Bundesliga | Keine Geschenke für den Ex-Trainer: Bayern besiegt auch Niko Kovačs Wolfsburger

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News | Am Sonntagabend des 2. Bundesliga-Spieltags empfing der FC Bayern den VfL Wolfsburg um Ex-Trainer Niko Kovač. Im Vergleich zu den vergangenen Partien gewannen die Münchener diesmal eher unspektakulär aber dennoch souverän 2:0.

Davies leitet doppelt ein, Musiala und Müller profitieren – Bayern führt zur Pause

1.016 Tage ist die Ära Niko Kovač beim FC Bayern inzwischen her und damit herzlich willkommen aus der Allianz Arena, wo der FC Bayern am Sonntagabend des 2. Bundesliga-Spieltags den VfL Wolfsburg empfing. Vor dem Spiel betonte Kovač, wie schön es sei, an an alte Wirkungsstätten zurückzukehren, mahnte aber auch, dass man gegen einen Gegner, der „schon übermächtig“ ist, auch fußballerisch mithalten müsse.

Der Auftakt hätte für die Münchener und ihren Double-Trainer aus der Saison 2018/19 kaum unterschiedlicher laufen können. Während der FC Bayern im Auftaktspiel vergangenen Freitag ein 6:1 in Frankfurt feierte, kamen Kovačs Wolfsburger gegen Werder Bremen – trotz Führung – nicht über ein 2:2 hinaus. Joshua Guilavogui rettete den Seinen sechs Minuten vor Schluss den Punkt.

 



 

Julian Nagelsmann hatte, ob der überzeugenden Siege beim DFL-Supercup in Leipzig (5:3) und in Frankfurt (6:1), auf der Pressekonferenz angekündigt, dass es nur wenig Grund gäbe, die Startelf zu verändern – und er hielt Wort. Zum dritten Mal in Folge begannen dieselben elf Akteure: Benjamin Pavard hinten rechts, Joshua Kimmich und Marcel Sabitzer im Mittelfeld. Davor Thomas Müller und Jamal Musiala auf der Doppelzehn und ganz vorne im 4-2-2-2 Serge Gnabry und Sadio Mané.

Niko Kovač wechselte einmal im Vergleich zum Heimspiel gegen Bremen: Joshua Guilavogui begann auf der Sechs neben Maximilian Arnold. Dafür wurde mit Josip Brekalo ein Offensiver geopfert. Mattias Svanberg rückte für den Kroaten ins offensive Mittelfeld.

Wolfsburg nur 30 Minuten gleichauf – Bayern vor der Pause komfortabel vorne

Damit hinein ins Geschehen: Es war der VfL, der den besseren Beginn erwischte, das Zentrum kompakt machte und immer wieder Nadelstiche setzte. Den ersten davon in Minute 4: Patrick Wimmer legte eine Flanke von links per Kopf quer, Alphonso Davies klärte, allerdings reichlich knapp an den eigenen Außenpfosten.

Ansonsten versuchten es die Wolfsburger gegen einen Rekordmeister, der bislang noch nicht im Spiel war, vornehmlich über die linke Seite, über die schnellen Omar Marmoush und Micky van de Ven, die Benjamin Pavard immer wieder in Laufduelle verwickeln sollten.

In Minute 13 hatten die Münchener ihre beste Gelegenheit: Benjamin Pavard verlängerte einen Eckball an die Oberkante des Querbalkens. 1:1 nach Aluminiumtreffern.

Mit zunehmender Spielzeit kamen die Gastgeber immer besser in die Partie. Auch, weil Julian Nagelsmann in Minute 19 Kimmich und Sabitzer die Positionen tauschen ließ. Das Ergebnis: Etwas Platz für Müller im rechten Halbfeld, Serge Gnabry gab vom Flügel direkt in die Mitte, wo Sadio Mané einschob. 1:0? Nicht ganz. Der Senegalese stand abseits.

Den Wolfsburgern gelang es nach einer guten halben Stunde kaum noch, für Entlastung zu sorgen, da die Münchener die Partie zunehmend in die gegnerische Hälfte verlagerten. 33. Minute, Alphonso Davies behauptete sich im Dribbling gegen vier Mann. Über Müller kam die Kugel zu Jamal Musiala, der sich ebenfalls drehen durfte und aus rund 20 Metern präzise im langen Eck versenkte. Das – mittlerweile verdiente – 1:0!

Ab hier schien es ein normaler Tag im Büro für den FC Bayern zu werden. Zehn Minuten nach dem Treffer ging Ridle Baku auf seiner rechten Seite gegen Davies viel zu früh ins Tackling und gab dem Kanadier die gesamte Außenbahn. Von der Grundlinie legte Davies zurück zu Kimmich. Thomas Müller hielt die Gabel in den Abschluss und stellte auf 2:0. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause.

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Drittes Abseitstor des Abends – Bayern wieder Tabellenführer

Zwei Wechsel gab es zur Pause: Leroy Sané ersetzte Serge Gnabry auf der einen Seite und Max Kruse Patrick Wimmer auf der anderen.

Abermals hatten die Gäste die erste Gelegenheit: 49. Minute, Kruse machte sofort auf sich aufmerksam und spielte in die Schnittstelle zu Ridle Baku. Der sorgte mit seiner Hereingabe von der Grundlinie im Zentrum für Tohuwabohu. Am Ende bekam niemand die Kugel ins Tor gestochert, Neuer packte zu.

Gut zehn Minuten nach Wiederanpfiff musste Neuer erneut eingreifen, entschärfte eine scharfe Hereingabe von rechts aber mit dem Arm. Danach allerdings genau dasselbe Spiel wie in der ersten Hälfte. 57. Minute, Sané spielte den Doppelpass mit Musiala und zog zentral von der Strafraumkante ab. Koen Casteels parierte den abgefälschten Abschluss herausragend.

Wenige Augenblicke später durfte Musiala aus 16 Metern halblinker Position abschließen. Über Thomas Müller kam die Kugel zu Dayot Upamecano, der bereits beim 4:0 gegen Wolfsburg in der Vorsaison traf und auch diesmal abstaubte. Die Fahne ging allerdings hoch und das zurecht. Müller stand in der verbotenen Zone.

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Photo by KERSTIN JOENSSON/AFP via Getty Images

In Minute 72 lag der Ball abermals im Wolfsburger Tor. Leroy Sané nahm einen Eckball volley und produzierte eine Bogenlampe, die Thomas Müller per Kopf für Sadio Mané querlegte. Casteels versuchte zu parieren. Der Ball hatte die Linie allerdings komplett überschritten. Blieb nur noch die Frage: Abseits, ja oder nein? Zum dritten Mal an diesem frühen Sonntagabend hieß die Antwort: Ja.

Der Sieg geht letztendlich in Ordnung. Wolfsburg hielt vor allem in der ersten halben Stunde gut dagegen, schaffte es aber nicht, in Form eines Treffers den entscheidenden Nadelstich zu setzen. So konnten die Münchener das Spiel zunehmend in die gegnerische Hälfte verlagern und sich vor der Pause in persona Jamal Musiala und Thomas Müller belohnen.

Damit holt sich der Rekordmeister die Tabellenführung von Borussia Dortmund, die am Freitag 3:1 in Freiburg gewannen, wieder zurück. Wolfsburg bleibt vorerst bei dem einen Zähler stecken und reiht sich auf Platz 14 ein.

Der FC Bayern behält auch kommendes Wochenende seinen 17:30-Uhr-Slot, wenn es anne Castoper, nach Bochum geht, gefolgt vom ersten Topspiel der Saison, gegen Borussia Mönchengladbach. Unter der Woche steht das Pokal-Nachholspiel in Köln-Müngersdorf gegen die Viktoria an, bevor der Rekordmeister an die alte Försterei reist.

Wolfsburg empfängt nächsten Samstag um 15:30 Uhr den FC Schalke 04, gefolgt von den Partien in Leipzig und gegen Köln, bevor Niko Kovač – und Oliver Glasner auf der anderen Seite genauso – einmal mehr gegen die eigene Vergangenheit antreten dürfen: im Deutsche Bank Park zu Frankfurt.

Der Endstand aus der Allianz Arena: FC Bayern München 2, VfL Wolfsburg 0.

Photo by KERSTIN JOENSSON/AFP via Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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