Der SC Freiburg holt ohne Trainer Streich einen Punkt bei Hertha BSC

Bundesliga

News | Ohne den an Corona erkrankten Cheftrainer Christian Streich war der SC Freiburg am Sonntagabend zu Gast bei Hertha BSC. Das intensive Duell im Berliner Olympiastadion endete mit einem 2:2 Unentschieden.

Kyereh trifft erneut, Lukebakio antwortet vom Punkt

Im Berliner Olympiastadion empfing im zweiten Sonntagspiel des Tages die seit vier Begegnungen ungeschlagene heimische Hertha den SC Freiburg. Wie schon beim 2:0-Erfolg über den FC Nantes in der Europa League mussten die Badener auf ihren Chefcoach Christian Streich (57) coronabedingt verzichten. Seinen angestammten Platz an der Seitenlinie nahm in Vertretung das Duo aus Co-Trainer Lars Voßler (46) und dem Koordinator für Talentförderung Julian Schuster (37) ein. Nach der Partie unter der Woche wurde die erwartbare Rotationsmaschine bei den Breisgauern nicht angeworfen, stattdessen blieb die Startelf unverändert. Bei den Gastgebern wechselte Sandro Schwarz (43) seine im 4-3-3-System angeordnete Anfangsformation, im Vergleich zum 1:1 gegen die TSG Hoffenheim, auf zwei Positionen. Für Wilfried Kanga (Bank) und Filip Uremovic (verletzt) rückten Neuzugang Augustin Rogel sowie Stevan Jovetic in die erste Elf. Die Leitung des Spiels übernahm der 37-jährige Robert Schröder.



Wenige Sekunden waren in der Hauptstadt gespielt, da unterlief Hertha-Keeper Oliver Christensen eine erste Unachtsamkeit. Eine harmlose Hereingabe ließ der Däne aus den Händen rutschen, doch die Freiburger konnten keinen Nutzen daraus ziehen. Die Breisgauer hatten in einer Begegnung, die zunächst vor allem zwischen den Strafräumen stattfand, deutlich mehr Ballbesitz. Insbesondere über die flinken Außenpositionen wurde das Spiel immer wieder angekurbelt. In der 22. Minute belohnten sich die Gäste für ihre spielbestimmende Anfangsphase. Nicolas Höflers gut getimten Chipball kontrollierte der umtriebige Japaner Ritsu Doan sehenswert, setzte sich mit einer Finte von Marvin Plattenhardt ab und fand in der Mitte seinen Mannschaftskollegen Daniel-Kofi Kyereh, der nur noch zum 0:1 einschieben musste.

Die Gastgeber resignierten jedoch nicht, sondern hatten ihrerseits eine starke Phase. Spätestens nachdem Jovetic Plattenhardts Freistoß ans kurze Eck nur knapp neben das Tor bugsierte, waren alle Fans der alten Dame auf Betriebstemperatur. Nach 32 Minuten entschied der Unparteiische Schröder nach Christian Günters Handspiel berechtigterweise auf Strafstroß für die Blau-Weißen. Diesen verwandelte der belgische Nationalspieler Dodi Lukebakio eiskalt – sein vierter Saisontreffer.

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Christensen schenkt den möglichen Berliner Sieg her

Ohne personelle Wechsel ging es in den zweiten Durchgang. Beide Mannschaften waren nun kompakter gestaffelt und zugleich griffiger in den Zweikämpfen. Als direkte Konsequenz dieser Herangehensweise ließen sich deutlich weniger Torabschlüsse verzeichnen. Doch mehr oder weniger aus dem Nichts dann plötzlich das sportliche Ausrufezeichen der Berliner Hertha. Der eingewechselte Marco Richter ließ die Kugel auf Suat Serdar prallen, woraufhin der 25-jährige das Spielgerät präzise am machtlosen Schlussmann Mark Flekken vorbei ins Freiburger Gehäuse platzierte – das 2:1 für die Gastgeber (61.). Die Antwort der Südbadener folgte in der 78. Minute. Wie zu Beginn der Partie ließ Torhüter Christensen den Ball aus den Händen gleiten, Yannik Keitel reagierte geistesgegenwärtig, leitete auf Kevin Schade weiter und dieser verwertete ohne Probleme zum 2:2-Endstand.

Resümierend ein gerechtes Remis. Nach xGoals (1,88:2,22) lagen beide Teams fast gleichauf.

Für die Berliner Hertha geht es kommenden Samstag im Topspiel bei RB Leipzig weiter. Die Freiburger reisen zum Europa League Match am Donnerstag gegen den FC Nantes in die französische Bretagne.

Steven Busch

Die Außenristpässe eines Tomás Rosicky entfachten seinen Enthusiasmus für den Fußball und die Affinität zu den schwarzgelben Borussen aus dem Ruhrgebiet. WM-Held Mario Götze brach ihm mit dem Wechsel in den Süden der Republik einst sein Fanherz und der Glaube an die Fußballromantik musste leiden. Wenn sein persönlicher Traum von der professionellen Fußballkarriere schon platzen musste, entschied er sich dem Sport aus journalistisch-kritischer Perspektive erhalten zu bleiben.

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