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90PLUS » Die Meister-Bayern: „Mit dem Kakadu“ zu noch mehr Silberware
Bundesliga

Die Meister-Bayern: „Mit dem Kakadu“ zu noch mehr Silberware

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20.04.26, 11:08
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Keine Weißbierduschen, keine ausgelassene Titelparty: Bei einem gemütlichen Essen mit den Familien und dem Meister-Kakadu in der Players‘ Lounge der Arena richteten die Stars des FC Bayern den Fokus ganz schnell auf ihren Triple-Traum. Der souveräne Durchmarsch zur 35. Meisterschaft soll für den überlegenen Rekordmeister nur der Auftakt von emotionalen Festwochen sein.

„Es ist noch nicht vorbei, es geht weiter. Ich möchte gerne noch weiter genießen. Ab jetzt geht es nur darum, was wir noch erreichen können. Bei uns ist immer Vollgas. Jetzt braucht es natürlich diesen totalen Fokus“, sagte ein glücklicher und gefeierter Trainer Vincent Kompany nach dem 4:2 (3:1) gegen den VfB Stuttgart im weißen Meistershirt, auf dem der schon berühmte Kakadu mit der Meisterschale prangte. Sein kurzer Gefühlsausbruch vor den jubelnden Fans in der Allianz Arena war da schon wieder abgehakt.

FC Bayern: Es soll noch mehr gewonnen werden

Weiter, immer weiter lautet längst das Motto der gierigen Bayern um Torjäger Harry Kane. Um die Träume nicht zu gefährden, feierten die Münchner deshalb am Sonntagabend ihren Triumph auch nur stark gebremst, am Montag startete schon wieder die Vorbereitung auf das nächste große Ziel. „Wir haben den wichtigsten Titel gewonnen. Aber es ist ‚more to come‘. Wir wollen unbedingt mal wieder nach Berlin“, betonte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen vor dem Pokal-Halbfinale am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und Sky) bei Bayer Leverkusen. „Wir wissen, wie wichtig das auch für die Fans ist“, ergänzte Kane.

Erstmals seit 2020 Berlin – und dann Budapest, wo am 30. Mai das Endspiel der Champions League ansteht: Auf dem Weg dahin wartet allerdings noch das Gigantenduell mit Titelverteidiger Paris Saint-Germain (28. April und 6. Mai). Dennoch ist die Zuversicht groß, auch bei Sportvorstand Max Eberl: „Wir wollen noch mehr Pokale.“ Man wolle, schrieb der Klub auf seiner Homepage überschwänglich, „mit dem Kakadu bis zu den Sternen fliegen“.

Dass die Münchner derart groß träumen können, schrieben die Bosse in erster Linie ihrem Erfolgstrainer zu. „Vincent Kompany ist wirklich ein Glücksfall für uns, das muss man echt sagen: Das ist wie ein Sechser im Lotto“, schwärmte Präsident Herbert Hainer, nachdem er auf der Tribüne mit Uli Hoeneß, Dreesen und Co. mit einem Weißbier angestoßen hatte.

Der 40 Jahre alte Belgier strahle „eine Ruhe aus und wirkt unheimlich positiv nach außen“, betonte Hainer: „Das tut uns allen gut, das tut der Mannschaft gut, das tut auch uns als Verein gut. Und insofern ist ihm ein großer Teil dieses Erfolges, den wir haben, zuzuschreiben.“

Dreesen lobte die „außergewöhnliche“ Arbeit des Trainers: „Das macht echt Spaß.“ Kompany sei es „in beeindruckender Weise gelungen“, würdigte Bundestrainer Julian Nagelsmann seinen Kollegen, „eine Mannschaft zu formen, die den Titel nicht nur souverän, sondern mit einer herausragenden Teamleistung auch noch spektakulär gewonnen hat“.

Kompany sei „ein super Typ“, unterstrich auch Kane. Aber er wisse, „dass er spätestens heute Abend schon an Mittwoch denken wird und sich Leverkusen-Clips anschaut, um zu sehen, wie wir dann gewinnen können.“ Stimmt! „Wir werden“, so Kompany „eine gute Vorbereitung brauchen. Und dann glaube ich, dass wir mit ganzem Glauben nach Leverkusen gehen.“

Der Kakadu bleibt da erst einmal wieder in München. Nach dem Titelgewinn im vergangenen Jahr hatten die Stars im Münchner Feinkostrestaurant Käfer gefeiert und dabei die Porzellanfigur mitgenommen. Der Vogel entwickelte sich zum Kult-Maskottchen. In Berlin und Budapest soll der Kakadu als Glücksbringer erneut zum Einsatz kommen – dann auch bei Weißbierduschen.

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