Bundesliga | Stuttgarter Befreiungsschlag gegen Gladbach? Das Streitgespräch

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Der VfB Stuttgart durchlebt keine einfache Saison. Vieles läuft gegen die Schwaben, die im Saisonverlauf immer wieder mit vielen Verletzungssorgen zu kämpfen hatten und Rückschlag um Rückschlag hinnehmen mussten. Zeitwiese fielen mehrere Schlüsselspieler gleichzeitig aus. Die Folge: Abstiegskampf. 

Stuttgart: Oft gute Ansätze, aber…

Verletzungen von Schlüsselspieler, Corona-Ausbrüche und Spiele, in denen die Einstellung stimmte, aber am Ende zu wenig heraussprang: Die Elemente, die zur Stuttgarter Krise in dieser Saison beitragen, sind vielschichtig. Gegen Bochum spielte Stuttgart ordentlich, am Ende holte man aufgrund eines individuellen Fehlers, der zu einem Elfmeter führte, nur einen Punkt. In Sinsheim gegen die TSG Hoffenheim beeindruckten die Schwaben mit Mut, der am Ende aber nicht belohnt wurde, weil der Gegner in der Schlussphase mehr Wucht und Qualität in petto hatte. Das Problem ist, dass Schulterklopfer im Abstiegskampf nur für Aufmunterung sorgen, nicht aber für Punkte.



Aktuell sind es sowohl auf den Relegationsplatz als auch bis zum rettenden Ufer, also Platz 15, vier Punkte. Verloren ist nichts, Spiele sind noch ausreichend vorhanden. Doch ein Sieg würde der Mannschaft mehr helfen als die stetigen, fortlaufenden Aufmunterungen. Gegen Gladbach, eine Mannschaft, die ebenso wie der VfB Stuttgart im Abstiegskampf der Bundesliga steckt, soll das nun gelingen. Ein Sieg könnte nicht nur Stuttgart beflügeln, sondern auch die Gäste wieder tiefer in den Sumpf ziehen. Angepfiffen wird das Spiel am Samstag um 18:30 Uhr, der Fokus ruht im Abendspiel also ganz allein auf dieser Partie.

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Stuttgart: Der Sieg gelingt, der Abstiegskampf wird packend

Die letzten Wochen des VfB Stuttgart waren mit unglücklichen Rückschlägen geradezu gespickt. Sei es die erneute, schwere Verletzung von Silas, der nach überstandener Knieverletzung eigentlich der Hoffnungsträger der Rückrunde sein sollte, oder die späten Punktverluste, die die Schwaben in den letzten Partien hinnehmen mussten. Die Mannschaft wirkt verunsichert, was beim Altersschnitt in der Truppe von Pellegrini Materazzo nur bedingt überrascht. Doch trotz all dieser Probleme ist in jedem Spiel des VfB weiterhin phasenweise die Klasse der Vorsaison zu erkennen, es braucht manchmal nur einen Brustlöser, um aus einem Negativstrudel zu entkommen. Und der kommende Gegner bietet sich da durchaus an.

Denn ähnlich wie die Stuttgarter prägt die Gladbacher Saison vor allem auch eine spürbare Unsicherheit auf dem Feld. Das kann man einerseits ganz konkret an der teils inakzeptablen Leistung der Defensive festmachen, teils auch an den immer wiederkehrenden Kompletteinbrüchen wie zuletzt bei der 0:6-Niederlage in Dortmund. Gladbacher Erfolgserlebnisse stehen auf wackligen Füßen und es ist mehr als vorstellbar, dass die Stuttgarter mit einem Führungstreffer das Momentum zwischen den beiden wackligen Kontrahenten gewinnbringend auf ihre Seite ziehen können. Entgegen einiger Konkurrenten im Tabellenkeller ist bei jedem Auftritt des VfB zu spüren, dass die Mannschaft noch „am Leben“ ist. Das wird gegen ein enttäuschendes Gladbach endlich wieder Früchte tragen.

Julius Eid 

Für den VfB reicht es wieder nicht und der Druck steigt

Man hat es schon oft gesehen und scheint es auch in dieser Saison wieder zu erleben. Es gibt einfach Mannschaften, die haben aufgrund unterschiedlicher Faktoren deutlich weniger Punkte auf dem Konto, als möglich gewesen wären. Auf den VfB Stuttgart trifft das ebenfalls zu. Sasa Kalajdzic fehlte monatelang, Borna Sosa, sein kongenialer Flankengeber, war mehrfach mit einer Blessur beschäftigt und Offensivantreiber Silas fehlt schon zum zweiten Mal langfristig.  Und so kommen eben Spiele wie die bereits angesprochenen zuletzt gegen Bochum und Hoffenheim zustande. Viel ändern kann der Trainer der Schwaben nicht, er hat es mit einem etwas offensiveren Ansatz ebenso versucht wie mit etwas mehr Kompaktheit.

Matarazzo Stuttgart

(Photo by DANIEL ROLAND/AFP via Getty Images)

Doch die Resultate sind oft identisch. Was kann der VfB nun machen? Auch wenn es schwer fällt, die Ruhe bewahren. Der Weg wird, daran besteht kein Zweifel, mit voller Überzeugung weitergegangen. Doch auf dem Platz müssen auch die Ergebnissee eingefahren werden, sonst wird es eng. Gegen Borussia Mönchengladbach, ein Team, das zwar auch nicht sehr gut platziert ist, zuletzt aber Ansätze zeigte, die in die richtige Richtung gehen, dürfte sich aber wieder genau das wiederholen, was in den letzten Wochen oft der Fall war. Stuttgart wird einige gute Phasen haben, sich aber wieder nicht belohnen.

Es fehlt trotz eines engagierten Neuzugangs, Tiago Tomas, einfach die Kaltschnäuzigkeit (Führich-Chance gegen Hoffenheim..) und somit fehlen auch die letzten Prozentpunkte, die aus guten Leistungen auch Siege entstehen lassen. Für drei Punkte reicht es wieder nicht, die Spiele gegen Union und Augsburg werden folglich mit noch mehr Druck versehen sein.

Manuel Behlert 

(Photo by Alex Grimm/Getty Images)

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