DFB-Pokalspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem BVB | Roses Entscheidungsspiel?

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Spotlight | Heute Abend geht es für Marco Rose gegen seinen neuen Arbeitgeber, den BVB. Auch wenn das gesamte Umfeld von Borussia Mönchengladbach darum bemüht ist Ruhe auszustrahlen, hat das Duell eine enorme Sprengkraft.

Rose und Eberl bei Borussia Mönchengladbach um Ruhe bemüht

Obwohl es schon seit längerem immer wieder gemunkelt wurde, entwickelte die Verkündung von Marco Roses (44) Jobwechsel schnell einiges an Sprengkraft. Der Coach wird ab der kommenden Saison nicht mehr für Borussia Mönchengladbach an der Seitenlinie stehen, sondern die Geschicke des BVB lenken. Nicht nur bei den Fans der Fohlen, auch in der eigenen Mannschaft soll diese Gewissheit für einiges an Ungemach gesorgt haben. Sportdirektor Max Eberl (47) sprang in die Bresche und nutzte eine Pressekonferenz, um erst einmal wieder ein wenig Ruhe in die Gemengelage zu bringen. Doch der souveräne Auftritt Eberls konnte auch aufgrund der folgenden Ergebnisse nicht lange anhalten. Gerade die Ergebnisse in der Bundesliga sorgen für Unmut.

Erst verlor man gegen den Tabellenvorletzten aus Mainz. Eine Niederlage, die der Trainer offensiv nach dem Spiel auf seine Kappe nahm und die durch seine Wechselabsichten heraufbeschworen Unruhe zu einem ausschlaggebenden Punkt erklärte. Und auch gegen RB Leipzig sollte es keine Linderung geben. Nach einer 2:0-Führung spielte man eine erstaunlich uninspirierte zweite Halbzeit und musste sich am Ende doch noch mit 3:2 geschlagen geben. Die Wogen, die Eberl zu glätten gedachte, wabern wieder. Die Euphorie, die man in der Gruppenphase der Champions League erspielen konnte, fehlt nun ebenfalls. Gegen den Favoriten von Manchester City gab es für die Fohlen nichts zu holen. Und so sehr die Verantwortlichen um Schadensbegrenzung bemüht sind – Die, seit der Verkündung des Wechsels diskutierte,  mögliche vorzeitige Ablöse von Rose als Gladbach-Coach steht weiter im Raum.

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Weder der BVB noch Gladbach dürften mit der Situation glücklich sein.

Eine Situation, mit der niemand richtig glücklich sein dürfte. Weder Rose, noch Borussia Mönchengladbach, noch der BVB. Dies zeigte sich auch auf den beiden Pressekonferenzen vor dem Spiel. Sowohl Edin Terzic (38) als auch Rose selber mussten sich Fragen zu der besonderen Konstellation stellen lassen und wirkten beide nicht sonderlich zufrieden damit. Während Terzic dank aufsteigender Leistungen in den letzten Spielen die Nachfragen mit einem Lächeln vom Tisch wischen konnte, fiel seinem Nachfolger die ganze Situation deutlich schwerer. Auch nach mehrmaligem Hinweis darauf, Fragen zu seiner Zukunft nicht beantworten zu wollen, wurde nicht locker gelassen. Auf die Nachfrage ob sich der Coach gewünscht hätte, dass seine Wechselabsichten erst nach dem Pokalspiel öffentlich werden, ließ er sich zum vielsagenden: „Es war nicht mein Ansinnen für Unruhe zu sorgen.“

Und ob er will oder nicht, diese Unruhe könnte nach dem Duell heute Abend ein neues Level erreichen. Dass dürfte in Gladbach jedem klar sein, auch wenn der Mann im Fokus, laut eigener Aussage, vor der Partie kein besonderes Maß an Druck verspürt. Eine klare Niederlage, die Fortführung der eigenen Formschwäche und damit das Ende aller Titelhoffnungen in dieser Saison hat definitiv das Potential, den Sturm vor den Toren der Fohlen zu einem unkontrollierbaren Tornado zu machen. es ist nachvollziehbar, dass Eberl und Co. am Übungsleiter festhalten wollen, ein Trainerwechsel ist ebenfalls mit Risiken verbunden. Doch wenn das Fußballgeschäft eines immer wieder deutlich macht, dann wie schnell sich das Blatt wenden kann wenn der äußere Druck zu hoch ist. Und das könnte nach heute Abend durchaus der Fall sein.

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Julius Eid

Seit 2018 bei 90PLUS, seit Riquelme Fußballfan. Gerade die emotionale Seite des Sports und Fan-Themen sind Julius‘ Steckenpferd. Alleine deshalb gilt: Klopp vor Guardiola.

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