BVB | „Respektlos“ – Zwayer wehrt sich gegen Bellingham

Schiedsrichter Felix Zwayer beim Bundesligaspiel zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund
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News | Schiedsrichter Felix Zwayer hat sich zu den Anschuldigungen von Borussia Dortmunds Jude Bellingham geäußert. Als nächstes möchte er das Gespräch mit dem BVB-Spieler suchen.

Zwayer will mit BVB-Spieler Bellingham reden

Beim Bundesliga-Topspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München (2:3) spielte Schiedsrichter Felix Zwayer eine Hauptrolle. Nach einigen strittigen Entscheidungen nahm BVB-Mittelfeldspieler Jude Bellingham kein Blatt vor den Mund. „Man gibt einem Schiedsrichter, der zuvor schon eine Partie manipuliert hat, das größte Spiel, das es in Deutschland gibt. Was erwartet man dann?“, so die Aussage des Engländers, die ihm eine Geldstrafe bescherte.



Zwayer ist das offenbar nicht genug. „Ich möchte das am liebsten in einem persönlichen Gespräch mit Jude Bellingham klären und habe gegenüber Borussia Dortmund ein solches persönliches Gespräch angeboten“, sagte der Schiedsrichter zur Bild.  „Mir geht es nicht um Bestrafung, sondern um die Einsicht, dass er zu weit gegangen ist. Eine aufrichtige Entschuldigung würde ich annehmen“, fügte er an.

Der 40-Jährige fühlte sich von Bellinghams Aussagen angegriffen. „Die Aussage erweckt bewusst den falschen Eindruck, ich hätte das Spiel nicht nach bestem Wissen und Gewissen geleitet. Sie ist persönlich, verunglimpfend und respektlos. Selbst wenn man sich in die subjektive, von Emotionen geprägte Perspektive versetzt, bleibt die Aussage fernab jeglicher fachlicher oder sachlicher Kritik“, sagte Zwayer.

Zwayer „nie an einer Spielmanipulation beteiligt“

Insbesondere das „Was erwartest du?“ habe für Zwayer einen „beleidigenden und verleumderischen Charakter“. So dürfe das nicht stehen bleiben, gerade weil seine Worte auch Auswirkungen auf die Behandlung von Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter im Amateurbereich haben könnte.  Immerhin verberge sich auch hinter Unparteiischen Menschen mit „Emotionen“ und Familien.

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Auch den Vorwurf der Spielmanipulation wollte Zwayer nicht stehen lassen. Der 40-Jährige war 2006 sechs Monate gesperrt worden, da er ihm bekannte Spielmanipulationen nicht gemeldet und Geld von Schiedsrichter Robert Hoyzer angenommen haben soll. „Ich habe mich nie an einer Spielmanipulation beteiligt und das ist auch nie von offizieller Stelle behauptet worden“, betonte Zwayer und ergänzte: „Das Sportgericht stellte ausdrücklich fest, dass es keinen ‚Nachweis‘ für ‚mit Manipulationsabsicht sportwidrige Entscheidungen‘ gibt und dass ich ‚einer tatsächlichen Beteiligung an den Spielmanipulationen (…) widerstanden‘ habe“, so Zwayer. Einsichtig ist er dennoch: „Ich habe als junger Mann den Fehler gemacht, nicht sofort, sondern erst nach zu langer Überlegung einen Vorfall anzuzeigen. Das war falsch und ich bin dafür bestraft worden. Damit muss es dann aber auch gut sein.“

(Photo by Stuart Franklin/Getty Images)

 

 

 

 

Chris McCarthy

Gründer und der Mann für die Insel. Bei Chris dreht sich alles um die Premier League. Wengerball im Herzen, Kick and Rush in den Genen.

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