Bundesliga | Hoffenheim dank Doppelschlag auf Platz 4, Union weiter sieglos, spätes Drama in Stuttgart

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News | Nach dem turbulenten 3:2 zwischen Mainz und Leverkusen am Freitagabend holte sich die TSG Hoffenheim gut 24 Stunden später, am Samstagnachmittag des 23. Bundesliga-Spieltags, drei Punkte in Wolfsburg. Außerdem besiegte Bielefeld Union Berlin – und der VfL Bochum rettete sich spät.

Wilder Ritt zwischen Augsburg und Freiburg, Winds sehenswerte Premiere

Den Anfang dieses Samstagnachmittags machte der SC Freiburg und zwar in persona eines Spielers, der ohnehin dafür bekannt ist, eine extrem kurze Anlaufzeit zu brauchen: Nils Petersen. 4. Minute, Nico Schlotterbeck verlagerte auf rechts. Dort bekam Roland Sallai viel Platz, zu viel Platz. Seine wohltemperierte Flanke fand am kurzen Pfosten Petersen, der sich gegen Jeffrey Gouweleeuw durchsetzte und einköpfte.

 



 

Es waren die Freiburger, die den besseren Beginn hatten. Der FCA schien, als würde er sich noch mit einer neuen Situation anfreunden müssen, nämlich der, auf Markus Weinzierl verzichten zu müssen. Augsburgs Trainer wurde unter der Woche positiv getestet und von seinem Co-Trainer-Trio um Reiner Maurer, Tobias Zellner sowie Jonas Scheuermann vertreten.

Schlotterbeck stellt die Führung wieder her, Wind zur Wolfsburger Pausenführung

Nach einer Viertelstunde kamen jedoch auch die Gastgeber besser ins Spiel – und durch Michael Gregoritsch auch auf die Anzeigetafel. Nico Schlotterbeck und Nicolas Höfler verloren die Kugel an den nachsetzenden Florian Niederlechner. Der Ex-Freiburger legte rüber auf Gregoritsch. Aus 16 Metern hatte Mark Flekken keinen Auftrag. 1:1.!

Der Samstagnachmittag entwickelte sich durchaus lebendig: Tore gab es bislang allerdings nur in Augsburg: 26. Minute, bei einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld täuschte Vincenzo Grifo zuerst eine Flanke an, nur um den Standard flach auf den Flügel zum hinterlaufenden Christian Günter zu spielen. Der SC-Kapitän spielte die Flanke scharf nach innen, Rafał Gikiewicz konnte nur abprallen lassen, Nico Schlotterbeck staubte ab. 1:2.

Es dauerte 36 Minuten, bis auch die zweite Partie in diesen Nachmittag eincheckte. Der Treffer war das Warten allerdings wert: Jonas Wind leitete sich gegen Hoffenheim die Situation mit einem Hackentrick selbst ein. Über Max Kruse kam der Ball zu Maximilian Philipp, der erneut Wind mitnahm. Wolfsburgs Neuzugang aus Kopenhagen nahm den Ball aus gut 14 Metern direkt und schlenzte sehenswert in den rechten Winkel. Ein Debüttreffer der Kategorie „Kann man mal so machen“. 1:0. Mit diesen vier Treffern ging es in die Pause.

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Okugawa macht den Unterschied, Hoffenheim gewinnt dank Doppelschlag

Zweite Halbzeit, Tatort Bielefelder Alm, 53. Minute, Stefan Ortega schlug den Ball einfach mal lang nach vorne, wo Janni Serra das Kopfballduell gewinnen konnte. Alessandro Schöpf nahm die Kugel auf und schickte Masaya Okugawa in die Gasse, der von halbrechts ins lange Eck traf.

Allein zwischen Stuttgart und dem VfL Bochum war noch kein Treffer gefallen. Das sollte sich drei Minuten später ändern: Orel Mangala verlängerte einen Eckball in die Mitte. Dort wollte Armel Bella Kotchap klären, traf im Fallen mit der Hüfte allerdings ins eigene Tor. Eine nicht unverdiente VfB-Führung. Bochum zeigte einmal mehr sein Auswärtsgesicht. Bereits in Berlin konnten sie sich glücklich schätzen, zur Pause nur 0:1 zurückzuliegen. Nun lagen sie auch beim Tabellenvorletzten zurück. Macht neun von elf unbesiegte Partien vor eigenem Publikum – im Moment allerdings auch zehn von zwölf sieglose Spiele auswärts. Für die Stuttgarter wären es drei Big Points. Sie würden den Rückstand auf den FC Augsburg, der gegen Freiburg noch immer 1:2 zurückliegt, auf einen Zähler verkürzen.

Bielefeld trifft gegen Union durch Okugawa

(Photo by Martin Rose/Getty Images)

In Wolfsburg führten die Gastgeber durch den sehenswerten Treffer von Jonas Wind 1:0. Gut eine Viertelstunde vor Schluss hatte auch sein Landsmann Jacob Bruun Larsen ein Traumtor parat: 74. Minute, Sebastian Rudy eröffnete sehenswert auf die rechte Seite zu Pavel Kadeřábek, der per Kopf an den zweiten Pfosten legte. Dort setzte Bruun Larsen zum Seitfallzieher an, den er per Aufsetzer unten rechts versenkte.

Kramarić vollendet den Doppelschlag – Löwen schockt VfB vom Punkt

Vier Minuten später wurde es in der VW Arena noch ein wenig ruhiger, weil Hoffenheim einen Konter fahren durfte. Torschütze Bruun Larsen nahm auf links den hinterlaufenden David Raum mit. Dessen Hereingabe erreichte im Strafraum Andrej Kramarić, der den Ball nochmal kurz annahm und aus vier Metern vollendete. Spiel gedreht – und die Miene von Florian Kohfeldt ebenfalls. Hoffenheim sprang mit diesem Erfolg vorerst auf Platz 4.

Auch die Miene von Thomas Reis sollte sich noch drehen, allerdings in die entgegengesetzte Richtung. 92. Minute, Dinos Mavropanos wollte im Strafraum den Ball erwischen, traf aber nur Sebastian Polter. Klare Sache, Harm Osmers zeigte auf den Punkt. Eduard Löwen nahm sich dessen an – und versenkte sicher unten rechts. Florian Müller lag im anderen Eck. Ausgleich! Die Ergebnisse.

VfL Wolfsburg 1:2 TSG Hoffenheim
Tore: 1:0 J. Wind (36′), 1:1 Bruun Larsen (74′), 1:2 Kramarić (78′)

VfB Stuttgart 1:1 VfL Bochum
Tore: 1:0 Bella Kotchap (ET, 56′), 1:1 Löwen (90’+4, Elfm.)

Arminia Bielefeld 1:0 Union Berlin
Tor: 1:0 Okugawa (53′)

FC Augsburg 1:2 SC Freiburg
Tore: 0:1 Petersen (4′), 1:1 Gregoritsch (16′), 1:2 N. Schlotterbeck (26′)

Photo by Stuart Franklin/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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