Dortmund gegen Bayern: Gibt es ein Titelrennen 2021/22? Das Streitgespräch!

Dortmund gegen Bayern
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Am Samstagabend trifft Borussia Dortmund im Topspiel auf den FC Bayern. Der Zweitplatzierte in der Bundesliga trifft dann auf den Tabellenführer. Ein Punkt trennt beide Mannschaften, die Konkurrenz ist schon jetzt distanziert. 

Dortmund im Soll, Bayern ärgert sich über zwei Patzer

Der Blick auf die Tabelle der Bundesliga zeigt, dass der Zweikampf an der Tabellenspitze aktuell enorm spannend ist. Borussia Dortmund ist aktuell in der Verfolgerrolle, aber hat es trotz einiger Personalsorgen in den letzten Wochen geschafft, einigermaßen regelmäßig zu punkten. Niederlagen gab es, so zum Beispiel in Leipzig und in Freiburg, doch gerade zuhause ist der BVB extrem stabil. Dass es die Elf von Trainer Marco Rose schaffte, Ausfälle wie die von Erling Haaland oder Raphael Guerreiro gesamtmannschaftlich einigermaßen zu kompensieren, zeigt, dass die Richtung stimmt.

Dortmund Wolfsburg Sieg

(Photo by Martin Rose/Getty Images)

Nun folgt allerdings die bisher größte Prüfung in dieser Saison, der FC Bayern ist zu Gast. Allerdings gab es beim Rekordmeister auch schon die ein oder andere Phase in dieser Saison, in der alles etwas reibungsloser lief. Joshua Kimmich steht nicht zur Verfügung, weil er genau wie Eric Maxim Choupo-Moting an Corona erkrankt ist und sich noch in Quarantäne befindet. Hinzu kam am vorletzten Spieltag das 1:2 in Augsburg, auch gegen Bielefeld (1:0) überzeugte eine teils überspielte Mannschaft nicht immer. Gleichwohl steht die beste Offensive der Liga noch immer an der Tabellenspitze. Weil neben dem Augsburg-Spiel auch zuhause trotz enormer Überlegenheit gegen Frankfurt verloren wurde, ist es aktuell aber enorm spannend.

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Der BVB kann den FC Bayern bis zum Ende ärgern

Für einen Meisterkampf benötigt man am Ende zwei Mannschaften, die Woche für Woche genug Punkte sammeln um sich in der Tabelle nicht aus den Augen zu verlieren. Eine offensichtliche Feststellung, aber eine wichtige für dieses Thema. Denn spielerisch wirkt der BVB in dieser Saison wenig wie ein Titelanwärter, doch die Punkte, die stimmen eben.

Am Ende wird ein Kampf um den Titel in den seltensten Fällen in den direkten Duellen ausgetragen und genau da liegt die Hoffnung für all diejenigen, die einen anderen Meister als den FC Bayern am Ende der Spielzeit sehen wollen. Der BVB ist vom Rest der Liga, das mögen manche Fans vielleicht ungern hören, finanziell mindestens soweit entfernt wie die Münchner von ihnen. Wenn man diese Überlegenheit weiterhin auch in Punkte ummünzt, ist alles möglich.

Der Rekordmeister scheint in diesem Jahr mit einigen internen Problemen zu kämpfen haben, hat zusätzlich auch schon gegen Augsburg gezeigt, dass vereinzelte Ausrutscher in der Liga im Bereich des Möglichen sind. Wenn der BVB weiterhin auch dreckige Siege einfährt und sich die ewigen Ausrutscher auf schwarzgelber Seite einstellen, wird man lange in Schlagdistanz bleiben können und dementsprechend auch eine wirkliche Konkurrenz um den Titel sein.

Selbst wenn das Spitzenspiel zwischen den beiden Konkurrenten in Richtung des vermeintlichen Favoriten aus dem Süden kippt, ist noch nicht alles entschieden. Und in diese gute Ausgangslage hat man sich beim BVB sogar trotz der schweren Personalsituation der letzten Wochen gebracht.

Nun ist diese Lage so langsam etwas entspannter und vor allem, auch wenn es wenig einfallsreich erscheint diesen Namen zu nennen, Erling Haaland kann der Schlüssel zum nächsten Titel werden. Der Norweger ist ohne Zweifel ein Spieler, den es in jeder Genration nicht oft gibt oder wie man neudeutsch sagt: Ein Unterschiedsspieler. In seiner wohl letzten Saison in der Bundesliga kann der Superstar nun beweisen, dass dieser Unterschied nicht nur vereinzelt gemacht wird, sondern auch Titel bringt. So gerne man auch die Duelle zwischen Bayern München und Borussia Dortmund zur Entscheidung des Titelkampfes stilisiert, am Ende wird die Meisterschaft eben auch in Augsburg entscheiden. und da liegt die Chance für den BVB.

Julius Eid 

Auf lange Sicht setzt sich der Rekordmeister ab

Es ist eine Diskussion, wie sie in den letzten Jahren immer mal wieder geführt wurde. Gibt es ein Titelrennen? Welcher Klub ist da, wenn der FC Bayern etwas anbietet? Oft hoffte die restliche Liga, dass eine Mannschaft die notwendige Konstanz hat. Und ja, einige Meisterschaften wurden am Ende mit einem alles andere als haushohen Vorsprung eingefahren, aber in den entscheidenden Phasen und in den entscheidenden Spielen war der FC Bayern zur Stelle. Die Auswärtssiege bei RB Leipzig (4:1) und Bayer Leverkusen (5:1) lassen keinen Zweifel daran, dass das auch in dieser Saison so sein kann.

Nun gab es in dieser Saison schon zwei Patzer des Rekordmeisters, die in die Kategorie „unnötig“ fallen und aktuell herrscht aufgrund äußerer Begleitumstände zumindest ein wenig Unruhe. Dass Dortmund das im direkten Duell nutzt, ein Remis oder gar einen Sieg holen kann, ist nicht einmal unwahrscheinlich. Das ist aber nicht der Punkt. Kurzzeitig auf Platz zwei in der Bundesliga stand der FC Bayern in den letzten Jahren auch immer mal wieder.

Respekt vor dem BVB ist auch bei mir persönlich definitiv vorhanden. Marco Rose ist ein guter Trainer, der perspektivisch noch mehr aus der Mannschaft herausholen kann, als man jetzt sieht. Auch im direkten Duell sind Mittel vorhanden. Auf lange Sicht sehe ich auf den BVB aber einfach mehr Spiele zukommen, in denen die individuelle Klasse nicht alle Probleme, die sich im Verlauf einer Saison quasi automatisch auftun, kaschiert. Und dann setzt sich der FC Bayern, läuft alles nach Plan, ab. Auch diesmal.

Manuel Behlert 

(Photo by Lars Baron/Getty Images)

Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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