Dortmund unter Zugzwang im Heimspiel gegen Hoffenheim

Erling Haaland und Stefan Posch gerieten im letzten Duell aneinander.
Vorschau

Vorschau | Borussia Dortmund ließ die aufkommende Euphorie durch eine Niederlage in Freiburg schnell wieder abflachen. Zum Auftakt des dritten Spieltags wartet mit der TSG Hoffenheim ein Gegner, der sich keineswegs verstecken wird.

Anpfiff der Partie ist am Freitag, 20.30 Uhr, live auf DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat).

  • Borussia Dortmund: Mit den Fans im Rücken zur alten Heimstärke zurück
  • TSG Hoffenheim will ansprechenden Saisonstart fortsetzen
  • Die Kraichgauer blieben bei den letzten drei Spielen im Signal-Iduna-Park ungeschlagen

Borussia Dortmund: Endlich die nötige Konstanz herstellen

Der BVB startete fulminant in die laufende Spielzeit. Auf den 3:0-Erfolg im DFB-Pokal beim Drittligisten Wehen Wiesbaden folgte ein spektakulärer 5:2-Sieg über Eintracht Frankfurt, sodass er bereits von einigen Seiten zum Meisterschaftsfavoriten hochgeredet wurde. An allen acht Toren beteiligt war Erling Haaland (21). Der Sturmtank traf insgesamt fünfmal und legte zudem dreimal für seine Mitspieler auf. Doch sowohl im Supercup (1:3 gegen Bayern München) als auch bei der 1:2-Niederlage in Freiburg trat er nicht so prägend in Erscheinung, blieb ohne Scorerpunkt und seine Mannschaft kassierte zwei Niederlagen. Resultate, die aufzeigen, dass bei Borussia Dortmund eine gewisse Abhängigkeit von Haalands Tagesform besteht. Zudem verringerten sich die Stimmen, die im amtierenden DFB-Pokalsieger eine Übermannschaft sehen. Stattdessen lautete der Ton – hinsichtlich der regelmäßig verlorenen Spiele bei kleineren Vereinen – eher: „Es geht schon wieder los.“

 

 

 

Der neue Trainer Marco Rose (44) geht mit den Stimmen aus dem Umfeld ganz gelassen um. Er soll die wechselhaften Leistungen des BVB abstellen. Seiner Aufgabe ist er sich bewusst. So erklärte er unter der Woche bei einer klubeigenen Talkshow: „Es war heiß, wir hatten davor am Dienstag gespielt, kriegen in der sechsten Minute das Gegentor. Das sind die Dinge, die nicht angenehm sind. Aber dann kommt es darauf an, wie du reagierst: Stelle keine Forderung ans Wetter, an den Zwischenstand oder irgendwas anderes. Ziehe es komplett durch von der ersten bis zur letzten Minute.“ Im Breisgau habe dies „ein Stück weit gefehlt.“ Spieler wie Haaland oder – der auch unter Rose gesetzte – Jude Bellingham (18) hätten diese Vorgabe bereits verinnerlicht. Andere Akteure müssten dagegen „nicht nur auf dem Platz, sondern auch im Kopf“ daran arbeiten.

Guerreiro vor Startelf-Comeback 

Fußballerisch besitzt der Kader bekanntlich hervorragende Qualitäten. Der Coach schickte seine Auswahl bislang stets mit einer Mittelfeldraute aufs Spielfeld. Sie wird auch gegen das wohl ebenfalls offensiv agierende Hoffenheim verwendet werden. In der Startelf dürfte sich nicht allzu viel verändern. Nur Raphael Guerreiro (27) wird den verletzt ausfallenden Nico Schulz (28) ersetzen. Dazu könnte Emre Can (27) als rechter Verteidiger für den zuletzt schwächelnden Felix Passlack (23) reinrutschen. Noch kein Kandidat für die Startelf, aber zumindest wieder ins Aufgebot rutschen wird Thomas Meunier (29). Der im vergangenen Sommer gekommene Belgier würde erstmals eine Begegnung vor 25.000 Zuschauern im Signal-Iduna-Park absolvieren. Die zurückkehrende Fan-Unterstützung dürfte Borussia Dortmund, das sieben seiner 19 Heimspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit verlor, sicherlich weiterhelfen.  

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TSG Hoffenheim: Nicht wieder in ein Loch fallen

Die TSG Hoffenheim startete erneut erfolgreich in die Saison. In der vergangenen Spielzeit fuhr sie zum Auftakt einen mühevollen Pokalerfolg sowie zwei Siege in der Bundesliga – darunter ein 4:1 über den FC Bayern München – ein. Diesmal sprangen neben dem Weiterkommen im DFB-Pokal (3:2 nach Verlängerung bei Viktoria Köln) immerhin vier Punkte, also wieder zwei ungeschlagene Begegnungen heraus. Die Kraichgauer hoffen nun, dass die Fortsetzung nicht dem letztjährigen Geschehen ähneln wird. Denn anschließend blieben sie in der Bundesliga siebenmal in Folge ohne Sieg. Bei Borussia Dortmund sind zwar keine drei Punkte eingeplant, doch die Mannschaft will einen gute Leistung zeigen – wie bei den letzten Gastspielen. Im abgelaufenen Februar trennten sich beide Vereine 2:2. Als denkwürdig gelten aus Hoffenheimer Sicht die vorherigen Darbietungen. Im Sommer 2020 tüteten sie mit einem beeindruckenden 4:0-Erfolg die Europa-League-Teilnahme ein, rund eineinhalb Jahre zuvor gab es ein 3:3 nach 0:3-Rückstand.

Andrej Kramaric und Jacob Bruun Larsen bejubeln das 2:1-Führungstor gegen Union Berlin.

(Photo: Imago)

Beim damaligen Kantersieg erzielte Andrej Kramaric (30) alle Treffer. Der Kroate befindet sich derzeit wieder in blendender Verfassung, die auch internationalen Spitzenklubs nicht verborgen geblieben ist. In Augsburg bereitete er gleich drei Treffer vor, im Heimspiel gegen Union fiel er erneut als Vorlagengeber auf. Zwei Tore erzielte er zudem im DFB-Pokal. Die Partie am Freitagabend könnte womöglich sein Abschiedsspiel im Dress der TSG Hoffenheim darstellen. Die Anzeichen verdichteten sich, da ein Bekenntnis zum Verein wiederholt ausblieb. Doch der Dorfverein hat offensiv noch mehr zu bieten. Mit Munas Dabbur (29) steht ein kantiger Angreife zur Verfügung. Georginio Rutter (19) fiel durch eine enorme Explosivität auf. In den Fokus spielte sich zum Auftakt allerdings Jacob Bruun Larsen (22), dessen Entwicklung seit der Leihe zu Anderlecht wieder an Fahrt aufnahm. Der Flügelspieler traf schon zweimal und ist gewillt an alter Wirkungsstätte die nächste Duftmarke zu setzen.

Hoffenheim muss defensive Mängel abstellen

Während sich Trainer Sebastian Hoeneß (39) im Angriffsspiel keine Sorgen machen muss, gab die Defensivleistung gegen Union Berlin (2:2) schon zu denken. Die Gäste besaßen in Sinsheim einige hochkarätige Möglichkeiten, da die Arbeit gegen den Ball zu wünschen übrig ließ. Auf der „Sechs“ erwischte Routinier Sebastian Rudy (31) nicht seinen besten Tag. Dafür profitiert Neuzugang Angelo Stiller (20) von seiner Anwesenheit. Er erhielt den Vorzug vor dem nach langer Verletzungspause wieder angriffsbereiten Dennis Geiger (20). Eine weitere Option stellt der von einer Wadenverletzung genesene Pavel Kaderabek (29) dar. Für die Startelf langt es allerdings wohl noch nicht, sodass Kevin Akpoguma (23) erneut hinten rechts verteidigen wird. Die Innenverteidigung bilden dann Stefan Posch (24) sowie Kevin Vogt (29). Die Konkurrenten Benjamin Hübner (32) und Ermin Bicakcic (31) stehen genauso nicht zur Verfügung wie Havard Nordtveit und Offensivkraft Ihlas Bebou (27).

 

Prognose

Die Beobachter dürfen sich auf das Duell zweier offensivfreudiger Mannschaften freuen. Dieser Aspekt dürfte Borussia Dortmund in die Karten spielen, das mit etwas mehr Platz schon eine Menge anzufangen weiß und daher am Ende nach unterhaltsamen 90 Minuten knapp die Nase gegenüber der TSG Hoffenheim vorn haben wird.

 

 

Mögliche Aufstellungen:

Borussia Dortmund: Kobel, Can, Akanji, Witsel, Guerreiro, Dahoud, Bellingham, Brandt, Reus, Malen, Haaland

TSG Hoffenheim: Baumann, Akpoguma, Posch, Vogt, Raum, Rudy, Stiller,-Baumgartner, Kramaric, Bruun Larsen, Rutter (Dabbur)

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(Photo: Poolfoto Sven Simon/ Alex Gottschalk)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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