bayer den Weg auf die Anzeigetafel. Florian Wirtz spielte einen wohltemperierten Steckpass auf Patrik Schick. Der Tscheche behauptete sich rechts und schloss hoch ins linke Eck ab. Über den Innenpfosten landete der Ball im Tor.

In den Folgeminuten tat sich – wenig überraschend – wenig. Der FC Bayern ließ schon die Credits über den Bildschirm laufen. Julian Nagelsmann gab unter anderem Omar Richards, Marcel Sabitzer, Kingsley Coman oder Jamal Musiala ein paar Minuten, auch Seoane schonte seine Stammkräfte für das Duell am Donnerstag im Benito Villamarín. So tröpfelte dieses Spitzenspiel langsam aus.

Der FC Bayern gewinnt deutlich, springt damit wieder an die Tabellenspitze und zeigte eindrucksvoll, dass die Niederlage gegen Eintracht Frankfurt keine bleibenden Spuren hinterlassen hat. Am Mittwoch geht es für Julian Nagelsmann und die Seinen zurück an den Ort, des größten Erfolgs der letzten Jahre, dem Estadio Da Luz. Leverkusen hingegen fällt auf Platz 3 zurück und muss schnell Wunden lecken. Am Donnerstag wartet Betis im Benito Villamarín zu Sevilla.

Der Endstand aus der BayArena: Bayer 1, Bayern 5.

Photo by Lukas Schulze/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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