Borussia Dortmund konnte sich bei den Bemühungen um Konstantinos Karetsas offenbar keine große Verzögerung mehr erlauben. Wie die „Sport Bild“ berichtet, war mit dem AC Mailand ein weiterer prominenter Klub kurz davor, dem BVB die seit Wochen laufenden Verhandlungen mit Karetsas‘ damaligem Klub KRC Genk in letzter Minute noch streitig zu machen.
Genk beharrte lange auf 35 Millionen Euro
Der belgische Erstligist forderte zunächst beharrlich eine Ablöse von 35 Millionen Euro und wollte seinen Ausnahmespieler nicht günstiger ziehen lassen. Dortmund wollte diesen Preis zunächst nicht zahlen und konzentrierte sich laut „Sport Bild“ stattdessen darauf, Karetsas selbst von einem Wechsel zu überzeugen.
Besuch in Dortmund als Schlüsselmoment
Als entscheidend gilt dabei offenbar ein Besuch des jungen Griechen beim BVB: Bei diesem Termin zeigte ihm die Vereinsführung unter anderem den Signal Iduna Park und schwärmte von der Atmosphäre im Stadion – ein Eindruck, der bei Karetsas großen Anklang gefunden und ihn rasch zu dem Entschluss gebracht haben soll, unbedingt zu Borussia Dortmund wechseln zu wollen.
Karetsas überzeugte Genk selbst vom Wechsel
Diese Strategie zahlte sich aus. Geschäftsführer Sport Lars Ricken und Sportdirektor Ole Book konnten Karetsas anschließend darum bitten, Genk seinen Wechselwunsch nach Dortmund unmissverständlich mitzuteilen. Laut „Sport Bild“ war genau das am Ende das entscheidende Puzzleteil, das es Book ermöglichte, in den weiteren Gesprächen mit dem belgischen Klub voranzukommen und eine Basisablöse von „nur“ 30 Millionen Euro durchzusetzen – nach übereinstimmenden Berichten mehrerer deutscher Medien ergänzt um bis zu zwei Millionen Euro an realistisch erreichbaren Bonuszahlungen.
Milan soll Vergleichsangebot in Höhe von 35 Millionen Euro vorgelegt haben
Der Durchbruch kam laut „Sport Bild“ offenbar gerade noch rechtzeitig: Nur kurze Zeit später und noch bevor der Transfer offiziell verkündet wurde, soll Dortmund erfahren haben, dass der AC Mailand bereit gewesen wäre, 35 Millionen Euro für Karetsas zu zahlen, und Genk ein entsprechendes Angebot vorgelegt hatte. Hätte sich Dortmund noch länger Zeit gelassen, wäre das Werben um den Wunschspieler für das offensive Mittelfeld demnach womöglich erneut kompliziert geworden oder sogar gescheitert.
Pflichtspieldebüt gegen Bayern München
Der BVB verkündete Anfang August, dass Karetsas einen Fünfjahresvertrag bis 2031 unterschrieben hat. Der 18-Jährige bringt bereits 92 Pflichtspiele für Genk und zehn Länderspiele für Griechenland mit und soll bei Trainer Niko Kovač eine zentrale Rolle im offensiven Mittelfeld einnehmen. Im Franz-Beckenbauer-Supercup gegen den FC Bayern München, den Dortmund mit 1:2 verlor, gab Karetsas vergangenen Samstag sein Pflichtspieldebüt für die Borussia, stand in der Startelf und wurde nach etwas mehr als einer Stunde ausgewechselt.
Bundesliga-Debüt gegen den Hamburger SV steht bevor
Als Nächstes steht für den technisch beschlagenen Mittelfeldspieler das Bundesliga-Debüt an: Am ersten Spieltag empfängt Dortmund am Samstag den Hamburger SV im Signal Iduna Park.

