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90PLUS » BVB wägt mehrere Optionen ab – Sancho-Rückkehr bleibt offiziell unkommentiert
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BVB wägt mehrere Optionen ab – Sancho-Rückkehr bleibt offiziell unkommentiert

Eve Kreisenberg
31.08.26, 09:18
Eve Kreisenberg
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Jadon Sancho
Foto: Getty Images

Nach dem bestätigten Kreuzbandriss von Giannis Konstantelias prüft Borussia Dortmund kurz vor Ende der Transferperiode mehrere Optionen für die Kaderplanung. Geschäftsführer Carsten Cramer bestätigte am Sonntagabend bei „Sky90 – die Fußballdebatte“, dass sich Sportdirektor Ole Book und Sport-Geschäftsführer Lars Ricken unabhängig von der Verletzung bereits mit möglichen Verstärkungen befassen. Zu konkreten Namen – allen voran dem seit Wochen kursierenden Gerücht um eine Rückkehr von Jadon Sancho – wollte sich Cramer jedoch nicht äußern.

Cramer: „Wir kommentieren keine Namen“

„Es gibt kaum einen Namen, der die Menschen in Dortmund mehr elektrisiert als Jadon“, sagte Cramer über den vereinslosen Ex-Profi, der bereits zweimal für den BVB spielte und dabei nach übereinstimmenden Berichten auf 158 Pflichtspiele kommt – mehr als für jeden anderen Klub seiner Karriere. Cramer betonte zugleich, Sancho habe sich „nichts zuschulden kommen lassen“ und sei „ein tadelloser Junge“. Grundsätzlich äußere man sich zu Transfergerüchten aber „konsequent“ nicht: Ein positiver Kommentar würde Fan-Hoffnungen nähren, ein negativer sie im Gegenzug dämpfen. Laut Journalist Patrick Berger soll Sancho unterdessen ohnehin nicht der vom BVB favorisierte Kandidat für die Konstantelias-Nachfolge sein – die Spur gilt derzeit weiterhin als kalt.

Nach Sky-Informationen reisen Book und Ricken am Montag nicht mit der Mannschaft zum DFB-Pokalspiel, sondern konzentrieren sich auf den Endspurt am Transfermarkt, der in Deutschland am Dienstag um 20 Uhr schließt. Trotz Ausgaben von über 100 Millionen Euro in diesem Sommer soll noch etwas finanzieller Spielraum bestehen – realistisch dem Vernehmen nach aber eher für eine kleinere Lösung wie eine Leihe, einen ablösefreien Spieler oder ein Schnäppchen bei auslaufendem Vertrag.

Sancho nur eine Option unter mehreren

Neben Sancho werden in Medienberichten weitere Namen für die Zehnerposition gehandelt, darunter Fisnik Asllani (Hoffenheim), Nick Woltemade (Newcastle) und Ethan Nwaneri (Arsenal). Bei allen dreien käme für den BVB nach bisherigem Kenntnisstand wohl nur ein Leihgeschäft infrage. Bemerkenswert im Fall Woltemade: Sportdirektor Book kennt den Offensivspieler noch aus gemeinsamen Zeiten in Elversberg, wo er ihn einst auf Leihbasis verpflichtet hatte.

Personalie könnte auch intern gelöst werden

Der BVB könnte den Ausfall von Konstantelias alternativ auch ohne externe Verstärkung auffangen. Als interne Optionen gelten die Talente Samuele Inácio (18) und Mathis Albert (17) sowie Angreifer Fábio Silva (24), der zuletzt hinter Serhou Guirassy nur zweite Wahl war und laut Berichten entsprechend unzufrieden gewesen sein soll. Ricken hatte kürzlich betont, kein Spieler solle das Gefühl haben, den Verein „möglichst schnell verlassen zu müssen“ – Silva könnte durch den Ausfall nun mehr Einsatzzeit erhalten. Auch ein Rückzug von Maximilian Beier von den Flügeln ins Zentrum gilt als denkbare Alternative, was wiederum Bewegung auf den ohnehin dünn besetzten Außenverteidiger-Positionen (Julian Ryerson, Daniel Svensson, Kauã Prates) auslösen könnte. Eine zuvor erwogene Verpflichtung von Barça-Talent Héctor Fort soll an den finanziellen Forderungen der Katalanen gescheitert sein; der 20-Jährige steht inzwischen bei Real Sociedad unter Vertrag.

Emotionale Aufarbeitung beim BVB

Cramer machte deutlich, dass der Schock über Konstantelias‘ Verletzung im Klub noch tief sitzt. Der Neuzugang sei erst kürzlich Vater geworden und voller Vorfreude nach Dortmund gekommen, so Cramer: „Wir haben uns wirklich alle auf ihn gefreut, und ich bin auch so ehrlich, dass ich heute an mir selbst merke, dass uns das schon ein bisschen zurückgeworfen hat.“ Bereits während des Zweikampfs am Samstag habe es beim BVB eine „böse Vorahnung“ gegeben, dass es sich um keine leichte Blessur handle. Man wolle Konstantelias nun uneingeschränkt unterstützen, den Blick aber schnell wieder nach vorne richten.

Einordnung

Ob der BVB bis zum Ablauf des Transferfensters am Dienstagabend tatsächlich noch einmal aktiv wird, ließen die Verantwortlichen bewusst offen. Fest steht: Sowohl eine externe Verstärkung – über Sancho oder andere Kandidaten – als auch eine interne Lösung über den bestehenden Kader gelten als realistische Szenarien. Eine Vorentscheidung dürfte erst in den kommenden Stunden fallen.

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