Borussia Dortmund treibt die Suche nach einem neuen Rechtsverteidiger offenbar konkret voran – und ist dabei in Katalonien fündig geworden. Nach übereinstimmenden Berichten ist der BVB im Werben um Héctor Fort vom FC Barcelona derzeit der bestpositionierte Klub. Transfer-Journalist Matteo Moretto berichtet, dass es zwischen beiden Vereinen bereits erste Gespräche gegeben hat.
Der 20-jährige Spanier gilt in Barcelona als Verkaufskandidat. Unter Trainer Hansi Flick ist Fort auf der rechten Abwehrseite hinter Jules Koundé und Eric García nur dritte Wahl. Nach seiner Leihe zum FC Elche in der vergangenen Saison, in der er 14 Ligaspiele bestritt, sucht der U20-Nationalspieler eine Perspektive mit regelmäßiger Spielzeit.
Zwischen zehn und 20 Millionen Euro
Die Ablöse hängt laut den Berichten stark von der Konstruktion des Deals ab. Barcelona fordert bei einem klassischen Verkauf rund 20 Millionen Euro. Alternativ wären die Katalanen bereit, den Preis auf etwa zehn Millionen Euro zu senken – dann allerdings mit einer Weiterverkaufsbeteiligung von 50 Prozent. Forts Vertrag im Camp Nou läuft noch bis 2029, ein Verkauf wäre für Barça in der aktuellen Finanzlage also ein reiner Gewinnposten.
Dortmund ist nicht der einzige Interessent. Auch Klubs aus der Premier League sollen die Situation beobachten, unter anderem wird der FC Liverpool genannt. Die heißeste Spur führt nach Angaben von Moretto aber weiterhin nach Dortmund.
Die Lücke, die Couto hinterlässt
Der Bedarf ist erklärbar. Erst vor wenigen Tagen bestätigte Borussia Dortmund den Abgang von Yan Couto. Der Brasilianer wechselt für ein Jahr auf Leihbasis zum italienischen Champions-League-Teilnehmer Como 1907, die Italiener zahlen dem Vernehmen nach rund zwei Millionen Euro Leihgebühr und sichern sich eine Kaufoption im Bereich von 20 Millionen Euro.
Couto war 2024 zunächst per Leihe von Manchester City gekommen, der BVB zog anschließend die Kaufpflicht von kolportierten 25 Millionen Euro. Zum Stammspieler wurde er in Dortmund nie: Hinter Julian Ryerson blieb ihm meist die Reservistenrolle. Nach dem Abgang steht hinter dem Norweger nun jedoch keine etatmäßige Alternative mehr zur Verfügung – genau diese Lücke soll Fort schließen.
Profil passt zum Dortmunder Suchraster
Fort entstammt der Talentschmiede La Masia und debütierte bereits mit 17 Jahren in der Profimannschaft des FC Barcelona. Er ist offensiv veranlagt, bringt Tempo mit und ist trotz seines Alters bereits an Spiele auf höchstem Niveau gewöhnt – ein Profil, das dem Anforderungsprofil der Dortmunder Kaderplanung entspricht: junge Spieler mit Entwicklungspotenzial und überschaubarem Investment.
Eine Einigung gibt es bislang nicht. Beide Seiten sondieren, die entscheidende Frage dürfte die Struktur der Ablöse sein: Zahlt der BVB die volle Summe oder lässt er sich auf eine Beteiligung an einem künftigen Weiterverkauf ein. Zeit bleibt noch – das Sommer-Transferfenster in Deutschland schließt Anfang September.

