Bundesliga | „Wenn man gegen Dortmund bestehen will, muss man seine Chancen nutzen“ – Die Stimmen zum BVB-Sieg in Stuttgart

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News | 2:0 gewann Borussia Dortmund am Freitagabend des 29. Bundesliga-Spieltags in Stuttgart. Nach der Partie sprach DAZN mit Siegern und Besiegten.

Stuttgart hat die Chancen, Brandt den Doppelpack

Die Partie begann gleich mit einem Schockmoment für den BVB: Keine zwei Minuten waren gespielt, als es Giovanni Reyna in den Oberschenkel fuhr. Mit tränenüberströmtem Gesicht verließ er das Stadion, Julian Brandt kam – und erzielte in Minute 12 auf Vorlage von Erling Haaland das 0:1. Bis zur zweiten Halbzeit mussten auch Mahmoud Dahoud und Mats Hummels verletzt ausgewechselt werden.

 



 

Stuttgart kam zwar immer wieder zu guten bis sehr guten Chancen, vermochte diese allerdings nicht zu nutzen. So konnte Brandt 20 Minuten vor Schluss den Doppelpack klar machen. Im Anschluss an die Partie sammelte DAZN Reaktionen.

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„Da war ein bisschen Slapstick dabei“ – Matarazzo hadert mit dem Spielverlauf

„Ich denke nicht, dass wie heute so schlecht waren. Wir haben unsere Chancen gehabt. Das erste Gegentor, das wir kassiert haben, war unnötig. Da war ein bisschen Slapstick dabei. Es ist schon sehr bitter, aber ich glaube, wir haben auch wenig Chancen zugelassen. Wenn man zurückliegt, will man auch ein bisschen mehr Risiko eingehen, Räume gehen auf und dann hat Dortmund die ein oder andere Konterchance mehr gehabt. Aber wenn man gegen Dortmund bestehen möchte, sollte man seine Chancen auch nutzen.“

So bewertete Pellegrino Matarazzo eine aus Stuttgarter Sicht ernüchternde Partie. Einsatz ja, Torgefahr auch. Was fehlte, war die letzte Überzeugung, der letzte Punch, um die Räume, die Dortmund anbot, adäquat auszunutzen. So kassierte man nach vier ungeschlagenen Spielen wieder eine Niederlage und könnte sich, wenn Bielefeld (in Wolfsburg) und Hertha (gegen Union) gewinnen, am Ende des Spieltags sogar auf einem direkten Abstiegsplatz wiederfinden.

„Du bist da ein bisschen unter Druck“ – Brandt über seinen frühen Jokereinsatz

Der BVB hingegen bezahlte die drei Punkte teuer, mit drei Verletzungen. „Gio ist natürlich wieder mal fix und fertig. Sein Oberschenkel wieder. Müssen wir schauen. Sehr bitter. Mo ist auf die Schulter gefallen. Er selbst sagt, die war zweimal raus, keine Ahnung. Mats hat es auch in den Oberschenkel reingezogen. Wir haben heute jeden Wechselslot mit Verletzungen verbraucht“, konstatierte ein resignierter Marco Rose.

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Photo by Matthias Hangst/Getty Images

Umso wichtiger fand er es, dass Julian Brandt als Joker der siegbringende Doppelpack gelang. „Man versucht, sich ein bisschen warmzumachen, aber die Geduld bei den Spielern auf dem Spielfeld ist natürlich knapp. Du bist da ein bisschen unter Druck, musst schnell reinkommen, versuchst, mit den ersten Ballkontakten gut ins Spiel reinzukommen und dann ist relativ schnell das 1:0 gefallen. Von daher, war es okay“, fasste Brandt selbst seinen frühen Jokereinsatz zusammen. Der erste Treffer war gleich einen Rekord wert. In der 12. Minute war es das früheste Jokertor in der Geschichte der Bundesliga.

Trotzdem bleibt die Frage, wo genau der BVB nach diesem 2:0 in Stuttgart steht. Man konnte zwar den Rückstand auf den FC Bayern, der am Samstagnachmittag den FC Augsburg empfängt, auf sechs Zähler verkürzen. Ins Meisterrennen wird man aber wohl dennoch nicht mehr eingreifen können. Dazu sind es momentan 15 Punkte Vorsprung auf die Europa-League-Plätze und deren neun auf die drittplatzierten Leverkusener. Das letzte große Saisonhighlight bleibt daher die Partie in München übernächsten Spieltag. Davor empfangen die Dortmunder den VfL Wolfsburg.

Photo by Matthias Hangst/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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